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Schüleraustausch - Der erste Brief an die Gasteltern

Anrufen oder Brief schreiben?

Bis jetzt hast Du erfolgreich alle Hürden genommen, die Vorbereitungen für das Austauschjahr beginnen. Auch Du hast jetzt eine Aufgabe: Der erste Brief an die Gasteltern will geschrieben werden. Wenn Du die Familie schon kennst, ist das vielleicht einfacher. Ehemalige berichten, sie hätten zuerst einmal angerufen. Das habe zwar Überwindung gefordert, sei aber eine wunderbare Erfahrungen gewesen. Oft jedoch kennst Du die Familie deines Schüleraustausches noch nicht, der Brief wird also quasi ein Schuss ins Blaue. Wenn alles gut geht - und das wünschen wir mit Dir - wirst Du während deines Schüleraustausches ein Familienmitglied in der neuen Familie.

Der Brief ist Deine Visitenkarte

Bei manchen Organisationen können die Gasteltern auch noch nach diesem Brief entscheiden, ob sie Dich aufnehmen. Klar, ein guter erster Eindruck wäre da nicht schlecht. Da kommt der Gastbrief wie gerufen.
Nimm Dir Zeit für diesen Brief. Es ist wieder einmal eine Visitenkarte. Erzähle ruhig ausführlich von Dir, Deiner Familie, Deinen Interessen in der Schule. Es sollte auch selbstverständlich sein, dass Du absolut ehrlich bist, denn in dem Austauschjahr wird man Dich ohnehin kennenlernen. Du hast doch andererseits auch ganz bestimmt Fragen an die neue Familie - hier kannst Du sie stellen.

Was sollte in dem Brief drin stehen? 

Wie redest Du die neuen Eltern an? In den meisten Fällen einfach per „Du“, in den USA reden manche Austauschschüler ihre Gasteltern sogar mit Mutter und Vater an. Fällt Dir das gerade bei einer unbekannten Familie nicht gleich einfach, ist „Liebe Familie“ ganz bestimmt kein schlechter Beginn. Im Brief kannst Du dann auch vorschlagen, dass Ihr bald einmal telefonieren wolltet.
Die Gasteltern interessieren sich auch sehr für ihr neues Familienmitglied. Schreib ihnen darum, warum Du an einem Austauschjahr gerade in diesem Land teilnehmen willst, warum dieses Land Dich anzieht und was Du Dir vom Jahr Deines Lebens und von Deinen Gasteltern erhoffst. Die Abschlussformel ist „normaler Knigge“: Danke jetzt schon, dass sie Dich für während deines Schüleraustausches aufnehmen werden und dass Du Dich sehr freust, sie kennenzulernen. Sei aber unbedingt natürlich - keine gestelzten Formulierungen. Mach Dir auch keine Sorgen über Deine Sprache. Es ist besser, Deinen Dir jetzt schon bekannten Wortschatz zu verwenden, dann weiß die Gastfamilie, worauf sie sich einstellen muss. Sei einfach Du selbst, liebenswert.

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