bewertete am 28.07.17 den "Schüleraustausch England" mit EF Education (Deutschland)

Familie
Schule
Vorbereitung
Betreuung
Ansprechpartner

Vorbereitung
Meine Vorbereitung bestand nicht nur aus einem Vorstellungsgespräch, Sprachtest und ausführlicher Bewerbung sondern auch aus einer ganztägigen Informationsveranstaltung. Darüber hinaus war ein hilfsbereites Team per Telefon immer mit den gewünschten Informationen nützlich.

Betreuung
Die Betreuung während dem Jahr war breiter aufgestellt als ich das selbst nach den Vorbereitungen erwartet hatte. Regelmäßige Umfrageemails, Anrufe und Treffen mit der IEC (International Exchange Coordinator) und der dazugehörigen Gruppe von Austauschschülern stellten sicher, dass jedes Problem im seinen Beginnen festgestellt werden und behoben werden konnte. Es verging kaum ein Monat in dem ich mit irgendjemand aus dem EF team kontakt gehabt hätte. Auch nach den Anschlägen in London und Manchester hat die Organisation so früh wie möglich Kontakt mit mir aufgenommen und auch meine Eltern über mein Wohlbefinden aufgeklärt. Zusätzlich zu einer 24 Stunden erreichbaren Notfallnummer die ich zum Glück nicht brauchte hatte ich die Kontakte zumindest eines halbes Dutzend von Mitarbeitern diek
ich Montags bis Freitags mit kleineren Problemen behelligen konnte. Eine Gruppe mit meinem Austauschbruder und unserem RM (Regional Manager) hat bald auch zu persönlichen Telefongesprächen geführt und nach kürzester Zeit auch einem persönlichen Treffen (unser RM kam von London nach Leicester). Der nötige Papierkram der anfiel um die Familie zu wechseln wurde unkompliziert von EF abgewickelt und weil wir unsere neue Gastfamilie selbst gefunden haben (eine Schulfreundin und ihre Familie) und deshalb die Familie noch überprüft werden musste hat EF auch das innerhalb einer Woche über die Bühne zu gebracht. Während meine Eltern meinten EF habe es an Interesse über ihr Feedback mangeln lassen fielen mir die Surveys beinahe lästig.

Schule
Es gibt nichts, dass ich an meine Schule aussetzen könnte. Wir wurden herzlichst aufgenommen von Schülern, Lehrern und Personal und erfreuten uns großem Interesse an der Erfahrung die wir machten (wir= mein Austauschbruder und ich). Besonders kennzeichnend dafür war unser letzter Tag an dem wir im common room von Post 16 team und Schulleiter Zertifikate und Karten unter dem Applaus der Schüler überreicht bekamen. Dies war eine peinliche aber auch berührende Erfahrung die die Herzlichkeit reflektiert und auch auf der Schul website dokumentiert ist. Die Tatsache, dass wir nach nur sechs Wochen an der Schule Freunde gefunden hatten die bereit waren uns bei sich zu Hause auf zu nehmen als uns die Schule wechseln zu lassen (da wir Familie wechseln mussten und es keine Alternative in der Region gab) ist nicht nur Sinnbild englischer herzlichkeit sondern auch des offenen Umgangs der an unserer Schule ganz generell.

Familie
Nachdem wir die Familie einmal gewechselt haben war mein Austausch absolut dominiert von der fantastischen Familie in der wir leben durften. Wir wurden von Anfang an in das Familienleben eingebunden und verloren unseren Gaststatus innerhalb weniger Wochen. Wir wurden in das Londoner Haus eingeladen, auf Fußballspiele des Lieblingsvereins mitgenommen sowie in West End Vorstellungen, auf Familien feiern eingeladen, zu Freunden mitgenommen genauso wie zu Großeltern und waren ein Teil der 16 Köpfigen Weihnachtstafel nicht weniger als den Vorbereitungen alltäglicher Abendessen und des Wöchentlichen Einkaufs und Hausputzes. Bald wurden wir angesprochen als King's extra Jungs (King= Familienname unsere Gastfamilie) und wie Familienmitglieder behandelt.
Wenn ich von Familie spreche spielt auch mein Gastbruder (double placement) eine große Rolle. Er war das nächste an echter Familie, das ich hatte. Eine Vertrauens- und Bezugsperson, ein Freund, ein Bruder. Als wir beschlossen die Familie zu wechseln war klar, dass das bedeuten würde wir würden nur zu einer Familie wechseln die uns beide aufnimmt und lieber bei den Leuten zu bleiben die uns nicht wirklich wollten als uns aufteilen zu lassen. Zusammenfassend kann ich sagen, dass trotz Annehmlichkeiten wie der Betreuung und der hervorragenden Schule die Familie das war was das Jahr so unvergleichbar gut gemacht hat. Nicht nur gut sondern perfekt