#242 Freunde fürs Leben? 💌 Freundschaften im Auslandsjahr und danach
In dieser Podcast Folge sprechen Emilia und Josi darüber, wie sie im Ausland Freundschaften geschlossen haben, welche Herausforderungen es dabei gab und was diese Verbindungen so besonders macht. Außerdem werfen sie einen ehrlichen Blick darauf, wie sich ihre Freundschaften in Deutschland während und nach dem Auslandsjahr verändert haben.
In dieser Folge dreht sich alles um das große Thema Freunde – eines der emotionalsten Themen vor, während und nach einem Auslandsjahr. Emilia und Josi teilen ganz ehrlich ihre eigenen Erfahrungen: Wie haben ihre Freunde zu Hause reagiert, als sie vom Auslandsjahr erzählt haben? Wie schwer war es wirklich, im neuen Land Anschluss zu finden? Und was passiert eigentlich mit den alten Freundschaften, wenn man nach 10 Monaten zurückkommt?
Beide erzählen, dass das Thema Freunde vor der Abreise viel größer war, als es sich im Nachhinein angefühlt hat. Viele Bekannte fragten besorgt: „Bist du nicht total traurig, deine Freunde so lange nicht zu sehen?“ Doch im Endeffekt war das für beide kein riesiges Drama.
Die Reaktionen zu Hause waren überwiegend positiv – manche fanden es schade, die meisten haben sie aber unterstützt und mitgefiebert. Josi hatte ihren Traum vom Auslandsjahr schon seit der Grundschule, sodass ihre Freunde quasi schon lange darauf vorbereitet waren.
Der spannendste Teil: Wie findet man im Ausland neue Freunde?
Josi hatte großes Glück: Noch bevor die Schule im Schüleraustausch in den USA losging, hat ihre Gastmutter den Kontakt zu ein paar Mädchen hergestellt. Die haben sie mitgenommen, ihr die Schule gezeigt und sie direkt zu einem Treffen mit weiteren Freundinnen eingeladen.
Josi war so aufgeregt, dass sie vor Freude in ihrem Zimmer gesprungen ist! Aus dieser Gruppe sind bis heute enge Freundschaften entstanden. Sie gibt den Tipp: Das Eis brechen, auch mal einen Joke bringen (z. B. über deutsche Trinkregeln) und dumme Fragen mit Humor nehmen – die meisten meinen es eh nicht böse.
Emilia war an einer Charter School mit starkem Musical-/Theater-Fokus, wo der Vibe nicht immer zu ihr gepasst hat. Trotzdem hat sie aktiv Chancen genutzt: Sie hat im Unterricht Gespräche angefangen, Komplimente gemacht (z. B. zu einem Gedicht) und immer „Ja“ gesagt, wenn jemand gefragt hat, ob sie mit zum Football-Game kommt.
So hat sie nicht nur amerikanische Freundinnen gefunden, sondern auch enge Kontakte zu anderen Austauschschülern geknüpft – darunter Spanierinnen, Französinnen und Italienerinnen, die sie heute noch regelmäßig in Europa besucht.
Die beiden diskutieren auch über Freundschaften mit anderen Austauschschülern. Emilia wollte anfangs eigentlich keine „Austauschschüler-Gang“, hat dann aber gemerkt, wie wertvoll dieser Mix sein kann.
Man lernt zusätzliche Kulturen kennen und hat danach überall in Europa coole Leute zum Besuchen. Gleichzeitig warnen sie davor, sich zu sehr in einer nationalen Bubble zu verkriechen (z. B. nur mit Spaniern oder nur mit Deutschen abhängen) – denn dann verpasst man genau das, wofür man ins Ausland gegangen ist: Englisch sprechen und echte lokale Freundschaften schließen.
Ein weiterer großer Punkt ist die Rückkehr: Bei beiden hat sich die alte Freundesgruppe zu Hause verändert oder aufgelöst – bei Josi hat sich die große Clique von ca. 15 Leuten einfach auseinandergelebt, bei Emilia kam zusätzlich der Wechsel ins Kurssystem der Oberstufe dazu.
Doch beide sagen rückblickend: Es ist nicht schlimm. Man verändert sich selbst, die anderen auch, und neue Menschen passen oft besser zum neuen Mindset. Beide haben nach dem Auslandsjahr eine ganz neue, passendere Freundesgruppe gefunden.
Der Tipp der beiden: Mach dir keine zu großen Sorgen – Freundschaften kommen und gehen, und meistens fügt sich alles so, wie es soll.
Zum Schluss geben Josi und Emilia klare, praktische Tipps:
- Sag einfach Ja, wenn dich jemand einlädt (auch wenn du mal keinen Bock hast).
- Trau dich, das Eis zu brechen – mit einem Joke, einer Frage oder einem kleinen Kompliment.
- Nutze jede Chance, auch wenn es Überwindung kostet (besonders auf Englisch).
- Und vor allem: Gib dir selbst den Ruck – im Auslandsjahr kommt keiner und zieht dich mit.
Ja, Freunde sind ein großes Thema – aber mit etwas Offenheit und Mut wird es fast immer richtig gut. Egal ob du Angst hast, niemanden zu finden, oder dich fragst, ob deine alten Freunde danach noch da sind – Josi und Emilia machen Mut und zeigen, dass am Ende meistens alles passt.
Themenübersicht:
00:00:00-00:00:54: Intro
00:00:54-00:02:02: Sorgen
00:02:02-00:03:47: Reaktionen
00:03:47-00:08:09: Freunde finden
00:08:09-00:11:53: Tipps
00:11:53-00:18:40: ATS Freunde
00:18:40-00:25:20: Deutsche Freunde nach dem ALJ
00:25:20-00:25:51: Fazit
00:25:51-00:26:54: Outro
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