Ist das der Teil Amerikas, in dem du einen Schüleraustausch in den USA planst? Natürlich ist er das! Denn obwohl Vermont vielleicht etwas klein und auf den ersten Blick etwas zu ländlich wirkt, wirst du wohl keinen Ort finden, an dem du dein Austauschjahr in den USA besser verbringen könntest. Klein, ruhig und beschaulich, statt groß, laut und unbehaglich: Auch so können sich die Vereinigten Staaten präsentieren.

Eine kurze Geschichte

Im Nordosten der Vereinigten Staaten, in einer Region, die gerne auch „Neuengland“ genannt wird, liegt der kleine Bundesstaat Vermont. Ursprünglich wurde Vermont als eine französische Kolonie gegründet. Den Namen erhielt sie von der Gebirgskette, die das Land durchzog, welche aufgrund der üppigen Bewaldung „Les Vert Monts“ - „die grünen Berge“ - genannt wurde. 1763 musste Frankreich das Gebiet an Großbritannien im Rahmen eines Friedensvertrags abtreten. Doch in britischer Hand blieb die Kolonie nur sehr kurz, denn es war der Vorabend der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung. Vermont gehörte nicht zu den dreizehn Kolonien, die ihre Unabhängigkeit erklärt hatten. Nachdem jedoch die Vereinigten Staaten ihren Unabhängigkeitskrieg gewonnen hatten, erklärte sich Vermont zur eigenständigen Republik, eingeklemmt zwischen den Vereinigten Staaten und der britischen Kolonie in Kanada. 1791 schließlich trat Vermont als erster neuer Bundesstaat nach den dreizehn Gründungsstaaten den Vereinigten Staaten bei.

Glücklich auf dem Land

Vermont, das ist ein kleiner, ländlicher Staat. Die Hauptstadt Montpelier ist die kleinste aller Hauptstädte der Vereinigten Staaten und hat gerade einmal neuntausend Einwohner. Die größte Stadt, Burlington, zählt 42 000 Einwohner. Bei deinem Schüleraustausch in den USA wirst du keinen anderen Staat finden, der ländlicher und gemütlicher ist, als Vermont. Und doch sind die Leute glücklich hier. Vermont landet regelmäßig in den Top 5 der glücklichsten und am meisten gebildeten Staaten. Es ist auch der am wenigsten religiöse Staat. Die Leute hier sind bodenständig, wollen von der Hektik sowie dem Kommerz- und Machtwahn der großen Städte nichts wissen. Du wirst in deinem Austauschjahr in den USA wohl keinen anderen Staat erleben, in dem es verboten ist, Werbetafeln aufzustellen, oder in dem kein Gebäude höher als 38 Meter ist.

Das Land, wo Sirup und Eiscreme fließen

Wofür Vermont bekannt ist? Vermont ist der größte Produzent von Ahornsirup in den USA. Und das ist keine Industrie, die mal so eben aufgebaut werden kann. Es werden viel Zeit und Geduld benötigt. 40 Jahre braucht ein Ahornbaum, bis er groß genug ist, um für die Sirup Gewinnung in Frage zu kommen. 40 Liter des Pflanzensafts werden für einen Liter Ahornsirup benötigt, der dann in Tausenden amerikanischen Haushalten zum Frühstück über die Pfannkuchen geträufelt wird. Der andere große Exportschlager ist das Eis der Marke Ben and Jerry's. Gegründet in Vermont, steht neben dem Firmensitz sogar ein kleiner Friedhof, der an die vielen Eissorten erinnert, die im Laufe der Zeit zu Grabe getragen wurden.

„Quick Facts“ über Vermont

Lage: Osten

Fläche: 23.871 km²

Einwohner: 625.741

Spitzname des Staates: „Green Mountain State“

Hauptstadt: Montpelier

Die 3 größten Städte: Burlington, Essex und South Burlington

Hauptreligionen: Katholisch & reformierte United Church of Christ

Politische Orientierung: Demokratisch

Perfekt für Austauschschüler, die ihre Freizeit gerne draußen verbringen.