bewertete am 15.11.18 den "Schüleraustausch USA" mit international Experience

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Vorbereitung
Betreuung
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Vorbereitung

Die Idee, ein Auslandsjahr zu machen, kam mir im Januar 2017, als ich um 2 Uhr nachts auf Austauschschüler auf Youtube gestoßen bin, die dort ihre Zeit dokumentierten. Ich war direkt Feuer und Flamme und habe mich die halbe Nacht darüber informiert. Am nächsten Tag konnte ich an nichts anderen denken und habe dann abends aufgeregt gesprochen. Diese waren erstmal ein wenig geschockt - aus dem Nichts möchte die 14-jährige Tochter plötzlich auf die andere Seite der Welt? Wir haben dann lange darüber geredet und Ende Januar sind meine Mutter und ich auf die Jugendbildungsmesse nach Düsseldorf gefahren. iE (international Experience) kam uns super sympathisch vor und wir haben ein Gespräch ausgemacht, bei der eine Mitarbeiterin mit meinen Eltern und mir Einzelheiten besprochen hat. Als dann alles offiziell war, ging es im Mai für mich zu einem Vorbereitungsseminar in Wiesbaden. Ich habe direkt Freunde gefunden und auch sonst lief alles super - natürlich wurden mit Infos beworfen und man konnte sich nicht alles merken, aber alles in allem war das Wochenende sehr hilfreich (Da alles auf Englisch war, habe ich den Rest vom Sonntag auch nur noch auf Englisch gedacht :) )Im Juni habe ich dann auch meine heißersehnte Gastfamilie bekommen: Für mich ging es nach Illinois, in die Nähe von Chicago zu einem Ehepaar mit älteren Kindern (die jedoch nicht mehr zuhause lebten). Wir haben schon vorher geskypt und viel geschrieben. Anfang August ging es dann endlich los!

Betreuung

Natürlich war ich super aufgeregt, als ich am 7. August 2017 in Chicago O´Hard landete. Da war eine gute Betreuung meiner Gastfamilie, aber auch meiner Local Coordinatorin wichtig. Diese war zwar ein bisschen verteilt, aber super lieb und dadurch dass sie an meiner Schule gearbeitet hat, auch immer für mich da. Neben dem monatlichen Anruf, ob alles in Ordnung sei (Routinefragen) und wie es sonst so läuft, haben wir auch mit den anderen Austauschschülern Ausflüge gemacht. Wir haben zusammen Lunch gehabt, Spiele gespielt und haben uns alle erstmal etwas besser kennengelernt. Außerdem haben wir alle einmal nationale Gerichte aus unserem Heimatland gekocht und waren im Kino. Da ich nur 5 Monate in den Staaten war, konnte ich nicht alle Ausflüge mitmachen, aber ich weiß dass die Truppe im Frühjahr sogar Ski fahren war.

Schule

Vor der Schule war ich am meisten aufgeregt. Auf meine Schule "Stillman Valley Highschool" gehen ca 600 Schüler, wir haben viele Sportteams (Football, Cheerleading, Basketball, Dance, Track, Volleyball,..) und auch sonst viele außerschulische Aktivitäten. 2 Tage nach meiner Ankunft hatte ich ein Gespräch mit meinem Counselor und habe meine Fächer gewählt. Ich war im Dance Team meiner Schule und hatte schon vor Schulbeginn Training, so konnteich die anderen besser kennenlernen. Der erste Schultag war super aufregend und das Gefühl, plötzlich auf einer amerikanischen Schule zu sein war völlig überwältigend und auch kaum zu beschreiben - das müsst ihr einfach selbst erleben :) Nach der ersten Woche war ich jedoch auch super platt und k.o.. Wir hatten zwar relativ viele Hauaufgaben auf, aber das konnte man gut schaffen. Nach einer Weile stellte sich auch eine gewisse Routine ein: 2 mal die Woche Tanztraining, zwischendurch mit Freunden treffen und jeden Freitag ging es zu den Footballgames. Was ich euch auf jeden Fall ans Herz legen kann, ist, Clubs beizutreten und einfach auf jeden zuzugehen. Das wird euch jeder sagen, aber es ist wirklich so! Sobald man Freunde gefunden hat und nicht den ganzen Tag zuhause hängt, wird alles viel einfacher und dasHeimweh verschwindet wie von selber.

Familie

Mit meiner Familie hatte ich echt viel Glück. Meine Gastmutter war eigentlich meistens zuhause, dadurch habe ich sie viel gesehen, aber dadurch dass wir in der Woche immer zusammen Abend gegessen haben, hatte ich auch mit meinem Gastvater ein gutes Verhältnis. Sonntags waren wir zusammen in der Kirche, auch das hat Spaß gemacht, da Kirche in den USA ganz anders als in Deutschland ist. Ich durfte abends viel raus und solange meine Gasteltern wussten wo ich bin, hatte ich eigentlich kaum Grenzen. Auch mit ihren Kindern und sogar Enkeln habe ich mich super verstanden. Diesen Sommer war ich nochmal "zuhause" für ein paar Wochen und habe bei e Gastfamilie besucht und auch sonst haben wir noch viel und regelmäßig Kontakt.

Also Leute, wenn ihr die Chance habt: Macht ein Auslandsjahr! Ich bin definitiv an mir selbst gewachsen und bereue nichts. Und die paar Tage Heimweh überlebt ihr, danach wird es immer besser!