Der Traum vom Schüleraustausch – viele Schüler wünschen sich nichts mehr, als im Laufe ihrer Schulzeit einmal ein Austauschjahr in einem Land zu machen, dass sie besonders interessiert. Doch bevor dieser Traum in Erfüllung gehen kann, sollte man zunächst einmal herausfinden, wie so ein Austauschjahr abläuft, was beachtet werden muss, welche Vorbereitungen es zu treffen gilt und letzten Endes natürlich auch, welche Freuden und Probleme man erwarten kann.

Die beliebtesten Ziele für ein Austauschjahr

Wer ein Austauschjahr machen möchte, dem steht quasi die ganze Welt offen. Von Japan über Australien und Südafrika bis nach Kanada kann man in unzähligen Ländern dieser Welt einen Schüleraustausch machen. Das mit deutlichem Abstand beliebteste Ziel ist und bleibt aber ganz klar die USA. Im Schuljahr 2011/12 waren von insgesamt ca. 20.000 Austauschschülern aus Deutschland knapp die Hälfte in den USA. Andere beliebte Ziele für ein Austauschjahr sind z.B. Kanada, Neuseeland, Großbritannien, Irland, Frankreich, Costa Rica, Argentinien und Spanien. Die liegt vor allem daran, dass die Sprachen Englisch und Spanisch in Zukunft eine enorme Bedeutung haben werden und sich daher immer mehr junge Leute dazu entschließen, gerade diese Sprachen in ihren Ländern zu erlernen. Weltweit reisen Jahr für Jahr tausende Schüler um die Welt, um ihre interkulturellen und sprachlichen Kompetenzen weiter auszubilden. In den USA werden pro Schuljahr insgesamt immer ca. 30.000 Austauschschüler aufgenommen, wovon der Größte Teil Deutsche und Chinesen sind.

Warum sollte man ein Austauschjahr machen?

Junge Leute gehen aus den verschiedensten Gründen für ein Austauschjahr ins Ausland. Hauptgründe sind dabei aber meist das Erlernen der Fremdsprache und das Kennenlernen einer völlig neuen Kultur und anderen Lebensweisen. Dadurch bekommt man eine enorme Weitsicht, die für das spätere Berufsleben große Vorteile bietet. Nicht nur im Lebenslauf macht sich so ein Schüleraustausch gut, auch wird dadurch die Persönlichkeit gestärkt, man lernt allein mit Schwierigkeiten umzugehen und wird erwachsener und selbstständiger. Weiterhin ermöglicht so ein Austauschjahr jedem den Traum, die Vision eines anderen Lebensstils zu verwirklichen. Für ein Jahr kann man in eine andere Welt eintauchen und sehen, ob sich die Erwartungen, die man an das Gastland hat, wirklich bestätigen und ob man sich dort wohl fühlt, um eventuell auch später dorthin zurückzukehren. Währen eines Schüleraustauschs findet man außerdem unzählige neue Freunde, die meist auf der ganzen Welt verteilt sind, man kann so internationale Verknüpfungen aufbauen und hat immer wieder einen Grund, um die Welt zu reisen um einen Freund zu besuchen. Darüber hinaus besucht man im Gastland die Schule und kann so lernen, welche teilweise enormen Unterschiede sich zwischen den verschiedenen Schulsystemen auftun. Man kann so abwiegen und Vor- und Nachteile erkennen und das ist sehr hilfreich, insbesondere wenn man nach dem Austauschjahr das Abitur oder die Matura machen will.

Aller Anfang ist schwer – was sind die ersten Schritte in der Planung für das Austauschjahr?

So ein Austauschjahr ist ein sehr zeitaufwendiges und oft auch sehr kostenintensives Unterfangen, das sorgfältig geplant werden will, damit man den Aufenthalt im Gastland am Ende auch so richtig genießen kann. Oft entwickelt sich die Idee bzw. der Wunsch über einen längeren Zeitraum und man weiß dann gar nicht, wie man überhaupt mit der Planung anfangen soll. Als aller erstes ist es daher wichtig sich darüber klar zu werden, was man eigentlich will. Es stellen sich Fragen wie: Will ich in eine Privatschule oder eine öffentliche Schule? Will ich bei einer Gastfamilie oder im Internat wohnen? In welches Land möchte ich am liebsten, warum? Wie viel Geld steht mir zur Verfügung, kann ich das Austauschjahr aus eigener Kraft finanzieren oder bin ich auf Stipendien angewiesen? Wie lange möchte ich ins Ausland gehen, ein halbes Jahr oder doch lieber das ganze Schuljahr? Am besten eignet es sich hier, eine Liste anzulegen mit allen Wünschen die man hat. Dann macht man sich auf die Suche nach einer Organisation. Ist diese gefunden, so durchläuft man den gesamten Bewerbungsprozess und wenn das alles geschafft ist, heißt es warten auf eine Gastfamilie und dann auf den Abflug. Je nach Gastland gibt es mehr oder weniger viele Formalitäten zu klären, wie z.B. Visa, Gesundheitszeugnisse und Impfungen, Reisepässe, Versicherungen, etc. Dabei bekommt man aber in der Regel Unterstützung von der Organisation, damit man nicht ein wichtiges Detail ausversehen vergisst.

Die Wahl der richtigen Organisation für das Austauschjahr

Wenn man sich eine Liste angelegt hat mit all seinen Wünschen und Bedürfnissen und in etwa weiß, wie man sein Austauschjahr verbringen will, muss man sich auf die Suche nach einer Organisation machen. Das ist leichter gesagt als getan, denn das Angebot ist riesig und es ist ziemlich schwer, sich für eine zu entscheiden. Wichtig ist dabei, dass man eine findet, die möglichst viele der selbst gestellten Wünsche und Anforderungen erfüllt und wo auch das Preis-Leistungs-Verhältnis passt. Am besten geht das über den unabhängigen Vergleichsrechner auf schueleraustausch.net, da kann man direkt alles eingeben, was man möchte und bekommt dann die Organisationen angezeigt, die zu einem passen. Man kann dann direkt Kataloge anfordern und sich weiter über diese Austauschorganisationen informieren. Eine gute Möglichkeit ist auch immer, die Infoveranstaltungen der Organisationen zu besuchen, dort kann man mit Mitarbeitern und ehem. Austauschschülern sprechen und so sehen, ob man dieser Organisation sein Austauschjahr-Traum anvertrauen kann. Besonders hilfreich ist es auch, dass Schüler, die ihr Austauschjahr bereits hinter sich gebracht haben, auf schueleraustausch.net die Organisation bewerten können, mit der sie im Schüleraustausch waren. Diese Bewertungen geben einem noch viele hilfreiche Tipps und helfen ungemein bei der Entscheidungsfindung. Hat man sich dann für eine Organisation entschieden, kann man sich direkt auf unserer Website kurz bewerben und damit den Bewerbungsprozess in Gang setzen.

Die Bewerbung für das Austauschjahr

Hat man sich für eine Organisation entschieden, beginnt der Bewerbungsprozess mit der Kurzbewerbung. Wichtig ist, dass man dafür genügend Zeit einplant und sich möglichst zeitig bewirbt, um auch sicherzugehen, noch einen Platz zu bekommen. Man sollte etwa ein Jahr vor dem eigentlichen Beginn des Austauschjahres mit der Bewerbung anfangen. Nachdem man nun die Kurzbewerbung abgeschickt hat, kommt die Organisation innerhalb weniger Tage auf dich zurück. Du musst dann eine ausführliche, sehr zeitintensive Bewerbung ausfüllen, die sehr viele über deine Persönlichkeit und dein Leben abfragt. Ziel dieser Bewerbung ist es, dich möglichst gut kennenzulernen und einschätzen zu können, damit für dich die perfekte Gastfamilie für dein Austauschjahr gefunden werden kann. Daher ist es besonders wichtig, hier offen und ehrlich zu sein, sonst geht man das Risiko ein bei einer Familie zu landen, in die man eigentlich gar nicht so gut hineinpasst. Wenn die Bewerbung fertig ist und alles geklappt hat, das Bewerbungsgespräch vorbei ist und von Seiten der Organisation dem Austauschjahr nichts mehr im Wege steht gibt es noch eine ganze Menge Bürokratie zu erledigen. Je nach Gastland muss man ein Visum bzw. einen Reisepass beantragen, was sehr viel Zeit in Anspruch nehmen kann. Außerdem muss man Auslandskranken- und Unfallversicherung abschließen, man muss einen Befreiungsantrag bei der Schule in Deutschland stellen, sich ggf. für Stipendien bewerben, Auslands-Bafög beantragen und noch vieles mehr. Das klingt nach sehr vielen Sachen, aber die Organisation begleitet einen dabei Schritt für Schritt, sodass am Ende nichts mehr fehlt, um das Austauschjahr zu starten.