Die Schulen in Japan unterscheiden sich in vielen Dingen von dem, was du aus Deutschland kennst. So etwa in der Fächerwahl, der Unterrichtsgestaltung, und es gibt Schuluniformen. In japanischen Schulen sind andere Verhaltensweisen wichtig und das Unterrichtsklima ist anders. Einen Überblick über den Schulalltag in Japan gibt es hier.

Schule in Japan – nur wenige Möglichkeiten der Fächerwahl

In Japan kannst du, im Gegensatz zu anderen Ländern, während deines Schüleraustausches nur wenige Fächer selbst wählen. In aller Regel sind Fächer wie Mathe, Geschichte, Japanisch und Naturwissenschaften Pflicht, während andere wie Musik, Kunst oder Kalligraphie gewählt werden können. Bei der Wahl dieser Fächer hilft dir oft ein Betreuungslehrer der Schule. Unterrichtet wird in Japan im Klassenverband, sodass du alle Fächer mit deinen Klassenkameraden zusammen hast und es dir so leichter fallen wird Freundschaften zu schließen. Da so alle wissen, dass du Austauschschüler bist, werden sie oder ein Lehrer dir sicher helfen, wenn du Probleme mit der Sprache hast. Der Unterricht ist an den meisten Schulen von 8:30 Uhr bis 15:30 Uhr, und anschließend gehen die meisten japanischen Schüler noch in AGs. Dort gibt es oft viele Wahlmöglichkeiten, sodass du bestimmt eine AG findest, die deinen Interessen entspricht. Es ist empfehlenswert, dass du während deines Schüleraustausches mindestens eine AG besuchst, da es oftmals einfacher ist mit anderen Jugendlichen ins Gespräch zu kommen, die die gleichen Interessen haben wie du.

Schuluniformen

An den meisten Schulen in Japan ist das Tragen einer Schuluniform Pflicht. Diese unterscheidet sich von Schule zu Schule, Mädchen tragen meist Röcke und Jungs Hosen und Krawatten. Die Schuluniform stärkt das Gemeinschaftsgefühl, und für dich kann es während deines Schüleraustausches auch ein schönes Erlebnis sein, mal eine Schuluniform zu tragen. An manchen Schulen in Japan trägt man zwei Paar Schuhe: eines für draußen und eines für das Schulgebäude. Beim Betreten und Verlassen der Schule werden die Schuhe gewechselt. Manchmal gibt es sogar besondere „Klopantoffeln“.

Anderes Schul- und Unterrichtsklima

In der japanischen Kultur spielen Werte wie Höflichkeit, ein gutes Gemeinschaftsgefühl und das persönliche Zurücknehmen in Gruppen eine viel größere Rolle als in Deutschland. Dies spiegelt sich auch im Unterricht wieder, sodass Lehrern mehr Respekt entgegengebracht wird und es viel ruhiger ist. In Japan ist der Unterricht zumeist Frontalunterricht, mündliche Beteiligung der Schüler ist oft nicht gefragt. Der Unterricht während deines Schüleraustausches in Japan wird dadurch viel ruhiger sein, als du es aus Deutschland gewohnt bist. Durch die andere Kultur Japan wirst du ein anderes Schul- und Unterrichtsklima erleben.

Tests in den einzelnen Fächern werden in den Schulen nicht über das Schuljahr verteilt geschrieben, sondern alle in einer anstrengenden „Prüfungswoche“. Diese gibt es in jedem der Terms, in welches das Schuljahr in Japan an den meisten Schulen unterteilt ist.