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Zur Kurzbewerbung

bewertete am 01.02.20 den "Schüleraustausch Kanada" mit Do it! Sprachreisen

Familie
Schule
Vorbereitung
Betreuung
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Nach der Kurzbewerbung habe ich ziemlich schnell Terminvorschläge für ein Vorstellungsgespräch bekommen. Das Vorstellungsgespräch bei Do it! fand ich sehr angenehm, da ich nichts auf französisch/englisch sagen musste und das Gefühl hatte, dass die Mitarbeiterin von Do it! sich sehr für mich und meine Interessen interessierte, um mit mir gemeinsam das beste Land/die beste Provinz auszusuchen. Das Gespräch, das in Frankfurt stattfand dauerte ungefähr 1,5h und danach war mir klar, dass ich von Do it! gerne während meines Auslandsabenteuers begleitet werden wollte. Davor hatte ich noch ein anderes Vorstellungsgespräch via Skype bei einer anderen Austauschorganisation, welches mir nicht so gut gefallen hatte.

Nach dem Gespräch bekam ich einen Vertrag mit dem passendem Angebot für meine Interessen zugeschickt. Ich habe mich für das dreimonatige Kanada/New Brunswick french Programm entschieden. Als ich doch unsicher wurde, ob meine Französischkenntnisse für die Verständigung ausreichen, hat mir Do it! geraten nicht sofort alles wieder zu ändern sondern mir einen Kontakt einer Schülerin weitergeleitet, die gerade in New Brunswick war und dort an einer französischen Schule unterrichtet wurde. Nach einem Austausch über Whatsapp mit ihr, habe ich mich dann letztendlich dazu entschieden, auch das french Programm zu machen. Ich habe die Entscheidung nicht bereut!

Der Orientation-Tag in Frankfurt hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Man hat andere Schüler kennengelernt, die auch nach Kanada gehen wollten und ebenfalls mit zur Orientation nach Toronto mitkommen wollten. Die Präsentation im Anschluss mit den Eltern zusammen fand ich persönlich ziemlich lang und anstrengend, da auch alle anderen Länder, z.B. Australien nochmal erläutert wurden, was mich persönlich ja gar nicht interessiert hat.

Vor der Orientation in Toronto haben wir das Programm und eine Liste mit Schülern und deren Kontaktdaten erhalten, die mitfahren. Ich habe gesehen, dass ich mit einer anderen Schülerin die einzige von ca. 70 Leuten war, die noch das french Programm gewählt hatte. Diese Schülerin habe ich kontaktiert. In Toronto hatten wir sogar das Glück zusammen auf einem Zimmer zu sein! Wir haben uns super verstanden und ich war froh, schon vorher jemanden zu kennen! Während der Orientation haben wir viel erlebt und ich war traurig, als es schon vorbei war. Die zwei Tage in Toronto gingen viel zu schnell herum!

Anschließend bin ich alleine weiter nach Fredericton geflogen, wo mich meine lokale Betreuerin abgeholt hat, da meine Gastfamilie arbeiten musste. Auf der dreistündigen Fahrt hatten wir Zeit ein wenig zu plaudern und uns kennenzulernen. Außerdem hat sie mit mir eine SIM-Karte für mein Handy besorgt. Erst war ich ein wenig erschrocken, da ich das kanadische Französisch nicht so gut verstehen konnte und eher an den französischen Akzent gewöhnt war... Als ich abends in meiner Gastfamilie ankam, haben wir auch noch etwas geredet und sie haben mir das Haus gezeigt. Ich wohnte in einer kleinen Stadt (Saint-Quentin), die rein französischsprachig war. Meine Gastfamilie bestand aus einem jungen Ehepaar und deren Hund und Katze. Für sie war ich schon die dritte Gastschülerin. Erst hatte ich noch ein wenig Sommerferien, als ich dann an meinem ersten Schultag zusammen mit meiner Gastmutter, die Mathelehrerin war, zur Schule gefahren bin. Der erste Tag war noch etwas unorganisiert, aber ich wurde nett aufgenommen und eine Schülerin, die später meine Freundin wurde, hat mir die Schule gezeigt. Vorerst war ich die einzige internationale Schülerin bis ca. drei Wochen später noch eine Mexikanerin dazu kam, die aber viel jünger war als ich. In der Schule hatten wir jetzt nicht so viel miteinander zu tun, aber bei den monatlichen Aktivitäten der kanadischen Organisation hatten wir immer viel Spaß zusammen! Einmal haben wir sogar einenTrip nach Ottawa und Montréal gemacht, was auf jeden Fall ein Highlight war, da ich auch meine Freundin von der Orientation in Toronto wiedersehen konnte. Wir sind gute Freundinnen geworden und ich hoffe, sie mal besuchen zu können. Wir halten auf jeden Fall den Kontakt!

Insgesamt kann ich sagen, dass drei Monate auf jeden Fall zu kurz sind! Es dauert bis man sich eingelebt hat, gute Freunde gefunden hat und die Sprache beherrscht. Ich war kurz davor zu verlängern, wofür mir Do It! innerhalb von nur einem Tag ein Angebot geschickt hatte, was ich dann aber letzten Endes doch ablehnte. In diesen drei Monaten habe ich viele neue Freundschaften geschlossen, Erfahrungen für das Leben gemacht, mein Französisch verbessert...
(Ich mag das kanadische Französisch jetzt übrigens lieber und habe sogar einen kleinen kanadischen Akzent ;) ) Außerdem habe ich eine zweite Familie gewonnen und hoffe, sie irgendwann wiederzusehen! Vielleicht sogar in Deutschland? Ich rate allen, mindestens 5 Monate zu bleiben! Do it! kann ich auch auf jeden Fall weiterempfehlen!!
Eure Lina