Oklahoma liegt direkt nördlich von Texas und hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Bei einem Schüleraustausch in den USA kannst du den Staat hautnah erleben. Der Name Oklahoma stammt aus der Sprache der Choctaw und bedeutet so viel wie „rote Menschen“, aufgrund der Tatsache, dass das Land einst den Ureinwohnern Amerikas versprochen war.

Ein Staat für Indianer

Wenn es um ein Austauschjahr im Bundesstaat Oklahoma geht, kommst du nicht darum umhin, ein wenig in der Geschichte zurückzugehen. Über Jahrhunderte haben die Ureinwohner Amerikas ihr Land ungestört bewohnt, einzig beeinflusst von Klima und Wetter sowie den Beziehungen zwischen den einzelnen Stämmen. Die Geschichte der Vereinigten Staaten ist eine Erfolgsstory für die einen. Vom Tellerwäscher zum Millionär, von großartigen Erfindungen, dem ersten Mann auf dem Mond, Hollywood. Für die Ureinwohner Amerikas, die Indianer, ist es eine Geschichte von Vertreibung, Entwurzelung, Ausgrenzung und Unterdrückung. Und diese Geschichte ist nirgendwo so sehr ein Teil des Landes, wie in Oklahoma, dem Bundesstaat im südlichen Zentrum der Vereinigten Staaten. Denn bevor Oklahoma ein Staat, ein Teil der Vereinigten Staaten wurde, hieß es Indian Territory. Der Streifen Land, den die Regierung der Vereinigten Staaten für gut genug befunden hatte, dass selbst Indianer auf ihm leben durften. Das, was von den Indianerstämmen übrig war, wurde dazu gezwungen, den Marsch dorthin anzutreten. Ihnen wurde ein eigenes Land versprochen, in dem sie frei leben durften.

Die Siedler kamen und blieben

Das Versprechen wurde nicht gehalten. 1889 fiel der Startschuss für die Besiedlung des Indian Territory. Tausende Siedler versammelten sich, um Punkt 12 die Grenzen zu überqueren und ihren Anspruch auf Land durchzusetzen. Viele von ihnen konnten es nicht erwarten und kamen schon früher in das Land, um sich die besten Plätze zu sichern. Deswegen trägt Oklahoma auch den Beinamen „Sooner State“, ein Bundesstaat, der auch von denen geschaffen wurde, die es nicht erwarten konnten, nach den Regeln zu spielen. Heute leben ungefähr eine viertel Million Menschen indianischer Abstammung in Oklahoma, die 67 Stämmen zugeordnet werden. 25 Sprachen der Ureinwohner Amerikas konnten durch sie bewahrt werden. Die meisten nach denen, die in Kalifornien gesprochen werden. Teile der Kultur wurden ebenfalls bewahrt. In Anadarko, einer authentischen Indianerstadt, oder Tahlequah, der Hauptstadt der Cherokee-Indianer, kannst du bei deinem Schüleraustausch die Bräuche und Traditionen der vertriebenen Indianer kennenlernen.

Oklahoma und die Stadt

Am heutigen Tag ist Oklahoma kein trauriges Kapitel mehr in den Geschichtsbüchern. Die Wunden und die Bitterkeit sind zwar noch da, aber Land und Leute haben sich entwickelt und es ist so, wie auch anderswo in den USA. Oklahoma City, die Hauptstadt ist das beste Beispiel dafür. Gestartet als eine Stadt aus zehntausend Zelten an Tag eins der Siedlerwelle, zieht die Stadt heute Besucher an durch seinen Vergnügungs- und Wasserpark, die Oklahoma City Thunder, eine Basketballmannschaft, die in der NBA spielt und nur wenige Jahre nach ihrem Umzug aus Seattle den ersten Meistertitel nach Oklahoma brachte, sowie das wohl renommierteste College Football Programm in den Vereinigten Staaten. Zusätzliche Sehenswürdigkeiten umfassen den Zoo und den Paseo Arts District, ein Künstlerviertel mit 17 Galerien und über 60 aktiven Künstlern. Oklahoma City, das gesellschaftliche und kulturelle Zentrum von Oklahoma, kannst auch du bei deinem Schüleraustausch in den USA erleben.

„Quick Facts“ über Oklahoma

Lage: Zentraler Süden

Fläche: 181.035 km²

Einwohner: 3.878.051

Spitzname des Staates: „The Sooner State“

Hauptstadt: Oklahoma City

Die 3 größten Städte: Oklahoma City, Tulsa, Norman

Die bekanntesten Sportteams: Oklahoma City Thunder, Oklahoma Sooners

Hauptreligion: Baptisten

Politische Orientierung: Konservativ

Perfekt für Austauschschüler, die gerne in einem Staat leben möchten, der von der Vergangenheit der Indianer geprägt ist.