bewertete am 02.07.20 den "Schüleraustausch USA" mit EF Education (Deutschland)

Familie
Schule
Vorbereitung
Betreuung
Ansprechpartner

Ich verbrachte meinen Austausch in Arvada, einem Vorort von Denver, CO, und habe meinen Aufenthalt dank EF und meinen gesammelten Erfahrungen sehr genossen. Schon zu Beginn war ich wegen ausreichender Vorbereitung eher aufgeregt als ängstlich als es darum ging mich von allem für ein Jahr zu verabschieden. In dem Bewerbungsgespräch, den Vorbereitungstreffen und den zahlreichen Materialien (Hefte, E-mails, etc.), die uns zur Verfügung gestellt wurden, gab EF mir genug Wissen, Vorfreude als auch Mut für das, was in den kommenden Monaten auf mich zukommen würde. Ich erinnere mich noch gut daran, dass für mich besonders die gemeinsamen WhatsApp Gruppen mit über 100 Leuten sehr hilfreich waren. Wir konnte immer Fragen stellen, uns austauschen und vom Gruppenleiter mehr Informationen bekommen, wenn ich mir in den letzten Tagen zum Beispiel nur noch über den Flug und das Gepäck sorgen machen konnte. Ich wusste, dass selbst wenn mir etwas zustoßen sollte, ich mich immer auf meine Organisation verlassen konnte. (Glücklicherweise ist mir während allem nie etwas schlimmes passiert). Natürlich gab es ab und zu Situation auf die ich weniger vorbereitet war, schließlich ist kein Schüleraustausch der Gleiche. Allerdings hatte ich genügend Selbstvertrauen entwickelt, um mit sowas zurechtzukommen. Des Weiteren war ich nie nur auf mich allein gestellt. Zusätzlich zu meiner Gastfamilie und der Organisation generell, hatte ich noch meine IEC (international exchange coordinator), an welche ich mich immer wenden konnte. Sie hat auf die Austauschschüler acht genommen, gemeinsame treffen vorbereitet und sich regelmäßig nach uns erkundigt. Egal ob bei Fragen, Beschwerden oder auch Heimweh, ich hatte immer eine gute Betreuung.
Nach allem was passiert ist, kann ich mich noch gut daran erinnern wie ich zum ersten Mal von meiner Gastfamilie erfuhr. Ich war zu dem Zeitpunkt angeschlagen, was bestimmt meine Freude etwas dämpfte, mich aber nicht davon abhielt sofort den Ort zu googeln, wo ich fast ein Jahr verbringen würde. Ich meine, bis dorthin hatte ich nicht wirklich jemals etwas von Colorado geschweige denn Arvada gehört. Ich war sehr aufgeregt alles kennenzulernen und wurde es auch immer mehr, je besser ich meine Gastfamilie über E-mails und skype kennenlernte. Auch wenn die ersten paar Wochen am Anfang etwas komisch waren (wir hatten uns schließlich bis zu dem Zeitpunkt nie so lange am Stück sehen und unterhalten müssen), wurde es mit der Zeit immer besser. Mittlerweile vermisse ich meine Gastmutter und Schwestern (sowie die Haustiere) immer noch sehr und freue mich sie bald wiederzusehen. Neben meiner Gastfamilie und meinen Freunden sind fast alle meine schönsten Erinnerungen mit meiner Schule verbunden. Im Vergleich zu meiner Schule in Deutschland mit neun Jahrgängen und 800 Schülern, war die Schule in Arvada mit vier Jahrgängen und 2000 Schüler definitiv größer. Dies war zu Beginn ein bisschen überwältigend, besonders wegen dem riesigen Schulgebäude (für welches ich erst nach zwei Monaten keine Karte mehr brauchte), aber es gab mir die Möglichkeit mit umso mehr Schülern zu sprechen und umso mehr Freunde zu finden. Der Schulalltag in den USA war für mich deutlich länger aber auch irgendwie wichtiger als in Deutschland, weshalb ich mich die meiste zeit auch in der Schule befand. Am schönsten fand ich die große Auswahl an Fächern aber auch and Clubs, welchen ich auch viel beigetreten bin. Auch wenn ich dies vor Beginn am wenigsten geahnt hätte waren die besten Momente während der marching band (die übrigens nicht so uncool ist, wie es die Filme darstellen) und dem Musical. Der School-spirit, homecoming, der Unterricht an sich, sowie vieles andere entsprachen den Erzählungen von EF, weshalb ich mich auch in der Schule besser vorbereitet fühlte.
Alles in einem bin ich wahnsinnig froh, dass ich ein Austauschjahr mit EF gemachte habe. Ich habe viele neue Erfahrungen gesammelt, mich weiterentwickelt und ein zweites Zuhause gefunden.
Auch wenn mein Jahr durch den Coronavirus anders geendet hat als erhofft, werde ich immer mit einem Lächeln auf diese Monate zurückblicken können.