Die Welt entdecken mit dem Abenteuer Schüleraustausch: Claus-Daniel Bartel hat in seinem Buch “The best year of my life. Ein Jahr als Gastschüler“ persönliche Erfahrungen als Austauschschüler in den USA zusammengefasst. Hier gibt’s hilfreiche Tipps, zu den verschiedenen Möglichkeiten eines Austauschjahres.

Auf eigene Faust: Nun denkt sich vielleicht der eine oder andere, dass er auf eigenen Füßen ein High-School-Jahr organisieren kann: Die Regelungen des Gastlandes lassen dich eventuell nicht einmal auf eine High School – das hohe Schulgeld muss selbst bezahlt werden. Falls du Verwandte in den USA hast, wird es dir sicher nicht viel leichter ergehen als Terroristen. Bei Problemen mit der Gastfamilie gibt es keinen Ansprechpartner, und die Kosten für Versicherung, Flug und Schulgeld übertreffen alleine schon die Kosten einer Organisation. Ein Gastschuljahr dauert meist sechs oder zehn bis elf Monate. Aber auch ein internationales Abitur, das sogenannte International Baccalaureate (kurz „IBAC“ oder „IB“. Ist möglich. Der Erwerb dieser Hochschulzugangsberechtigung dauert meist mehrere Jahre. Traditionell und einfach: Bei über 50 Austausch-Organisationen in Deutschland sollte es nicht schwer sein, die richtige zu finden. Oder doch? Weitere Informationen unter „Finden der richtigen Organisation“. Es geht auch günstiger: Man kann auf verschiedenen Wegen ins Ausland geraten. Ein Schuljahr ist sicher etwas Besonderes. Doch falls die finanzielle Situation dieses Abenteuer nicht zulässt, kann man auch als Au-pair ein Jahr im Ausland verbringen – durchaus interessant! Auf meiner Reise an die East Coast habe ich auch zwei Au-pairs aus Deutschland getroffen. Diese waren mindestens genauso glücklich wie ich, haben allerdings die Vorteile der geringen Kosten und bekommen großes Taschengeld von ihren Gasteltern! Sich täglich um die Familie kümmern und dafür dann abends feiern gehen und Freunde treffen. Ein Austauschjahr kann man am besten in der elften oder zwölften Klasse und nur bis zu einem bestimmten Alter machen, während man als Au-Pair älter sein darf und dies auch nach Beendigung der Schule machen kann. Schon einmal über ein FSJ (freiwilliges soziales Jahr) oder FÖJ (freiwilliges ökologisches Jahr) im Ausland nachgedacht? Genauso bieten die Kirchen eine Art FSJ in den verschiedensten Ländern an. „Gemeinnützige“ Organisationen bieten zwar weniger Leistungen als eine „teure“ Organisation an, plädieren aber für Ehrenamt und Austauscharbeit. Heutzutage erlauben viele Schulen, ein Schülerbetriebspraktikum auch im Ausland zu absolvieren. Später im Studium wird dir je nach Studienfach das gleiche Angebot unterbreitet. Mein Austauschjahr war im klassischen Sinne kein Austauschjahr, sondern ein Gastschuljahr. International fehlt bei Schülern das Interesse, ein Jahr in Deutschland zu verbringen. Dabei wird auf vielen Schulen weltweit Deutsch gelehrt. Wenige Organisationen bieten einen wirklichen Austausch an. Papa Staat und Schulen unterstützen auch Auslandsaufenthalte. Genauere Informationen findet man im Internet wie Sand am Meer. Das Parlamentarische Patenschafts-Programm (kurz: PPP) ist ein Stipendienprogramm des Deutschen Bundestags und des amerikanischen Kongresses. 1983 wurde das Parlamentarische Patenschafts-Programm aus Anlass des 300. Jahrestages der ersten deutschen Einwanderung gemeinsam vom Kongress der Vereinigten Staaten von Amerika und dem Deutschen Bundestag beschlossen. Dieses Austauschprogramm soll der jungen Generation in beiden Ländern die Bedeutung freundschaftlicher Zusammenarbeit, die auf gemeinsamen politischen und kulturellen Wertvorstellungen beruht, vermitteln. Bundesweit stehen jährlich 350 Stipendien zur Verfügung, davon 250 für Schüler und Schülerinnen sowie 100 für junge Berufstätige. Im Gegenzug kommen jedes Jahr etwa 350 US-amerikanische Jugendliche und junge Erwachsene für ein Jahr nach Deutschland. Und als Letztes: Studieren oder Arbeiten im Ausland. „Work and Travel“ nennt sich das Ganze. Oder gleich einwandern? Die „Green Card Lottery“ macht’s möglich. Wir wollen aber realistisch bleiben...

Aus: The Best Year of my Life Daniel Bartel