Steven Christl, ein ehemaliger Austauschschüler, hat in seinem Buch „ Mein Austauschjahr in den USA – Erfahrungsbericht eines Teenagers“ seine persönlichen Erfahrungen und Erlebnisse als Austauschschüler für dich zusammengefasst. Hier erfährst du, wie er die typisch-amerikanische Tanzveranstaltung „Prom“ erlebt hat.

Als Austauschschüler rate ich dir, nicht den Prom wegzulassen, da es so ziemlich der einzige sein wird, den du je mitmachen kannst. Auch ist es üblich in Amerika, dass der männliche Partner das Abendessen bezahlt. Glücklicherweise bot sich die Mama meiner Verabredung an, für unsere Gruppe (sechs Leute) das Abendbrot zu kochen. Ihre kleine Schwester war die Kellnerin. Ich fand das echt toll, sparte mir immerhin rund 30 Dollar. Der Tanz begann 20 Uhr und die Türen wurden mal wieder um 21 Uhr abgeschlossen. Wir kamen kurz vor 21 Uhr an und waren immer noch fast die Ersten. Als alle da waren und die Eltern sich auf die Zuschauertribüne gesetzt hatten (der Tanz fand in der Turnhalle statt, die vorher richtig schick dekoriert wurde), fing der Direktor, Mr Demaniow, mit einer kleinen Rede an. Danach wurden im großen Marsch die einzelnen Paare vorgestellt. Anschließen noch die Prom-King- und Queen-Kandidaten. Ich war einer der Kandidaten, hatte aber leider nicht genug Stimmen, um King zu werden. Nachdem das mit dem King und der Queen vorbei war, mussten die Eltern wieder die Schule verlassen und der Tanz fing dann auch wirklich an. Man hatte sogar einen professionellen DJ dafür kommen lassen. Und mal wieder enttäuschte mich die Jugend mit ihren nicht vorhandenen Tanz-künsten. Nicht mal 1-2-Tipp können die. Aber es war trotzdem ganz lustig. Um Mitternacht war der Tanz zu Ende (Schulgesetz, das solche Veranstaltungen bis maximal Mitternacht gehen). Da unsere Gruppe noch nicht in Aufhörstimmung war, sind wir zurück zum Haus meiner Verabredung und guckten noch bis 4:30 Uhr Videos. Alles ganz artig, ohne Alkohol, ohne Zigaretten. Das gehört sich dort nicht.

Aus: Mein Austauschjahr in den USA Steven Christl