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bewertete am 23.10.15 den "Schüleraustausch USA" mit team! Sprachen & Reisen GmbH

Familie
Schule
Vorbereitung
Betreuung
Ansprechpartner

Am 29.August 2013 sollte eines der bisher aufregendsten Erlebnisse meines Lebens beginnen.
Die 5 Tage "Orientation days" vergingen wie im Flug und schon war ich nervös und voller Vorfreude auf dem Weg nach Washington State. Meine High School-meine Leidenschaft: Meine Schule, war mit ca. 350 Schülerinnen und Schülern eher klein, machte jedoch dem Spruch „klein aber fein“ alle Ehre. Bei meinem ersten Besuch wurde ich direkt herzlich mit Handschlag oder Umarmung von Lehrern begrüßt. Generell kamen die Leute alle offen und mit Begeisterung auf einen zu und löcherten mich mit Fragen. Insgesamt war dieser allzu oft beschriebene High School Spirit wirklich fast wie im Film und hat mir super gefallen. In den USA ist unglaublich viel mit der Schule verbunden, wie z.B. die Sportarten und die Schulbälle. „Homecoming“ findet beispielsweise im Herbst statt und „Prom“ ist ein größerer Ball im Sommer. In den Wochen vor den Bällen gibt es ein riesiges „Halli Galli“ in der Schule. Jeden Tag verkleidet man sich nach verschiedenen Mottos. Die Mädchen suchen nach Kleidern, bemüht darum keines zu kaufen, was schon jemand anderes hat und die Aufgabe der Jungs ist es, die Mädchen zu fragen, ob sie sie zum Ball begleiten wollen. Dies macht jeder individuell und es geschieht oft auf eine kreative Art und Weise. Beim Prom wurde ich beispielsweise von einem guten Freund gefragt. Es war im Geschichtsunterricht, als der Lehrer plötzlich meinte, dass alle zur Bibliothek gehen sollen nur ich nicht. Zuerst war ich etwas nervös, was er von mir wollte, doch dann ging er einfach aus dem Raum und sagte, ich sollte doch mitkommen. Bereits als ich aus der Tür trat sah ich meine Gastschwester Haley, die mich filmte. Ihr Freund Thaddeus gab mir eine Rose an der ein Zettel hing, auf dem „will“ stand. So ging es immer weiter mit Freunden, die mir Rosen übergaben auf dem Weg zur Bibliothek. Mittlerweile ergab die Nachricht „Will you go to Prom with ...“ und dann stand Braedyn mit einem Blumenstrauß und dem Zettel „me“ vor mir. Als er nochmal mündlich fragte und ich „bejahte“ jubelten alle und ich musste wieder in den Unterricht, wo mich mein Lehrer grinsend erwartete.
Meine Kurse und Clubs:
Jedes Halbjahr wählt man 6 verschiedene Fächer, an denen man täglich teilnimmt. Ich war begeistert von der großzügigen Auswahl der Kurse und der Freiheit die man hat, das zu wählen was einem gefällt! Ich habe unter anderem „Social Media Journalism“, „Biotechnology“, „Sports Marketing and Entertainment“ und „Weight lifting“ belegt. Dort hat man von den Lehrern, die auf eine sehr natürliche Weise respektiert werden und einem neben dem Unterrichtsstoff auch diverse Lebensweisheiten beibringen, vieles gelernt. Unter anderem beherrschte ich das Schreiben von Artikeln für die Schulzeitung nach einem Jahr um ein Wesentliches besser und absolvierte täglich wechselnde Workouts im schuleigenem Fitnessstudio.
Sport wird GROß geschrieben: Ein weiterer schulischer Aspekt, der für mich sehr besonders war, war der Sport. Dort wird dieser in Trimestern unterteilt. Im Herbst wird beispielsweise Football, Cross Country und Volleyball angeboten und im Winter geht es dann zu Hallensportarten wie Basketball und Wrestling über. Während meines Aufenthalts habe ich an Cross Country und „Track and Field“ (Leichtathletik) teilgenommen. Beides waren Disziplinen, die schnelles Laufen zum Ziel hatten. Anfangs ahnte ich nicht, dass dies zu meiner Leidenschaft werden würde und das Laufen einen großen Platz in meinem Herzen einnehmen und als riesige Erinnerung an mein Auslandsjahr eingehen würde. Nur einige Tage nach meiner Ankunft meldete ich mich bei XC (Cross Country) an und somit ging das „Rennen“ los. Bereits beim ersten Training war ich begeistert von der Freundlichkeit der Leute, die einem jedes Mal, wenn sie beim Training an einem vorbei gelaufen sind „Good-job“ zugerufen haben. Ich wurde direkt ins Team, bestehend aus Mitschülern Lehrern und Coaches, aufgenommen und habe mich sofort wohl gefühlt. Ich wusste zuerst nicht, was mich bei Cross Country erwartete. Deswegen war ich umso mehr erstaunt, als ich nach dem ersten Trainingstag feststellte, dass sie wirklich jeden Tag laufen. Von schweißtreibendem Bergtraining, zu stundenlangen Läufen und schnellen Intervalls auf dem Sportplatz war alles dabei. Jedoch wurde dies schnell zur Gewohnheit und ich verbesserte mich enorm innerhalb kurzer Zeit. Die Varsity-Girls, die das top Team bildeten, immer ganz vorne liefen und für mich am Anfang unerreichbar waren, wurden zu meinem Laufteam und engen Freunden. Jeden Freitag organisierten die Jugendlichen ein „team dinner“ zu Hause bei einem der ca. 50 Teammitglieder, um sich gemeinsam für das 5km Rennen am nächsten Tag zu stärken. Auch dieses Ritual erlebte ich als unglaublich schön und spiegelte die Freundlichkeit, Motivation und den Zusammenhalt des Teams wieder. Nach einer wundervollen Zeit ging der Herbst zu Ende. Dies bedeutete auch das Ende von Cross Country und ich war schon fast traurig, dass ich nicht mehr jeden Tag rennen „musste“. Umso rührender fand ich, als ich von den Coaches und dem gesamten Team eine auszeichnende Plakette für „most-improved" erhielt.
Jugendgruppen, Religion und ihre starke Integration in das Leben der Teenager:
Neben den Sportarten fanden Abends noch Jugendgruppen statt, die von der Kirche aus organisiert waren. Dort hat man Ballspiele gespielt, begleitet von einer Live Band gesungen, Unterhaltungen mit Leuten geführt, gemeinsam Gegessen und über, mit dem christlichen Glauben verglichene, Alltagssituationen geredet. Generell hat der Glaube viel Einfluss in das Leben der Jugendlichen dort. Dies kommt einem am Anfang völlig ungewohnt und komisch vor, doch wenn man sich darauf einlässt kann man interessante Dinge lernen und den Glauben verstehen. Es wird dadurch ein gewisses Gemeinschaftsgefühl geschafft und es hat meiner Meinung nach einen positiven Einfluss auf das Leben der Teenager. Bei einem Football Spiel wurde beispielsweise ein Spieler schwer verletzt und ein Helikopter musste gerufen werden. Anstatt zu verzweifeln oder besorgt zuzuschauen bildeten alle anwesenden Jugendlichen einen Kreis und beteten für ihn. Daraufhin hob der bewusstlose Spieler die Hand und gab zu erkennen dass er nun bei Sinnen ist.
Die Beziehung zu Gastfamilie und Freunden:
Unvergesslich wurde ganz besonders die Beziehung, die ich zu meinen Gasteltern und Gastgeschwistern aufgebaut habe. Vom ersten Moment an hat es einfach zwischen uns allen funktioniert. Natürlich war ich ganz am Anfang noch ein wenig zurückhaltend aber das legte sich wie im Flug. Man gewöhnt sich aneinander, durchlebt den Alltag und findet mit der Zeit heraus, was der Familienrhythmus ist. Wir alberten herum und ich baute zu jedem einzelnen eine einzigartige Beziehung auf. Mit der Zeit wurde ich zu einem richtigen Mitglied der Familie und ich fühlte mich, als wäre sie meine eigene. Zwar erkennt man auch Unterschiede, wie die früh angesetzte Heimkehrzeit und die strikte Einhaltung der Aufgaben im Haushalt, aber diese respektiert man gerne. Auch das regelmäßige „check in“, ob es einem gut geht, wird zur Routine. Kleine Dinge, wie sein Vorname unter den anderen Namen am Klingelschild, oder sein Portrait neben dem der Geschwister, werden super bedeutend. Selbst mein/-e Gastoma und Opa nahmen mich auf wie ein weiteres Enkelkind. Neben meiner Gastfamilie lernte ich viele andere tolle Menschen kennen die das Jahr durch gemeinsame Erlebnisse prägten. Ich habe diese Freunde so zu lieben gelernt, dass es am Ende unglaublich schwer viel sich zu verabschieden, doch grade weil die Beziehungen so gut waren, weis man das man sie wieder sehen wird.
Das tägliche Problem der „Fortbewegung“:
Neben all den tollen Möglichkeiten gab es natürlich auch Nachteile. Ein Nachteil, mit dem Austauschschüler ganz besonders zu kämpfen haben, war die ständige Frage, wie man wo hinkommt. Da es keine öffentlichen Verkehrsmittel gab, musste man jedes mal nach sogenannten „Rides“/ Fahrten fragen. Besonders, da meine Gasteltern sehr besorgt waren und deswegen immer genau wissen wollten mit wem ich wann, wohin fahre, war es manchmal eine echte Herausforderung Verabredungen zu organisieren. Jedoch legt sich dies nach der Anfangszeit, denn wie die Amies nun mal sind, bieten sie oft an, einen mitzunehmen.
Insgesamt hoffe ich, dass ihr einen kleinen Eindruck und Inspiration bekommen habt, auch wenn man dieses Jahr, meiner Meinung nach, nicht in Worte fassen kann. Es ist einfach unglaublich, was für wichtige Erfahrungen man sammelt und wie viele Freundschaften geschlossen werden. Auf meinem Rückflug saß ich heulend im Flugzeug und dachte darüber nach, dass ich diese Welt, die ich zu lieben gelernt habe, nun verlassen muss und in dieser Form auch nicht zurück kehren werde. In diesem Moment war es für mich eine abgeschlossene Sache, dass ich die Entscheidung für das Auslandsjahr kein bisschen bereue und sich all die Vorarbeit, für das Stipendium, zu 101% gelohnt hat!

Vorbereitung:
Die Vorbereitung durch meine Organisation auf den Schüleraustausch war gut organisiert, interessant und man hat einen Einblick in das vorstehende Jahr erhalten. Außerdem wurde die Vorfreude auf die Erfahrung umso größer im Austausch mit anderen Schülern und einige Fragen konnten beantwortet werden. Mir hat ein wenig der persönliche Bezug der Betreuer und die Unterstützung der Gruppendynamik gefehlt.

Betreuung:
Ich wurde von meiner Betreuerin stets gut betreut. Sie rief an, traf sich mit mir und organisierte Ausflüge!

Ansprechpartner:
ja meine Betreuerin

Familie:
Ich habe meine Gastfamilie geliebt, bzw. zu lieben gelernt und rede heute noch mindestens einmal die Woche mit ihnen. Nächstes Jahr möchte ich sie gerne besuchen gehen.

Schule:
Meine Schule war zwar klein aber ich habe mich dort sehr wohl gefühlt. Ich liebte einfach die Vielfalt an Fächern, die offenen Leute, die Schulgebundenen Sportarten und vieles mehr.