Die Gastfamilie ist während deinem Schüleraustausch in den USA dein neues Zuhause. Während der Zeit deines Auslandsjahres bist du ein neues Familienmitglied und erlebst in der Familie den amerikanischen Alltag mit. Aber was kann man sich nun unter einer Gastfamilie vorstellen? Was gibt es zu beachten und wie gehst du am besten auf deine Gastfamilie zu?

Eine neue Familie

Warum möchte man einen Austauschschüler beherbergen? Nun, diese Frage richtet ihr am besten direkt an Eure Gastfamilie. Es gibt nämlich unheimlich viele Gründe, die für die Aufnahme eines deutschen Austauschschülers sprechen. Vielleicht haben die Gasteltern deutsche Wurzeln – gar nicht so selten ist dies der Fall. Vielleicht sehnen sich deine zukünftigen Gastgeschwister nach weiteren Familienmitgliedern – und wählen dich. Genauso verschieden wie die Gründe sind, sind auch die Familien: ob Alleinerziehende, Großfamilien oder ältere Ehepaare.

Ist ein Wechsel möglich?

Hast du das Gefühl, du kommst mit deiner Gastfamilie nicht zurecht? Oft sind sprachliche Missgeschicke dafür verantwortlich, manchmal stimmt die Chemie nicht, und manchmal mangelt es an der Kommunikation. Sprich am besten zuerst mit deiner Gastfamilie und deinen Betreuern darüber. Solltest du dich auch danach unwohl fühlen, so ist es bei den meisten Austauschorganisationen möglich, eine andere Gastfamilie für dein Auslandsjahr in den USA zu wählen.

Wo leben die meisten Gastfamilien?

Obwohl es selbstverständlich ist, dass man von Städten wie New York, Miami oder Los Angeles träumt, sollte man sich im Klaren darüber sein, dass ein Austauschjahr kein Strandurlaub ist, sondern die Möglichkeit, die Kultur der USA im Alltag kennen zu lernen. In den meisten Fällen wirst du wahrscheinlich in einem Vorort oder in einer ländlichen Region landen. Denn die Kriminalitätsrate in Städten wie Chicago ist um einiges höher als die in Tulsa, Oklahoma (das wird deine Eltern beruhigen). Du kannst dir sicher sein, dass du das wahre Amerika eher in den typisch amerikanischen Kleinstädten kennenlernen wirst, als in Manhattan am Time Square. Und das ist es ja, worum es bei einem Schüleraustausch in den USA geht: Im Austauschjahr in den USA in eine neue Kultur einzutauchen.

Die Top Ten Fragen an die Gastfamilie – gleich am ersten Abend:

  1. Welche Hobbies habt Ihr? Was macht Ihr regelmäßig unter der Woche oder am Wochenende?
  2. Soll ich Euch mit „Mom“ und „Dad“ ansprechen, oder möchtet Ihr beim Namen genannt werden?
  3. Wie wird bei Euch das Thema „Kirchengang“ gehandhabt?
  4. Welche Aufgaben des Haushaltes kann ich übernehmen?
  5. Wann, wie und wo kann ich telefonieren und das Internet benutzen?
  6. Wie und wann finden die Mahlzeiten statt?
  7. Wann muss ich abends zu Hause sein?
  8. Wo und wie wasche ich meine Wäsche?
  9. Gibt es Badezimmerzeiten, und wenn ja, was könnte meine sein?
  10. Gibt es noch einen wichtigen Punkt, den wir besprechen sollten?