Den lang gehegten Traum erfüllen und einen Schüleraustausch in den USA machen. In die High School gehen. Kultur, Land und Leute kennenlernen. Das geht überall in den Vereinigten Staaten und überall wird es ein wenig gleich sein. Besonders wird es erst, wenn du an den Rand kommst, wie in Maine, das mit seiner Nähe zu Kanada im äußersten Nordosten der kontinentalen Vereinigten Staaten durchaus etwas andere Erfahrungen bereithält, als du sie anderswo haben könntest, ohne dass du dich fühlen müsstest, dass du nicht in den Vereinigten Staaten wärst.

Hunger auf Hummer

Wenn du in Maine deinen Schüleraustausch verbringst, dann wirst du an einer Sache nicht vorbei kommen. Es ist nahezu ausweglos. Die Rede ist von Hummern. Die Meerestiere sind das bekannteste Erzeugnis Maines. Über die Hälfte der in den Vereinigten Staaten gefangenen Hummer stammen aus der See vor der Küste des größten Bundesstaats in Neuengland. Sie sind sehr beliebt dank ihres aromatischen Geschmacks und auch sonst hat Maine einen guten Ruf für seine mit Meeresfrüchten gespickte Küche. Ausgelebt wird dies nicht nur in Restaurantketten, die sich auf die Einwohner der Meere spezialisiert haben, sondern auch bei Großereignissen, wie dem Lobster Festival, bei dem gemeinsam Hummer verspeist werden. Mit Maine wirst du bei deinem Austauschjahr in den USA einen Bundesstaat erfahren, der von dem Leben an der Küste geprägt ist.

Küstenreicher äußerster Zipfel

Trotz seiner geringen Größe verhelfen das zerklüftete Land und die vielen Inseln Maine zu einer längeren Küstenlinie als dem wesentlich größeren Kalifornien. Obwohl der Atlantik hier über das ganze Jahr gesehen etwas kälter ist und wohl nicht mit den warmen Stränden Floridas in Hinsicht eines tropischen Badeerlebnisses mithalten kann, gibt es so einige sandige Strände, an denen du dich an der Brandung erfreuen kannst. Auf der See und den Flüssen kannst du Raften und Paddeln gehen oder auf eine Segelschiff-Kreuzfahrt gehen. Der östlichste Punkt der kontinentalen Vereinigten Staaten befindet sich in Maine, welches gleichzeitig auch der nördlichste der 50 Bundesstaaten ist, die zusammenhängend miteinander verbunden sind, ohne von einem anderen Land, oder der See voneinander getrennt zu sein.

Gechillt, aber nicht verschlafen

Etwas ruhiger ist es hier. Die niedrigste Bevölkerungsdichte östlich des Mississippi produziert keine gigantischen Städte, wie anderswo an der Ostküste der Vereinigten Staaten. Gerade einmal 66 000 Einwohner zählt die bevölkerungsreichste Stadt, etwa 10 000 weniger als die Elchpopulation des Staates. Aber das heißt keinesfalls, dass es nichts zu erleben gibt. In Maine steht die Natur an erster Stelle der Sehenswürdigkeiten. Neben der bereits erwähnten zerklüfteten Küste, die wunderbare Formationen hervorgebracht hat, gibt es auch einige Berge, die von dir bei deinem Schüleraustausch in den USA bewandert werden wollen. Ein dichter Teppich aus Wald überspannt das Innere des Pine Tree State, wie Maine auch liebevoll genannt wird. Aus ihm werden übrigens 90 % der in den Vereinigten Staaten produzierten Zahnstocher hergestellt. Unangetastet davon bleiben hingegen Rückzugsplätze, wie der Acadia Nationalpark.

„Quick Facts“ über Maine

Lage: Nord-Osten

Fläche: 91.646 km²

Einwohner: 1.328.361

Spitzname des Staates: The Pine Tree State

Hauptstadt: Augusta

Die 3 größten Städte: Portland, Lewiston, Bangor

Hauptreligion: Katholisch

Politische Orientierung: Demokratisch

Perfekt für Austauschschüler, die gerne in einem Bundesstaat leben möchten, dessen Amtssprachen englisch und französisch sind.