Wer einen Schüleraustausch in ein fremdes Land unternimmt, steht vor einer langen Liste an Vorbereitungen, die getroffen werden müssen. Eine Sache, auf die man sich aber nicht wirklich vorbereiten kann, ist die Gastfamilie, in der man während des Austauschjahres wohnt.

Gastfamilie – Regeln und Integration

Gastfamilien ersetzen während des Schüleraustausches die eigene Familie, daher ist es wichtig, dass man möglichst schnell ein Teil von ihr wird. Natürlich ist das nicht immer einfach, denn jede Familie ist anders und man hat unterschiedliche Erwartungen aneinander. Wer aber bei Familienaktivitäten mitmacht und sich auch nicht vor Aufgaben im Haushalt scheut, macht alles richtig. Außerdem ist es sehr wichtig, dass man sich an die Regeln der Gastfamilie hält. Sei das nun eine ausgemachte Zeit, zu der man zuhause sein soll oder das Bescheid sagen bevor man irgendwo hingeht – die Regeln sollten gleich am Anfang geklärt werden und man sollte sich auch daran halten. Die Gastfamilie ist während des Austausches für dich als Austauschschüler verantwortlich und will deswegen natürlich auch sicher gehen, dass es dir gut geht und dass du sicher bist. Wenn dir also manche Regeln komisch vorkommen oder du sie doof findest, solltest du dir das noch einmal klar machen und versuchen deine Gastfamilie zu verstehen.

Gastfamilie – Probleme und Familienwechsel

Die Austauschorganisation gibt sich viel Mühe, um für dich eine geeignete Gastfamilie zu finden. Nichtsdestotrotz kann natürlich nicht garantiert werden, dass ihr 100%ig zueinander passt. Probleme können immer auftauchen, einfach weil nicht jeder Mensch mit allen anderen Menschen gut auskommt. Das muss auch gar nichts mit dem Austauschschüler oder der Familie selbst zu tun haben. Wenn also Probleme auftauchen, sollte der erste Schritt ein klärendes Gespräch mit der Gastfamilie sein. Manchmal hilft es schon, wenn man Probleme direkt anspricht und gemeinsam eine Lösung findet. Wenn das nicht so ist, kann man immer noch die Austauschorganisation kontaktieren und um Rat fragen. Die Orgas kennen sich mit dem Thema aus und haben meistens schnelle und gute Lösungen parat. Ein Gastfamilienwechsel ist auch keine schlimme Sache. Er kommt bei Austauschschülern öfter vor, als sich die meisten Leute das denken. Eine wichtige Sache, die ihr aber unbedingt beachten solltet, ist, dass Probleme mit der Gastfamilie nicht herumgetratscht werden sollten. Das ist weder gut für deine Gastfamilie noch für dich. Sprich lieber direkt mit der Familie.

Gastfamilie – Gastgeschenke

Es ist völlig egal wohin der Schüleraustausch geht – man sollte immer daran denken, Gastgeschenke für die Familie mitzubringen. Das ist nicht immer ganz einfach, denn man kennt die Personen in der Familie ja noch nicht. Normalerweise bekommt man vorab von der Austauschorganisation Informationen über die Familie, also ob es Kinder gibt und in welchem Alter diese sind. Dementsprechend kann man dann auf die Suche nach Gastgeschenken gehen. Was überall gut ankommt sind Geschenke „Made in Germany“. Handgemachtes aus dem Erzgebirge, eine Kuckucksuhr aus dem Schwarzwald, Lübecker Marzipan oder andere deutsche Süßigkeiten – Hauptsache es kommt von hier. Außerdem gibt es Kochbücher mit deutschen Gerichten in vielen Sprachen, Kartenspiele mit deutschen Wahrzeichen, Bierkrüge, T-Shirts und und und... Der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt.

Tipps Gastfamilie

  1. Integrieren: Sitz nicht in deinem Zimmer, sondern sitz bei deiner Familie! Erzähle, wer du bist und lass dir von der Familie erzählen. Je mehr man voneinander weiß, desto besser findet man zusammen.
  2. Sprache: Egal welche Sprache deine Gastfamilie spricht, integriere dich indem du die Sprache lernst oder verbesserst. Lass dich von der Familie verbessern und habe keine Angst Fehler zu machen – deine Gastfamilie weiß, dass du zum Lernen da bist.
  3. Kochen: Jeder liebt es, neues Essen auszuprobieren. Verwöhne deine Gastfamilie mit deinem Lieblingsgericht oder einer Spezialität aus deiner Gegend!
  4. Sei dankbar! Die Gastfamilie öffnet dir für einige Monate die Tür zu ihrem Zuhause und lässt dich an ihrem Leben teilhaben. Dankbarkeit kann man zum Beispiel durch eine Einladung zum Essen oder andere kleine Gesten zeigen. Dir wird schon etwas einfallen, wenn du deine Gastfamilie besser kennen lernst.