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bewertete am 18.02.18 den "Schüleraustausch Kanada" mit Southern Cross

Familie
Schule
Vorbereitung
Betreuung
Ansprechpartner

Vorbereitung
Ich fand, dass die Vorbereitung reibungslos ablief. Der Informationstag war äußerst informativ und übersichtlich aufgebaut, mit dem Informationsblatt wusste ich auch sofort mit welchem Representative ich sprach. Außerdem gefiel es mir sehr, dass Nordamerika ein eigenes Vorbereitungstreffen hatte.

Betreuung
Die deutsche Beratung gefiel mir sehr. Ich fand es zwar schade, dass meine ursprüngliche Betreuerin einen anderen Karriereweg eingeschlagen hat, aber ich wünsche ihr viel Glück.

Frau Bauschke hat uns immer auf dem Laufenden gehalten, damit wir nichts verpassen und alle wichtigen Infos und Unterlagen rechtzeitig erhalten. Falls sie einmal nicht da war, gab sie uns Bescheid und bat Ersatz für die Dauer ihrer Abwesenheit an.

Sogar als ich in Kanada meine Gastfamilie gewechselt hatte, kontaktierte sie mich und wusste über alles Bescheid. Außerdem, versicherte sie mir, dass sie für mich da sei, wenn ich etwas benötigen würde.

Leider, habe ich in Kanada nicht so eine kompetente Betreuung gesehen. Nicht, dass ich sie nötig gehabt hätte, aber neben der deutschen Betreuung sahen meine kanadischen Koordinatoren echt alt aus. Sie wussten nicht so viel über ihre Schüler und man musste, wenn man ihnen ein Problem bekannt gab, immer damit rechnen, dass die Koordinatoren das Problem wahrscheinlich nicht wirklich lösen können werden.

Ich musste schließlich meine Gastfamilie wechseln. Es hat Wochen gedauert bis mir gesagt wurde, dass ich wahrscheinlich die Familie wechseln könnte. Nach dem Wechsel wurde mir gesagt, dass sie so froh waren, dass jetzt keiner mehr bei meiner ersten "Gastfamilie" geblieben ist, da die Organisation der Familie von Anfang an nicht getraut haben soll. Ich dachte mir einfach nur "Wenn ihr die Familie von Anfang an nicht so gut gefunden habt, wieso habt ihr mich da als Schüler überhaupt eingewiesen?"

Schule
Meine Schule war die größte in dem Upper Canada School District mit ungefähr 700 - 800 Schülern. Der erste Tag war natürlich schwer, da dort Schule sowieso eine andere Stellung hat als bei uns in Westeuropa. Es gab viel mehr Autoritätspersonen als bei uns. Ich hatte noch nie einen Guidance Councellor und zwei Vizedirektoren gesehen. Es gab sogar mehrere Büros für Verschiedenstes. Das Front Office, für Schulfremde und den Schulanfang, das Attendance Office, für die Anwesenheit der Schüler, und Student Services, da ging man hin, wenn man einmal etwas benötigte.

Sogar das Lehrer-Schüler Verhältnis war anders als ich es gewohnt war. In der Handelsakademie, aus der ich kam, hatte ich immer eine gewisse Distanz zu meinen Lehrern, weil es sich einfach so gehörte, doch in Kanada war das auch anders. Die Lehrer und Schüler waren fast schon wie Freunde, So lachte man gemeinsam mit den Lehrern über einen guten Witz, oder ging mit ihnen Kaffee trinken. Ich wurde sogar mal darauf eingeladen zusammen mit einer Lehrerin nach Ottawa zu fahren und dort gemeinsam den Tag zu verbringen. So etwas wäre unvorstellbar für mich in Österreich. Ich glaube, dass das sogar verboten wäre...

Familie
Nun ja, wo sollte ich anfangen? Meine erste "Gastfamilie" war nicht so toll, sie bestand aus einem alten Herren mit seinem Hund. Dazu kam noch der Gastbruder aus China, welcher kein Wort Englisch sprach und sich nur fürs Zocken auf der Konsole interessierte. Am 1. Oktober zog dann auch noch ein anderer Mann in das Haus und mir gefiel seine Hygiene überhaupt nicht. Außerdem unternahm keiner etwas mit mir (nicht einmal zu Thanksgiving) und durch die Regeln wurde man als Austauschschüler fast schon eingesperrt gehalten...

So wechselte ich die Gastfamilie und erlebte die besten drei Monate meines Lebens mit ihnen. Sie bestand aus einer Mutter, einem Vater, zwei Söhnen, einem Hockeyspieler aus New Jersey und aus zwei zuckersüßen Hunden, die mir später auch ans Herz gewachsen sind. Die Großeltern wohnten auch nebenan. Mein Gastgroßvater hat Deutsch-Österreichische Wurzeln. Er erzählte mir immer die coolsten Geschichten aus seiner Jugend. die beiden Großmütter backten ständig und überraschten mich mit Köstlichkeiten.

Außerdem, hatte ich auch noch eine Gasttante, die uns auch ständig besuchen kam und mich als einen Teil der Familie bezeichnete.

Ich hab mit ihnen mein erstes Weihnachten verbracht und sie bezeichneten mich auf meiner Kanada Flagge als ihren "drittten Sohn".