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bewertete am 29.11.19 den "Schüleraustausch Brasilien" mit AFS Interkulturelle Begegnungen

Familie
Schule
Vorbereitung
Betreuung
Ansprechpartner

Vorbereitung

Auf 3 Vorbereitungswochenenden wurde ich für mein Auslandsjahr bestens vorbereitet. Die ersten beiden Camps, die in der Region stattgefunden haben waren schon mal ein guter Einstieg ums sich mit dem Thema "Ins Auslandsjahr gehen" auseinander zu setzen. Auf den beiden Camps trifft man die gleichen Leute und freut sich beim zweiten Mal alle wieder zu sehen. Auf dem dritten Vorbereitungswochenende , die Ländervorbereitung, ging es speziell um Brasilien und Themen und Situation, die in Brasilien auftreten (können). Ich finde es gut, dass AFS die Ländervorbereitung im Programm hat. Man hat 2-3 Tage Zeit um sich nochmal speziell mit dem Land auseinander zu setzen. Heute werde ich oft gefragt, ob Brasilien nicht gefährlich ist. Ehrlich gesagt, kam ich nie in eine solche Situation, weil wir uns mit diesem Thema auch schon mal auf dem Vorbereitungswochenende auseinandergesetzt haben. Auf allen 3 Vorbereitungen gibt es Ehrenamtliche, die sich gut auskennen und selbst weg waren und so über Erfahrungen und Erlebnisse reden können. Bei der Brasilien-VB natürlich, dann Ehrenamtliche die in Brasilien waren.

Betreuung

Bei AFS gibt es rund um die Uhr einen Ansprechpartner. Bereits vor dem Auslandsjahr kann man sich mit Fragen an das Büro wenden oder Ehrenamtliche in der Nähe helfen einem weiter. Wir waren eine große Gruppe von gut 35 Leuten, die mit AFS nach Brasilien geflogen sind, sodass zusätzlich zur Flughafenbetreuung auch noch mit einer Flugbegleitung ausgestattet wurden. Im Auslandsjahr selber hatte ich einen Betreuer zu dem ich mit allen Problemen und Fragen gehen konnte und der mir weitergeholfen hat. Nach dem Auslandsjahr gibt es auch noch die Möglichkeit über Probleme zu reden. Entweder auf den Nachbereitungswochenenden oder mit den Ehrenamtlichen vor Ort. Es gab in meinem ganzen Jahr und auch davor und danach, keinen Moment in dem ich mich allein gelassen gefühlt hab.

Schule

In Brasilien gibt es private und öffentliche Schulen. Meine Schule war privat. Die Schule nimmt aber jedes Jahr Gastschüler von AFS kostenlos auf, denn sonst kostet die private Schule einiges. Ich wurde sehr herzlich empfangen, so wie eigentlich überall in Brasilien. Meine Mitschüler waren sehr offen, hilfsbereit und auch etwas aufgeregt, dass ein Austauschschüler zu ihnen in die Kasse kommt. Und so bin ich jeden Tag gerne in die Schule gegangen, hab schnell neue Freunde gefunden. Eigentlich kann ich sagen, dass die Zeit in der Schule, die beste Zeit war und ich mich jeden Tag gefreut hab. Bis heute habe ich immer noch zu einer handvoll Freunden Kontakt, die ich in der Schule kennen gelernt habe.

Familie

Meine Gastfamilie hatte 4 Gastgeschwister, wobei alle älter waren als ich und fast alle auch schon ausgezogen sind. Das war aber nicht nachteilig, weil ich durchaus auch mal Nachmittage oder Abende bei meinen Gastgeschwister verbracht habe. Doch Familie in Brasilien ist mehr als nur Eltern und Geschwister. Es gehören alle Großeltern, Onkel, Tanten, ... dazu. Und dadurch, dass fast alle in der Nähe gelebt haben und man sich regelmäßig gesehen hat, war das eine riesige Familie. Meine Gasteltern selber waren tagsüber sehr mit der Arbeit beschäftigt und dadurch, dass ich etwas ausserhalb gewohnt habe, musste ich mir schon etwas überlegen, was ich am Nachmittag gemacht habe. Hier wäre es natürlich schön gewesen, wenn ein Gastkind in meinem Alter gewesen wäre und man am Nachmittag etwas zusammen machen kann. Andererseits finde ich es gut, dass man bei AFS keine Gastfamilienwünsche äußert und man somit in einer Gastfamilie landet, die "typisch/normal" brasilianisch ist und sich bewusst für einen Gastschüler entscheidet.

Fazit

Ich kann AFS nur weiterempfehlen und bin dankbar für das Jahr meines Lebens. Auch wenn Brasilien "nur" meine Zweitwahl war, bin ich froh nach Brasilien gegangen zu sein. Für ein Jahr eine andere Kultur und einen anderen Kontinent kennen zu lernen.