Einen Schüleraustausch macht man, um die Sprache des Gastlandes perfekt zu lernen. Nicht selten werden aber schon zur Bewerbung Sprachkenntnisse von der Organisation verlangt. Warum ist das so? Wie gut muss man mindestens sein und was passiert, wenn man die Sprache gar nicht spricht?

Warum werden für einen Schüleraustausch schon vorab Sprachkenntnisse verlangt?

Oft muss man seine Bewerbung für einen Schüleraustausch in der Sprache des Gastlandes formulieren und auch beim Bewerbungsgespräch wird getestet, wie gut du die Sprache schon sprechen kannst. Die Gründe dafür sind einfach: Einerseits wird deine Bewerbung dann so wie sie ist an die potentiellen Gastfamilien weitergereicht, damit diese sich darauf einstellen können, wie gut du sie schon verstehen wirst und außerdem muss die Austauschorganisation das Übersetzen dann nicht übernehmen. Der andere wichtige Grund, warum man schon vor dem Schüleraustausch die Sprache ein bisschen beherrschen sollte, ist damit man in den ersten Wochen den Einstieg nicht so schwer hat, denn wenn man erst einmal gar nichts versteht und noch dazu in einer völlig fremden Umgebung ist, ist das für viele eine enorm schwierige Situation.

Wie gut muss ich die Sprache sprechen und was ist, wenn ich sie noch gar nicht spreche?

Vor allem wer einen Schüleraustausch in ein Land machen möchte, wo Englisch gesprochen wird, sollte Grundkenntnisse mitbringen. Die Schulkenntnisse reichen in der Regel völlig dafür aus. Im Großen und Ganzen sollte man in jeder Sprache einfache Sätze sagen können und ein bisschen ausdrücken können, wenn man etwas braucht. Es gibt auch Organisationen, die keine Sprachkenntnisse vor dem Schüleraustausch verlangen. Die ist vor allem er Fall, wenn man in Gastländer wie Japan oder Finnland reisen möchte, da man diese Sprachen meist vorher kaum kennen kann.

Wie kann ich meine Sprache auf den Schüleraustausch vorbereiten?

Wer auf der sicheren Seite sein möchte, sollte vorher schon so viel wie möglich tun, um seine Sprache zu verbessern. So hilft es zum Beispiel, wenn man einfach Bücher liest oder Filme und Serien in der Sprache des Gastlandes schaut. Wem das nicht reicht, kann auch Sprachkurse, z.B. an der Volkshochschule belegen. Einige Austauschorganisationen bieten nach der Anmeldung einen kostenlosen Online-Sprachkurs an, der auch sehr hilfreich ist. Eine andere tolle Möglichkeit ist eine Brieffreundschaft, die man sich heute ganz bequem über das Internet suchen kann. Wer also nicht schon vor dem Schüleraustausch die Sprache des Gastlandes spricht, kann trotzdem ein Austauschjahr machen, sollte sich aber auf einen schwierigeren Einstieg vorbereiten.