Die Welt entdecken mit dem Abenteuer Schüleraustausch: Claus-Daniel Bartel hat in seinem Buch “The best year of my life. Ein Jahr als Gastschüler“ persönliche Erfahrungen als Austauschschüler in den USA zusammengefasst. Wie du die richtige Orga wählst und was für Kosten auf dich zukommen werden, hat Daniel Bartel hier zusammengefasst.

Eine Organisation zu finden, ist einer der wichtigsten Punkte nach der Entscheidung, ein Jahr in den USA zu verbringen. Von ihr hängt ab, wie gut das Jahr verläuft und wie viel Geld man sich leihen muss (Kredit) – denn der Preis ist nicht zu knapp, und das Vertrauen sollte groß sein. Eine Organisation sollte man spätestens ein halbes Jahr vor der großen Reise gefunden haben. Wenn es geht, schon ein Jahr vor Abflug.

Viele Organisationen bieten ein halbes (fünf bis sechs Monate) oder ein ganzes Schuljahr (neun bis elf Monate) an. Der Grundpreis unterscheidet sich hierbei meistens nur gering. Deshalb würde ich unbedingt ein ganzes Jahr empfehlen! Es dauert ein wenig, bis man in die Sprache und Familie hineinkommt, und wenn es dann nach einem halben Jahr so weit ist - also ich hätte nicht nach Hause fahren können! Die Zeit vergeht nach sechs Monaten wie „im Fluge“. Der Preis ist heiß: Die Grundpreise liegen im Schnitt bei 6.000 Euro, aber das gesamte Jahr inklusive Nebenkosten, Versicherung und Taschengeld kostet fast das Doppelte. Man sollte also früh zu sparen beginnen. Letztendlich ist der günstigste Preis nicht das A und O – es sollte gut verglichen werden; höhere Preise beinhalten oft einen größeren Leistungsumfang.

Ein Beispiel für entstehende Kosten bei einem zehnmonatigen Aufenthalt:

  • Organisation (Grundpreis): zwischen 3.000 (Osteuropa) und 20.000 Euro (Neuseeland)
  • Eventuell Sprachschule oder Vorbereitungscamp: ab 600 Euro
  • Versicherungspaket: 900 Euro (oft enthalten)
  • Weitere Ausgaben wie zum Beispiel Koffer oder Ähnliches: 200 Euro
  • US-Visum-Ausstellungsgebühr: 100 Euro
  • Telefoninterview mit US-Konsulat: 10 Euro
  • Telefonieren mit Deutschland: monatlich 10–40 Euro
  • Taschengeld: monatlich 150–300 Euro

Alleine in Deutschland bieten über 60 Organisationen Sprachreisen in die USA an. Genauso, wie sich das Wetter ändert, ändern sich auch die Preise, Kataloge, Zusatzoptionen und Service – und die wertvollen Vergleiche sind dahin. Jährlich entscheiden sich 10.000 Jugendliche aus Deutschland, ein Schuljahr im Ausland zu verbringen – alleine 6000 führt es Jahr für Jahr nach Amerika.

Folgende Überlegungen helfen beim Auffinden der richtigen Organisation:

  • Die Organisation sollte Erfahrung haben sowie
  • Zertifikate und Auszeichnungen.
  • Die Organisation führt persönliche Auswahl- und Bewerbungsgespräche durch.
  • Es gibt Testberichte oder Erfahrungsberichte zu lesen.
  • Die Organisation ist im Gastland selber oder durch eine Partnerorganisation vertreten.
  • Es sollten Kontaktpersonen beziehungsweise Betreuer in der Nähe platziert sein.
  • Das Programm sollte mindestens ein Vorbereitungsseminar beinhalten.
  • Die Organisation testet den Schüler und die Gastfamilie.
  • Es gibt Nachtreffen und Elternabende.

Hier noch ein heißer Tipp: Viele weiterführende Schulen bieten umfangreiche Informationen und sogar Informationsabende „Ein Schuljahr in den USA“ an. An so einem Abend kam ich meiner Entscheidung ein großes Stück näher, da auch Austauschschüler selber berichteten. Außerdem erfährst du die Bedingungen, falls du vorhast, dein Austauschjahr als Schuljahr anerkennen zu lassen.

Aus: The Best Year of my Life Daniel Bartel