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bewertete am 11.11.13 den "Schüleraustausch Norwegen" mit AFS Interkulturelle Begegnungen e.V.

Familie
Schule
Vorbereitung
Betreuung
Ansprechpartner

AFS war und ist für mich die beste Organisation. Viele denken, dass teure Organisationen die besseren sind, aber ich denke, dass das ein komplett falscher Ansatz ist. AFS ist übrigens in vielen Ländern, dadurch dass es eine so lange Tradition hat und eine dermaßen große Organisation ist, einen sehr hohen Prestigewert. Das sollte bei der Wahl der Organisation aber total egal sein. Bei AFS wird man super vorbereitet, man lernt durch die größe der Organisation viele Leute aus der ganzen Welt kennen und man kann ein tolles Austauschjahr haben, weil man immer ein tolles Team aus Ansprechpartnern im Rücken hat!

Vorbereitung:
Die Vorbereitung war super! Wir hatten zwei Vorbereitungswochenenden, die auf generelle Aspekte des Auslandsjahres eingegangen sind und ein Vorbereitungswochenende in dem es speziell um Norwegen ging. Die Vorbereitungswochenenden wurden von ehrenamtlichen, meist recht jungen Betreuern geleitet. Dies mag für manche (insbesondere Eltern) erst ein wenig "unproffessionell" gewirkt haben, letztendlich war es jedoch perfekt, da diese jungen Ehrenamtlichen erst gerade die Erfahrungen eines Auslandsjahres gemacht haben und dadurch am allerbesten wissen, wie es abläuft und was für Probleme auftreten können. Bei den Vorbereitungswochenenden wurde meist durch Spiele oder Gespräche auf Situationen vorbereitet, die auftreten können, wie Heimweh, Streit mit der Gastfamilie, Einsamkeit, oder auch Verliebtheit. Es ist wahnsinn, was man aus diesen Spielen hat mitnehmen können. Außerdem waren die "VBs" (vorbereitungswochenenden) immer sehr spaßig und nett, da man nicht ausschließlich ernste Sachen gemacht hat! Insgesamt kann ich sagen, dass die Vorbereitung nicht hätte besser sein können! Eine Nachbereitung gab es auch!

Betreuung:
Die Betreuung durch AFS war super. In meinem Gastland Norwegen, wie auch hier in Deutschland. Hier kommt AFS auch zugute, dass sie eine der größten (oder die größte?) Austauschorganisationen der Welt ist, wodurch alles sehr vernetzt ist. Wenn man also in einem Land oder einer Region ist, in der die Betreuung vor Ort nicht glatt läuft, dann sagt man AFS Deutschland Bescheid und dann wird da Druck gemacht und nach einer Lösung gesucht. In den seltenen Fällen in denen ich mich während meines Jahres in Norwegen an AFS Deutschland wenden musste (wegen einer Reise und meinem Rückflug) habe ich sofort eine hilfreiche Antwort bekommen. Auch bei der Betreuung kann ich nur 5 Sterne geben. Dabei machen das alle, bis auf die Festangestellten im Büro in Hamburg ehrenamtlich. Was bedeutet, dass die Ehrenamtlichen sich wirklich bei AFS engagieren WOLLEN, nicht weil sie dafür bezahlt werden.

Ansprechpartner:
Ja, ich hatte mehrere Ansprechpartner. In Norwegen sowie in Deutschland hatte ich ein festes Komitee, das immer geholfen hat. Und neben meiner Gastfamilie hatte noch jeder AFSer eine sogenannte Kontaktfamilie in der gleichen Stadt, zu der ich auch einen guten Draht hatte. Diese Kontaktfamilien gibt es allerdings nicht in jedem Gastland. Aber auch die Mitarbeiter im AFS-Deutschlandbüro in Hamburg waren immer gute Ansprechpartner!

Familie:
Meine Gastfamilie war der absolute hammer. Ich habe auf einer Schaffarm gewohnt, was einen totalen Kontrast zu meinem Stadtleben hier in Deutschland dargestellt hat. Meine Gasteltern, sowie meine drei Gastgeschwister waren super toll. Ich habe immer noch, 5 Jahre nach meinem Auslandsjahr guten Kontakt zu ihnen. Was übrigens für mich bei meiner Wahl der Austauschorganisation extrem wichtig war (da meine Schwester schlechte Erfahrungen gemacht hat), war die Tatsache, dass bei AFS die Gastfamilien kein Geld dafür bekommen einen Gastschüler aufzunehmen. Anders als bei anderen Organisationen, bei denen viele Familien nur jemanden aufnehmen, weil sie Geld dafür kriegen, haben die Gastfamilien bei AFS ernsthaft Interesse an den Schülern aus anderen Ländern. Das ist ein ganz wichtiger Aspekt!

Schule:
Die Schule in Norwegen war ok. Es war ein wenig schwierig mit den Mitschülern in Kontakt zu kommen, was allerdings auch ein wenig an der norwegischen Art liegt. Sie sind erst recht abweisend, aber wenn sie einen dann mögen, dann auch richtig :)
Ansonsten lief mein Schulleben dort glatt, ich konnte alle Kurse belegen, die ich brauchte, damit das Auslandsjahr in meiner deutschen Schule anerkannt wurde und ich keine Klasse wiederholen musste.