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bewertete am 27.08.18 den "Schüleraustausch Australien" mit Dr. Frank Sprachen und Reisen

Familie
Schule
Vorbereitung
Betreuung
Ansprechpartner

Vorbereitung

Die Vorbereitung auf mein Auslandsjahr ist für mich generell gut gelaufen. Der Internetauftritt der Organisation und auch ihre Präsenz bei Austausch-Messen haben mir sehr bei der Wahl meines Austauschprogrammes geholfen. Auch das persönliche Gespräch mit einem Mitarbeiter und das von der Organisation veranstaltete Vorbereitungsseminar waren sehr aufschlussreich und haben es mir ermöglicht, eine gute Vorstellung von den Herausforderungen eines Auslandsjahres zu bekommen. Das Seminar behinhaltete die Möglichkeit, mit ehemaligen Austauschschülern zu sprechen, ein besseres Verständnis der mit dem Programm verbundenen Verfahren und Regeln zu erhalten, sowie zusätzliche Informationen zu Themen wie Ansprechpartner, Kulturschock, Vorurteile, Kontakt mit der Gastfamilie, etc. Natürlich ergibt sich auch die Chance, andere Austauschschüler kennenzulernen.

Was den Prozess um die Vermittlung der Gastfamilie angeht, habe ich leider eher schlechte Erfahrungen gemacht, da die Informationen zum Aufenthaltsort (weniger als zwei Wochen vor Abflug) und der Gastfamilie (Fünf Tage vor Abflug) sehr spät mitgeteilt wurden. Dadurch ergaben sich bei mir einige Spannungen und die Planung für das Packen war nur begrenzt möglich.

Betreuung

Vor Ort war ich mit der Betreuung durch DFSR sowohl wärend des Soft-Landing-Camps als auch in den darauffolgenden Monaten sehr zufrieden. Nach einem Koordinatorenwechsel in der Anfangsphase war meine persönliche Ansprechpartnerin vor Ort durchgehend erreichbar. Wir haben uns regelmäßig zu persönlichen Gesprächen getroffen und meine Koordinatorin ist mir bei meinen Fragen und Wünschen sehr entgegen gekommen.

Schule

Schule in Australien war für mich eine großartige und prägende Erfahrung. Ich war mit der Wahl meiner Schule sehr zufrieden und hatte die Chance, sowohl die 10. als auch die 12.Klasse zu besuchen. Das Unterrichtslevel und die Unterrichtsmethoden sind sehr anders, als ich es aus Deutschland gewöhnt bin und auffallend ist auch die extrem offene und herzliche Einstellung der Lehrer. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, in Australien zur Schule zu gehen und gerade meine schriftlichen Englischkenntnisse haben sich enorm verbessert. Zusätzlich gab es erweiternde Angebote der Schule, wie Musical, StageBand, Instrumentalunterricht und ähnliches, an denen ich teilnehmen konnte und die mir sehr geholfen haben, um mit meinen Mitschülern in Kontakt zu kommen. Auch die Schulfächer, die zur Auswahl standen, waren extrem interessant. So konnte ich zum Beispiel Kochen und Fotographie belegen. Das Kollegium war stets sehr hilfreich und bemüht, mir eine möglichst erlebnisreiche Erfahrug zu ermöglichen.
Das gegenseitige Interesse an kulturellem Austausch sowohl mit Lehrern als auch Schülern hat es mir ermöglicht, Australien auf eine sehr persönliche Art kennenzulernen.

Familie

Meine Familie war für mich der Grundstein meines gesamten Austauschs. Obwohl wir nicht groß die Möglichkeit hatten, vor meiner Ankunft Kontakt zueinander aufzunehmen, haben wir uns sofort gut verstanden. Ich war von Anfang an begeistert, wie ich als neues Familienmitglied sofort in das Familienleben integriert wurde. Ich habe mich mit meinen beiden Gastschwestern sehr gut verstanden und wir haben eine sehr innige Beziehung zueinander aufgebaut. Meine Gastmutter hat sich besonders darum bemüht, mir ihr Land und ihre Kultur zu zeigen. So sind wir in den Ferien viel gereist und haben zusätzlich Wochenendausflüge in der Umgebung unternommen. Vorallem aber habe ich immer wieder die Chance bekommen, einen besseren Blick in das Leben der Menschen vor Ort zu gewinnen. So habe ich zum Beispiel an einer öffentichen Ausstellung teilgenommen, war bei Stadtfesten und Weihnachtsumzügen mit dabei und konnte sogar ein Baby-Känguru füttern.
Außerdem hat sich meine gesamte Familie sehr bemüht, mir ihre Familienrituale und Gewohnheiten näher zu bringen und umgekehrt mehr über mein Leben in Deutschland zu lernen.
Ich hätte nie erwartet, dass ich mich in einer fremden Familie so wohl fühlen könnte, aber meine Gastfamilie hat mir das Gefühl gegeben, ein geschätzter Teil ihres Lebens zu sein. Wir haben viel erlebt, übereinander und voneinander gelernt und vorallem oft zusammen gelacht.