Versicherung während des Schüleraustausches – das ist sicher ein sehr lästiges Thema vor dem Abflug. Trotzdem sollte man den Abschluss von bestimmten Versicherungen nicht unterschätzen, denn oft ersparen dir diese während des Schüleraustausches viele Nerven. Wir zeigen dir, welche Versicherungen wichtig sind und deshalb abgeschlossen werden sollten.

Schüleraustausch – Versicherungen: lästig, aber wichtig

Ein leidiges Thema bei der Vorbereitung für einen Schüleraustausch sind die Versicherungen. Doch ohne sie kann das Austauschjahr schnell in einem Debakel enden. Als wichtigste Versicherung überhaupt ist die Reisekrankenversicherung anzuführen. Sehr schnell kann es passieren, dass man im Ausland während des Schüleraustausches einmal zum Arzt muss. Hier reicht schon ein Splitter im Finger, eine Erkältung oder eine reine Kontrolluntersuchung bei einem Facharzt, um ärztliche Dienste in Anspruch nehmen zu müssen. Viele denken, dass innerhalb Europas diese Behandlungen meist schon im Leistungsumfang der gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung enthalten sind. Bei manchen reiche der Versicherungsschutz sogar noch über das Mittelmeer in die Länder Nordafrikas hinaus, hört man oft. Leider ist dies in den seltensten Fällen korrekt. Denn: In den Verträgen der Versicherungen sind Aufenthalte über einem Monat am Stück - was bei fast jedem Schüleraustausch der Fall ist - oft wirksam ausgeschlossen. Um sich diesbezüglich sicher zu sein, sollte man sich telefonisch am besten die Informationen direkt bei der eigenen Krankenversicherung einholen.

Reisekrankenversicherung und Reiseunfallversicherung – was bringt mir das?

Fällt die Dauer oder das Ziel nicht mehr unter die Leistungen, muss eine zusätzliche Reisekrankenversicherung abgeschlossen werden, selbiges gilt auch für die Reiseunfallversicherung. Diese ermöglicht dann auch einen Transport zurück ins Heimatland, wo man weiter behandelt werden kann. Das ist besonders bei einem Schüleraustausch in Dritte-Welt-Länder mit mangelnder medizinischer Versorgung unverzichtbar. Auch eine Reise Assistance, eine Reiserücktrittsversicherung, sollte abgeschlossen werden. Natürlich hoffen wir alle, gesund zu bleiben und gesund in den Schüleraustausch starten zu können, doch sollte dem nicht so sein, greift die Reise Assistance und man bekommt die bereits bezahlten Kosten zumindest anteilig wieder zurück.

Reisehaftpflichtversicherung und Reisegepäckversicherung – gegen Schaden und Verlust versichert

Zwei weitere, unverzichtbare Versicherungen für den Schüleraustausch sind die Reisehaftpflichtversicherung und die Reisegepäckversicherung. Erstere deckt wie in Deutschland auch die Kosten bei selbstverursachtem Schaden, beispielsweise durch einen Wasserschaden im Haus der Gastfamilie, wenn man die Badewanne zum Überlaufen gebracht hat oder sonstige Unannehmlichkeiten. Die Reisegepäckversicherung versichert, wie der Name schon sagt, das Reisegepäck. Besonders im Falle eines langen Schüleraustauschs, bei dem viel Gepäck mit auf die Reise geht, ist diese Versicherung mehr als lohnenswert. Verschollene Koffer werden bis zu einem bestimmten Gesamtwert (bei den Versicherungen direkt informieren!) bezahlt und Gepäck, das versehentlich falsch verschickt wurde, wird bei Wiederf und kostenlos zum Aufenthaltsort gebracht. Wichtige Unterlagen, Medikamente oder elektronische Daten auf Computer und Kamera, die im Koffer transportiert wurden, können selbstverständlich nicht finanziell ausgeglichen, geschweige denn erstattet werden. Diese Dinge sollten also am besten immer im Handgepäck mitgenommen werden!