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bewertete am 28.11.19 den "Schüleraustausch USA" mit AFS Interkulturelle Begegnungen

Familie
Schule
Vorbereitung
Betreuung
Ansprechpartner

Meine Vorbereitung war sehr ausführlich. Schon allein durch die Treffen in der Vorbereitung hat sich mein Charakter verbessert und ich hab viele neue Freunde gewonnen. Außerdem kam es mir zu keinem Zeitpunkt so vor, als ob sie etwas sehr wichtiges vergessen hätten.

Mit etwas Geduld hat man immer einen Ansprechpartner bei Fragen und die Schritte zum Auslandsjahr sind an sich übersichtlich gestaltet. In den USA hatte ich einen persönlichen Betreuer, der mich alle zwei Wochen auf einen Ausflug mitgenommen hat, mal in die Innenstadt, mal in ein gutes Restaurant. Er hat somit mein Auslandsjahr sehr bereichert. Dazu kommt, dass er immer erreichbar war, wenn ich Probleme hatte und mir geholfen hat, wenn ich es am meisten gebraucht habe. Natürlich gab es auch hin und wieder schwarze Schafe, aber der Großteil war immer sehr respektvoll, freundlich und homorvoll. Da die Mitarbeiter alle Freiwillige sind kommt ihre Arbeit wirklich vom Herzen.

Ich hatte das große Glück an einer Privatschule unterrichtet zu werden, an welcher schon viele Austauschschüler vor mir waren. Das ganze Jahr über wurde ich stets respektiert und ich konnte mich nach schon wenigen Tagen gut integrieren und Freunde fürs Leben finden. Da die Schule etwas kleiner war, war das Sortiment an Aktivitäten etwas geringer. Dennoch hab ich in den Sportarten, an denen ich teilnahm sehr viel Gefallen gefunden. Da ich mir meine Fächer wählen durfte und die größtenteils noch jungen Lehrer sehr qualifiziert waren, hab ich es genossen in die Schule zu gehen, etwas was ich von meiner deutschen Schule doch sehr selten behaupten kann. Durch stetige Fortbildungen und die daraus resultierenden Methoden war der Unterricht spannend und sehr lehrreich. Natürlich gsb es auch schwere Zeiten, aber zu keinem Zeitpunkt, war ich so gestresst und genervt wie z.B. an meiner deutschen Schule in der Vorweihnachtszeits. Der Stand der technischen Arbeitsmittel ist dort zudem um Meilen voraus. Als Fazit könnte ich sagen, ich würde jeder Zeit zurückgehen und ziehe meine Schule dort in fast allen Aspekten meiner jetzigen Schule vor.

Ich hatte schon Glück mit meiner Schule, aber meine Gastfamilie übertrifft das ganze nochmal. Ich war der 10. Austauschschüler und wurde Teil einer großen internationalen Familie. Meine Gasteltern, insbesondere meine Gastmutter haben sich in so ziemlich allen Belangen um mich gekümmert, sei es wenn ich irgendwo hingefahren werden musste oder organisatorische Probleme anstanden. Sie waren der Hauptgrund warum meine Erfahrung so großartig waren und ich seitdem ich zu Hause bin nur noch davon schwärme. Neben Football games haben sie mich zu Konzerten und Theateraufführungen mitgenommen. Sie waren bei fast allen meinenr Spiele in sowohl Football, Fußball und Baseball und waren stets besorgt darum, dass ich mich nicht langweile. Innerhalb des Jahres habe ich mit ihnen New York, Florida und weite Teile meiner zweiten Heimat Ohio gesehen. Ich hab sicherlich Stunden in Gesprächen mit ihnen über alle möglichen Themen verbracht und bin durch ihre Warmherzigkeit zu einem besseren Menschen geworden. Ohne sie wäre die Erfahrung um einiges weniger vielfältig gewesen. Dennoch habe ich ein Dutzend anderer Austauschschüler im Rahmen von AFS getroffen, welche ganz alleine hervorragende Erfahrungen gemacht haben und gleichzeitig unglaublich selbstständig geworden sind.
AFS ist zum einem eine Organisation die Leute ins Ausland schickt und Gastschüler hier in Deutschland aufnimmt, aber für mich ist sie viel mehr noch eine Sammlung vieler junger und erfahrener Menschen, welche alle zusammen das Ziel verfolgen die Erde zu einem friedlicheren und schöneren Ort zu machen. Die Organisation ist bis auf ein paar wenige Festangestellte, welche die Büroarbeit übernehmen komplett freiwillig. Die Menschen die man dort trifft, tun was sie tun aus Überzeugung und das seit über 50 Jahren.