Wenn ihr für euch den Entschluss gefasst habt an einem Schüleraustausch teilzunehmen müsst ihr euren Eltern davon berichten und sie davon überzeugen, dass ein Auslandsjahr eine wirklich gute Gelegenheit für euch darstellt. Wie ihr es ihnen am besten erzählt und was ihr dabei beachten sollten könnt ihr hier nachlesen.

Bezieht eure Eltern mit ein

Den Gedanken euch lange nicht zu sehen weil ihr an irgendeinem anderen Ort auf der Welt seid, finden die meisten Eltern nicht allzu prickelnd. Sie machen sich Sorgen, dass euch irgendetwas zustoßen könnte, ihr noch zu jung seid ganz alleine weg zu fliegen und sie dann aus der Entfernung schlecht zu eurer Hilfe eilen können. Das Wichtigste ist es – ähnlich wie später beim Gespräch mit der Austauschorganisation – eure Eltern davon zu überzeugen, dass der Plan einen Schüleraustausch zu machen nicht nur eine spontane, vom Himmel gefallene Idee ist. Lasst eure Eltern merken, dass ihr euch trotz aller Euphorie ernsthaft mit dem Thema Schüleraustausch beschäftigt habt und noch mehr beschäftigen wollt. Lasst sie merken, dass ihr bereit seid auch über alle Schwierigkeiten und Probleme nachzudenken, die in diesem Zusammenhang auftreten könnten.

Fragen kostet nix

Außerdem empfiehlt es sich nicht gleich mit der Tür ins Haus zu fallen. Stellt eure Eltern nicht vor eine quasi vollendete Tatsache indem ihr sie nur über euren Beschluss einen Schüleraustausch zu machen informiert. Denn die Entscheidung, ob euer Vorhaben umgesetzt werden kann, hängt von der Unterstützung eurer Eltern ab. Sie sind schließlich diejenigen, die euren Austausch finanzieren und das letzte Wort haben, wenn es darum geht was ihr tut. Sprecht das Thema vorsichtig an, bezieht eure Eltern von Anfang an ein, wägt das Für und Wieder gemeinsam ab. Erklärt ihnen, warum ihr das Austauschjahr wirklich wollt und zeigt eure Bereitschaft, dafür auch etwas zu investieren. Sei das Zeit, die ihr euch intensiv mit dem Thema auseinandersetzt oder auch ein Teil der Finanzen, den ihr möglicherweise selbst übernehmt.

Vorbereitung

Versucht zu verstehen, welche Sorgen eure Eltern haben. Ihr seid für sie das Wichtigste auf Erden, darum wollen sie euch davor beschützen euch blauäugig in etwas zu verrennen. Als gute Eltern müssen sie sicher gehen, dass ihr euer Vorhaben Schüleraustausch richtig durchdacht habt. Sie wollen nicht, dass ihr unglücklich, einsam und verzweifelt am anderen Ende der Welt landet. Lasst sie sehen, wie gründlich ihr euch auf euer Vorhaben vorbereitet und welch verantwortungsbewusste und selbstständige Menschen ihr dank ihnen bereits seid. Wenn ihr mit euren Eltern ernsthaft über alle Bedenken und Sorgen sprecht, wird es für sie leichter sein, euch einen Austausch zuzutrauen und auch die positiven Aspekte dieses Vorhabens anzuerkennen. Ein erfolgreicher Schüleraustausch macht euch schließlich nicht nur deutlich erwachsener, sondern auch toleranter und weltoffener. Er erweitert euren Horizont und schafft für euer weiteres Leben viele Chancen und Möglichkeiten.