Schüleraustausch - Schwierige Situationen alleine meistern
Wenn man sich für einen Schüleraustausch entscheidet, der über mehrere Wochen, Monate oder gar ein ganzes Jahr geht, sollte man sich im Vornherein darüber klar sein, dass eventuell nicht alles so läuft, wie man sich das selbst ausgemalt hat.
Dazu können Heimweh, Probleme mit der Gastfamilie, Schwierigkeiten in der Schule oder ein Kulturschock gehören. Keine Sorge: Diese Unstimmigkeiten treten nicht zwingend auf. Wer seinen Auslandsaufenthalt über eine seriöse, renommierte Organisation gebucht hat, der läuft wenig Gefahr, auf wirklich schwerwiegende Probleme zu stoßen. Sollte das trotzdem passieren, dann gibt es immer mindestens einen zuständigen Mitarbeiter vor Ort, der alles daran setzen wird, dass sich die Wogen wieder glätten.
Bevor man aber direkt die Orga des Schüleraustauschs einschaltet, sollte man erst mit vertrauten Menschen reden, ihnen das eigene Problem schildern und sich außenstehende Meinungen einholen. Dazu zählt Mail- und Telefonkontakt mit den Eltern, mit Freunden oder anderen Vertrauenspersonen. Meist beruhigt ein solches Gespräch im Akutfall schon ungemein.
Auch sollte die Gastfamilie über die eigenen Probleme aufgeklärt werden, bevor man sich sofort an die Verantwortlichen wendet. Manchmal ist einfach nur ein Missverständnis aufgetreten, das sich mit einem klärenden, offenen Gespräch aus dem Weg räumen lässt oder sich aus sprachlichen Barrieren speist.
Handelt es sich bei den eigenen Problemen in erster Linie um die Gepflogenheiten des Gastlandes, dann ist auch hier Geduld das Mittel zum Zweck. Je nach Destination ist man sich bereits im Vornherein klar darüber gewesen, was einen fernab von Zuhause erwarten wird. Ein Kulturschock kann natürlich trotzdem auftreten, geht aber auch von allein wieder weg.
Lass dich auf die Mentalität der Menschen ein, sei ein Gast in ihrem Land und werde Teil der Kultur. Durch Offenheit und Toleranz, die man den fremden Sitten und Gebräuchen entgegenbringt, wird man auch von anderen offen und tolerant behandelt.
Wenn es reines Heimweh ist, das an dir als Austauschschüler nagt, dann sollte man sich möglichst viel ablenken. Unternimm etwas mit anderen Gastschülern, lerne die fremde Sprache, besichtige die Sehenswürdigkeiten deiner Stadt, sodass du möglichst wenig an Daheim denken musst.
Heimweh ist ein ganz natürlicher Zustand, der bei jedem Austauschschüler früher oder später auftritt – aber auch von allein wieder weg geht. Ist die erste, schwierige Anfangszeit erst einmal überwunden, wird der Schüleraustausch immer schöner und ein Leben lang im Gedächtnis bleiben.




