North Dakota ist ein friedlicher Flecken Erde. Der Name Dakota stammt von einem Wort der Sioux-Indianer, das den hiesigen Stamm bezeichnete und so viel wie „Freund“, oder „Verbündeter“ bedeutete. Und so bleibt wenig Platz für Hass und Groll, obwohl das weitläufige Land nur dünn besiedelt ist. Den Geist des Friedens kannst du bei deinem Schüleraustausch in den USA direkt besuchen. Der International Peace Garden ist ein Denkmal an den Frieden zwischen den Vereinigten Staaten und Kanada und wurde entlang der Grenze zwischen den beiden Nationen geschaffen. Gleichzeitig fungiert der Name des Denkmals als Spitzname für North Dakota: „Der Friedensgarten-Staat“.

Schwarze Erde

Dein Schüleraustausch lässt dich den Reichtum North Dakotas sehen, den der Bundesstaat des oberen Mittleren Westens der Vereinigten Staaten von Amerika aus der Natur bezieht. Auf den Feldern können so viele Pflanzen angebaut werden, sodass North Dakota der größte Produzent von Bohnen, Doppel-Null-Raps, Flachs, Honig, Sonnenblumenöl, Frühlings- und Hartweizen in den Vereinigten Staaten wurde. Über 90% des Landes werden von der Landwirtschaft in Anspruch genommen und ein Viertel der Einwohner North Dakotas sind damit beschäftigt, den Boden zu kultivieren, zu bepflanzen, die Pflanzen zu ernten, das Erntegut zu transportieren und es zu verkaufen. Aber der wahre Naturschatz des Bundesstaats an der Grenze zu Kanada liegt unter der Erde. Nach Texas ist North Dakota der zweitgrößte Ölproduzent der Vereinigten Staaten. Der bereits dritte Ölboom, der dort zurzeit stattfindet, garantiert eine niedrige Arbeitslosenquote und der Zuzug von Arbeitskräften machen North Dakota zu einem der am schnellsten wachsenden Staaten in den Vereinigten Staaten.

Deutsches Amerika

Ungefähr eine drei viertel Million Menschen leben derzeit in North Dakota. Und du kannst bei deinem Schüleraustausch in den USA einer von ihnen sein. Mit deutschen Gästen haben die Leute hier einiges an Erfahrung. Schließlich kamen die Vorfahren der meisten von ihnen aus Deutschland. Knapp die Hälfte der Bewohner North Dakotas führen ihre Abstammung auf deutsche Siedler zurück, die sich hier niederließen. Das Land hat sich kleine, freundliche Städtchen erhalten, in denen die Kultur der Vorväter – wenn auch leicht verändert – weiterhin gepflegt wird. Wie New Leipzig zum Beispiel, in dem alljährlich das Oktoberfest gefeiert wird. Die Hauptstadt des Bundesstaats wurde sogar von Edwinton zu Bismarck umbenannt, in Ehren an den damaligen Kanzler des Deutschen Kaiserreichs und in der Hoffnung, deutsche Investoren für den Eisenbahnbau der Northern Pacific Railway im ausgehenden 19. Jahrhundert zu finden.

Bison und Büffel

North Dakota ist nicht gerade bekannt dafür, von Touristen überrannt zu werden. Es ist der am wenigsten besuchten Staaten der USA. Was sicherlich auch damit zusammenhängt, dass die angrenzenden Staaten nicht sehr stark bevölkert sind. Dennoch gibt es was zu sehen in North Dakota. Bei deinem Austauschjahr in den USA reist du durch ein Land, das kaum Wälder hat. Dafür liegt die Weite der Great Plains vor dir, die von zahlreichen Hügeln gespickt ist. Im Theodor Roosevelt Nationalpark und im National Buffalo Museum kannst du frei lebende Bison- und Büffelherden über nahezu unberührtes Land ziehen sehen, so wie sie einst die ersten deutschen Siedler gesehen haben mussten.