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Person bewertete am 26.07.17 den "Schüleraustausch USA" mit team! Sprachen & Reisen

Familie
Schule
Vorbereitung
Betreuung
Ansprechpartner
Siegel

Vorbereitung
Mein Vorbereitungstreffen mit team! fand in Hamburg statt. Wir haben dort in einer netten Jugendherberge für eine Nacht übernachtet. Am Freitag bin ich angereist und den restlichen Tag haben wir mit der Vorbereitung verbracht. Die Retournees waren sehr nett, haben viel erzählt und auf alle Fragen ausführlich und hilfreich geantwortet. Abends sind wir mit der Gruppe noch in Hamburg herumgelaufen und haben ein bisschen Sightseeing gemacht, das hat mir sehr gut gefallen. Am nächsten Tag ging es dann weiter mit der Vorbereitung. Ich habe sehr viel mitgenommen von diesem Wochenende und mich gut vorbereitet gefühlt. Allerdings habe ich mir dadurch auch bestimmte Erwartungen und Gedanken aufgebaut, die dann im Endeffekt teilweise ganz anders kamen. Das gehört aber dazu. Wenn immer ich Fragen hatte, entweder per Mail oder Telefon, hat mir team! eigentlich immer sehr schnell und hilfreich geantwortet und ich hatte immer das Gefühl, das jemand da ist.

Betreuung
Die Betreuung von team! hat mir gut gefallen, wie schon bei der Vorbereitung geschildert. Die amerikanische Partnerorganisation ASSE/World Heritage hingegen fand ich enttäuschend. Meine area rep, also meine Ansprechperson in den USA, war neu und im allerersten Jahr, das muss man erwähnen. Jedoch hatte sie kaum Interesse an dem Prinzip eines Austausches an sich, und auch wenn es ums Reisen oder Weltlichkeit ging, war sie eher unpassend. Sie war nett, aber unorganisiert und hat in meinen Augen einfach nicht in diesen Job gepasst, wo man mit internationalen Schülern zusammenarbeitet. Sie hat sich teilweise wochen- bis hin sogar monatelang nicht bei meiner Gastfamilie oder mir gemeldet und war immer sehr verstreut. Im großen und ganzen keine verlässliche Betreuung und Hilfe während meines Auslandsjahres.

Schule
Die Schule in den USA hat mir gut gefallen. Das Niveau ist zwar ein ganz anderes und von den Schülern wird viel weniger erwartet, aber das Schulklima war stets sehr entspannt und ich habe mich sofort wohlgefühlt. Die Lehrer waren allesamt sehr offene, interessierte, sympathische Leute und mit manchen habe ich mich gut angefreundet. Es gab interessante Fächerwahlmöglichkeiten, die ich aus Deutschland nicht kannte. Der Schulsport hat einem sehr sehr viel geboten, und auch außerschulische Aktivitäten gab es viel.

Familie
Meine erste Gastfamilie war die reinste Katastrophe. Sie waren an mir als Person überhaupt nicht interessiert, ich hatte eher das Gefühl ich sollte als Au pair für die kleine Tochter dienen. Die Eltern haben sich oft nachts direkt neben meinem Zimmer gestritten, waren fast den ganzen Tag weg und haben mir nicht mal den Ort gezeigt. Mein erstes Wochenende war ich die ganze Zeit alleine zu Hause mit der kleinen Gastschwester. Das Haus war sehr dreckig und staubig und ungeputzt, faules Essen im Kühlschrank und allgemein ein übler Geruch in der Küche. In meinem Zimmer waren große Spinnenweben. Und am Ende waren Flöhe in meinem Bett. An sich kann das mal passieren, aber als ich meinen Gastvater darauf angesprochen habe, meinte er wortwörtlich: "Du bist eine Prinzessin. Entweder du schläfst weiter in dem Bett, oder auf dem Boden daneben. Wir erlauben dir nicht, woanders zu schlafen." Davor war nämlich schon die Diskussion um einen Familienwechsel hochgekommen. Ich habe mich immerzu bemüht, diplomatisch und freundlich zu sein, aber meine Gasteltern waren eine reinste Enttäuschung für mich.
Ich habe dann auf eigene Faust eine neue Familie im Ort gefunden, und nach langem hin und her konnte ich dorthin wechseln. Zum Glück! Danach wurde alles besser, alle in der Familie waren sehr nett, haben immer lecker gekocht und viel mit mir unternommen. Ich bin sehr froh, die Familie gewechselt zu haben. Der Wechsel an sich war zwar auch wieder ein Problem, weil die amerikanische Organisation mich nicht wechseln lassen wollte und mir alle Schuld zugeschoben hat, aber am Ende hat es doch geklappt. ASSE hat mich jedenfalls sehr enttäuscht, wenig Verständnis für mich und meine Situation und allgemein wenig Unterstützung.