bewertete am 07.09.15 den "Schüleraustausch USA" mit EF High School Exchange Year

Familie
Schule
Vorbereitung
Betreuung
Ansprechpartner
Geprüfte Bewertung - Schueleraustausch.Net

Viele Menschen fragen mich seit ich wieder Zuhause bin; "würdest du es nochmal machen?". Meine Antwort ist immer ein klares "Ja!".

Für mich ist es unglaublich wie viel ich in diesem Austauschjahr gelernt habe, wie selbständig ich geworden bin und was ich alles neues über mich selbst gelernt habe.

Das Gefühl an einem Ort ganz neu anzufangen, niemand der einem kennt, man kann einfach nur sich selbst sein und dabei das Leben genießen.

Klar, zu erst ist es eine Herausforderung sich zu überwinden die neue Sprache zu sprechen und mit dem (schlechten) Englisch auch noch Bekanntschaften zu machen und Freunde zu finden.
Doch bei mir kam der Punkt so schnell an dem ich bemerkte, dass ich einfach sprechen muss.

Es macht nichts wenn nicht alles in der perfekten Grammatik gesagt wird oder ein Wort vielleicht nicht ganz in den Zusammenhang passt, man wird fast immer verstanden und wenn nicht, dann wiederholt man sich, wenn es dann immer noch nicht klappt lacht man mit dem anderen darüber und versucht es auf einen anderen Weg zu beschreiben.

Meine Gastschwester aus Dänemark und ich konnten uns zum Beispiel nie "iron", dass englische Wort für Bügeleisen merken.Da wir es aber jeden morgen für unsere Schuluniform nutzen mussten, nannten wir es in unserer Familie immer nur "Wusch,Wusch". Das klappte auch ganz gut und irgentwann wussten sogar unsere Nachbarn was ein "Wusch, Wusch" ist. Doch eines Morgens fiel mir endlich das richtige Wort ein und ab dem Zeitpunkt lachten wir nur noch über unsere Improvisation und nitzten das richtige Wort. Ich könnte wetten, dass ich dieses englische Wort für Bügeleisen nie wieder vergessen werde, trotz das es eine lange Zeit und ein bisschen Kreativität gebraucht hat.

Meine Mitschüler fanden es sogar immer toll wenn man einen kleinen Versprecher machte und sie liebten den Akzent.

Ich denke das mein Schüleraustausch vorallem so unvergesslich wurde weil ich eine tolle Gastfamilie hatte.
Nicht nur meine Gastmutter war klasse sondern auch meine Gastschwester.
Als wir am Anfang des Austauschjahres das Haus und vorallem unser Zimmer betraten wäre ich am liebsten auf direktem Weg wieder aus der Tür heraus maschiert. Das Haus war klein und eng, überall standen Bilder da unsere Gastmutter Künstlerin war und unserer Zimmer war winzig.
In dem Zimmer befanden sich zwei einzelne Betten, ein Schrank und die Dusche und das Waschbecken direkt mit in dem Zimmer. Ich konnte mir keine Seekund vorstellen in diesem Zimmer ein ganzes jahr zu Leben, ich dachte ich habe kein Stück Privatsphäre mehr.
Doch alles kam anders, nach zwei Monaten entschieden meine Gastschwester und ich, dass wir unsere Betten zusammen schieben wollen damit wir nicht "alleine" schlafen müssen.
Ich habe hier in Deutschland auch eine richtige Schwester, doch meine Gastschwester war nicht nur wie eine Schwester sondern auch meine beste Freundin.Wirklich ein tolles Gefühl solch ein Jahr mit so jemandem zu teilen.

Ich bin mir auch sicher, dass unser Kontakt noch länger bestehen wird. Ich habe schon einen Flug für November zu ihr nach Dänemark gebucht und sie am Anfang 2016 nach Deutschland kommen.

Auserdem habe ich eine Einladung nach Rom und Botzen in Italien, zwei der Austauschschüler von meiner Schule kommen nämlich aus Italien.
Das Gefühl, dass man jetzt wirklich gute Freunde in verschiedenen Teilen Europas hat ist wirklich schön.

Wo ich natürlich nächsten Sommer wieder hin möchte ist Wales.
Leider musste ich dort so viele tolle und nette Menschen zurück lassen und kann es jetzt schon kaum erwarten sie wieder zu sehen.

Ich hatte auf jeden fall ein unvegessliches und wunderschönes Jahr, mit Höhen und Tiefen, trotzdem würde ich es sofort wieder machen ohne nur mit der Wimper zu zucken!

Vorbereitung:
EF hat uns zu einem Vorbereitungstreffen eingeladen an dem wir als zukünftige Austauschschüler viele Informationen bekommen konnten und vorallem mit ehemaligen Austauschschülern, sogenannten Ambassadors sprechen konnten.
Natürlich wurden wir auch per Post mit vielen Broschüren und informationen zum Auslandsjahr bestückt.

Betreuung:
Wir hatten jeden Monat ein Treffen mit unserer Ansprechpartnerin und anderen Austauschschülern in der Region. Dort konnte man sich immer über die gemachten Erfahrungen austauschen.
Des weiteren gab es Betreuung durch Rundmails, Telefonate und Schulbesuche.

Ansprechpartner:
Die Organisation EF stellt nicht nur einen Ansprechpartner sondern gleich mehrere deren Funktion man in den Vorbereitungstreffen erklärt bekommt.
Der erste Ansprechpartner war bei mir eine Frau die in der nächst größeren Stadt wohnte und mit mir noch ca. 20 andere Jugendliche betreute.
Sie organisierte die monatlichen Treffen und stand im Kontakt mit meiner Schule und mit meiner Gastfamilie.

Der nächste Ansprechpartner war dann ein Mann der für die Schüler in ganz Wales veranwortlich war, nach ihm konnte man sich an das Büro in London wenden und wenn das Problem dann immer noch nicht gelöst ist werden die Ansprechpartner in Deutschland oder in dem Heimatland informiert.

An Ansprechpartnern fehlt es also wirklich nicht.

Familie:
Meine Gastfamilie im Schüleraustausch war super.
Es war eine allein stehende Frau, mitte fünfzig. Wir verstanden uns von Anfang an gut und wenn ich ein problem hatte konnte ich mich immer an sie wenden.

Schule:
Die Schule war eine katholische Schule mit ca. 1000 Schülern.
Die Mitschüler und Lehrer waren alle sehr bemüht uns schnell in die Gemeinschaft der Schule zu integrieren, was auch gut geklappt hat.