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bewertete am 11.11.13 den "Schüleraustausch Japan" mit AFS Interkulturelle Begegnungen e.V.

Familie
Schule
Vorbereitung
Betreuung
Ansprechpartner

Zusammenfassend bin ich sehr froh, diese Entscheidung ein Auslandsjahr in Japan zu verbringen getroffen habe und bin auch sehr zufrieden mit dem Service von AFS. Ich habe viele gute Freunde gefunden und arbeite immer noch freiwillig und leidenschaftlich in meinem Komitee mit. Ich möchte gerne einen Teil von dem, was ich erlebt habe, an neue Austauschschüler weitergeben.

Vorbereitung:
Ich fand die Vorbereitungsseminare sehr spannend und habe vieles gelernt, was ich noch nicht wusste. Sowohl auf meiner Grundvorbereitung, wo es mehr um generelle Themen ging, als auch auf meiner länderspezifischen Vorbereitung. Auf beiden Wochenenden habe ich die Gemeinschaft sehr genossen, wir waren sehr harmonische Gruppen und ich habe bereits dort gute Freunde gefunden. Ein Highlight war das japanisch/thailändische Essen auf der Länder-VB, da wir in einem Selbstversorgerhaus waren und so für uns kochen konnten (das geht leider nicht bei jeder länderspezifischen VB...).

Betreuung:
Ich hatte mehr Kontakt mit meiner Komiteevorsitzenden als mit meiner eigentlichen Betreuungsperson. Meine Betruungsperson hat zwar immer wieder den Kontakt zu mir gesucht und wir haben uns auch regelmäßig getroffen, tatsächlich fand jedoch die Betreuung durch meine Komiteevorsitzende statt.

Ansprechpartner:
Durch das gute Verhältnis zu meiner Komiteevorsitzenden hatte ich also trotzdem immer einen Ansprechpartner und konnte bei Problemen (die ich eigentlich nie hatte ;) ) trotzdem mit jemandem reden. (Also obwohl die Verbindung zu meiner Kontaktperson nicht so gut war).
In meinem Komitee gab es außerdem ein paar Freiwillige in meinem Alter, mit denen ich viel Kontakt hatte und die mich sehr untersützt haben während des Jahres und mir sehr geholfen haben. Der Kontakt zu anderen Austauschschülern war per Handy-email (wird in Japan wie sms genutzt) auch gegeben.

Familie:
Meine Gastfamilie (Mutter, Vater, ältere Schwester) waren drei (bzw. vier, mein Gastbruder war bereits ausgezogen) unheimlich liebenswerte Menschen! Vor Allem meine Gastmutter hat sich sehr gekümmert und immer geschaut, dass alles in Ordnung ist. Da ich das aus Deutschland gar nicht gewohnt bin, war es eine große Umstellung für mich und ich habe es erst jetzt im Nachhinein wirklich zu schätzen gelernt. Vielleicht habe ich meiner Gastmutter manchmal Unrecht getan, wenn sie mich sehr stark bemuttert hat. Im Nachhinein bin ich einfach nur froh, dass ich bei so aufrichtig lieben Menschen ein Jahr leben durfte!

Schule:
Meine Schule war eine der besten Schulen in der Umgebung, daher war das akademische Level sehr hoch und die Schüler meist sehr beschäftigt mit Schulaufgaben und lernen. Leider ist dadurch nicht viel Zeit geblieben, in der Freizeit etwas zu unternehmen.
Allerdings bin ich dann einem Sportclub beigetreten und wir hatten sechs mal die Woche Training. Das Training war meist sehr locker und entspannt und ich habe es sehr genossen. Ich hatte meine Freunde um mich herum und konnte aber trotzdem auch mal abschalten, wenn ich wollte. Wir haben uns auch ohne Worte verstanden; vor und nach dem Training immer gerne gequatscht.
Außerdem hatte meine Schule ein ganz besonderes Angebot; in meinen Freistunden (weil ich einige Fächer abwählen durfte) haben mir Mütter von Schülern der Schule Dinge der japanischen Kultur beigebracht, wie z.B. Teezeremonie, wie man einen Kimono anzieht, Origami, japanisch kochen, Blumenstecken, Kalligrafie oder Koto (jap. Zither). Das meiste davon hatte ich einmal die Woche, aber so habe ich mich immer sehr auf die Schule und den Unterricht gefreut und konnte - obwohl ich mich beim Schulcub auf eine Sache beschränken musste - trotzdem noch viele andere Dinge der japanischen Kultur lernen. Ich bin sehr dankbar dafür, dass meine Schule das angeboten hat und die Mütter so leidenschaftlich dabei waren!