Viele sind fasziniert und träumen vom American Way of Life. Austauschschüler wollen ihn während ihres Auslandsjahrs selbst spüren. Hinter diesem Lebenskonzept steckt jedoch noch mehr als die Redensart des Aufstiegs vom Tellerwäscher zum Millionär. Woher der Begriff stammt und was genau er beinhaltet kannst du bei uns nachlesen.

Leben in den USA - American Way of Life

Für viele Austauschschüler sind die USA erste Wahl, wenn es um ihren Schüleraustausch geht. Sie verbinden mit den USA Freiheit, atemberaubende Naturphänomene, interessante und positive Menschen. Kurzum, sie möchten den American Way of Life kennenlernen. Doch was bedeutet das genau?

Alles ist Möglich

Der Begriff entstand zur Zeit des Kalten Krieges. So wollte man sich von der Sowjetunion absetzen. Der American Way of Life beschreibt im Wesentlichen ein Lebenskonzept bzw. eine Lebensart, die viele Europäer fasziniert. Dazu gehört nicht nur die Redensart des Aufstiegs vom Tellerwäscher zum Millionär. Diese materielle Einstellung, dass es jedem möglich sein sollte, aus der Unterschicht in die wirtschaftliche Elite aufzusteigen, geht auf die wirtschaftliche prekäre Situation der Gründerzeit zurück. Durch harte Arbeit und einen unbeirrbaren Willen sollen so Wohlstand und Glück für jeden möglich werden. Der American Way of Life geht aber noch weiter. Neben der positiven, offenen und meist lockeren Grundhaltung der Amerikaner, die in deinem Schüleraustausch all gegenwärtig sein wird, sind in den USA einige Grundwerte extrem wichtig. Auch dies ist auf die Gründerzeit und der Erfahrungen der ersten Siedler zurückzuführen. Da ist zum einen zu nennen „the pursuit of happiness“, also das Streben nach Glück. Dies findet sich auch in der Verfassung wieder. Ebenso wichtig sind auch individuelle Freiheit und die Chancengleichheit für alle, ohne Rücksicht auf Herkunft oder Religion. Auch dies findet sich in der Verfassung wieder.

Die Lebensart beeinflusst alle Bereiche des Lebens

Auch in der Kunst findet der American Way of Life seinen Niederschlag. Maler wie Edward Hopper, Georgia O’Keeffe oder Charles Sheeler sind bekannte Vertreter des Amerikanischen Realismus, der in der Malerei für diese Lebenshaltung steht. Mit dieser Lebensart gehen auch die Großmachtstellung, der Kapitalismus und der Fortschrittsglauben einher. Kritiker bemängeln in diesem Zusammenhang oft die Zurückhaltung der USA etwa in Fragen des Klimaschutzes oder dem wirtschaftlichen Ungleichgewicht zwischen westlichen Industrienationen und Entwicklungsländern in Afrika oder Asien. Zudem gibt es auch in den USA einen großen Anteil an Mittellosen und armen Menschen, wobei es ja in den USA gleichzeitig die besten Universitäten und sehr reiche Menschen gibt. Jugendliche werden sich mit dem American Way of Life während des Schüleraustauschs sicher schnell anfreunden können. So werden sie als Austauschschüler in der Gastfamilie oder auf der High School normalerweise offen und freundlich empfangen, denn in den USA werden Toleranz und Offenheit eigentlich großgeschrieben.