Wenn man Alaska hört, denkt man erst einmal nur an kalte, einsame Weiten, Menschen in dicken Jacken und kleine Hütten ohne fließendes Wasser. Dass Alaska aber auch ganz anders aussehen kann und dass du sogar ein Austauschjahr in Alaska verbringen kannst, daran denken die meisten nicht.

Austauschjahr Alaska – viel mehr als nur kalt!

Flächenmäßig gesehen ist Alaska der größte Bundesstaat der USA, mit rund 700 000 Einwohnern steht es jedoch auf Rang 48 von 50 wenn es um die Bevölkerungsanzahl geht. Man könnte fast sagen, in Alaska kennt jeder jeden. Mit fast 15% der Bevölkerung hat Alaska auch den größten Prozentsatz an indigenen Bewohnern, beispielsweise Eskimos und Indianer. Doch auch andere Nationalitäten haben sich bis in diesen abgelegenen Bundesstaat der USA vorgewagt. So ist es in Alaska vor allem kulturell nicht so eintönig, wie man vermuten mag. Die größte Stadt, Anchorage, versprüht mit ihren knapp 300 000 Einwohnern und ihrer Lage direkt vor dem beeindruckenden Chugach-Gebirge sogar richtigen Großstadt-Charme. Auch viele Feste, vor allem rund um die Natur, wie zum Beispiel das jährliche Wal- oder Adler-Festival kannst du hier zusammen mit deiner Gastfamilie erleben.

Das Leben in Alaska

Das Leben in Alaska ist ohne Frage etwas anders als in Deutschland. Bei einem Schüleraustausch in Alaska darfst du auf keinen Fall deine warme Kleidung vergessen, denn die Winter sind hier lang und sehr, sehr kalt. Da die Natur den Alltag der „Alaskans“ (so nennen sich die Menschen aus Alaska statt zu sagen, sie seien „Americans“) so beeinflusst, beschäftigen sie sich viel mit ihr und haben unglaublich großes Wissen über sie. Durch ihr Leben in Einklang mit der Natur kann es schon einmal vorkommen, dass ein Elch mitten in Anchorage ein Nickerchen auf dem Gehweg macht. Andererseits ist Alaska trotz seiner abgeschotteten Lage sehr modern. In größeren Städten gibt das ganz normale Fernsehprogramm, Menschen haben Handys, Internet und alles, was man in einer normalen Großstadt erwarten würde. Auch im Supermarkt sieht zuerst alles gleich aus. Erst beim Blick auf den Preis fällt auf, dass viele Dinge sehr teuer sind, da sie mit dem Flugzeug importiert werden müssen. Und das wirkt sich auch auf den Preis aus. Trotzdem gibt es bei deinem Schüleraustausch in Alaska nur wenige Dinge, die du wirklich vermissen wirst, weil du sie nicht bekommen kannst.

Besonderheiten deines Highschooljahres in Alaska

Alaska zu erkunden kann manchmal eine echte Herausforderung sein. Manche Orte sind so abgelegen, dass es nicht einmal Straßen dorthin gibt. Aushelfen kann man sich dann mit Booten oder auch kleinen Flugzeugen, die immer mal wieder von Ort zu Ort fliegen, um diese zu versorgen, Post zu bringen oder abzuholen, oder Passagiere mitzunehmen. Normale Start- oder Landebahnen gibt es jedoch häufig nicht. Stattdessen landet man auf Eispisten oder Gras. Diese geringe Dichte an Städten hat jedoch einen riesigen Vorteil und den wirst du vor allem bei einem Blick in den Nachthimmel entdecken. Der Sternenhimmel ist hier nicht von Großstadtlichtern „verschmutzt“, sondern in seiner ganzen Schönheit zu sehen. Und selbst Nordlichter kannst du bei deinem Auslandsjahr in Alaska mit eigenen Augen sehen.

„Quick Facts“ über Alaska

Lage: Sehr nördlich, abgespalten von den anderen amerikanischen Staaten (außer Hawaii), angrenzend an Kanada

Fläche: 1,7 Millionen km2 (Nummer 1 in den USA)

Einwohner: 736 000 (Nummer 48 in den USA)

Spitzname des Staates: The Last Frontier

Hauptstadt: Juneau

Die 3 größten Städte: Anchorage, Fairbanks, Juneau

Die bekanntesten Sportteams: Alaska Aces (Eishockey), Anchorage Bucs (Baseball), Anchorage Glacier Pilots (Baseball)

Hauptreligion: Protestantisch

Politische Orientierung: Konservativ

Perfekt für Austauschschüler, die die Natur lieben und nicht kälteempfindlich sind.