bewertete am 02.12.14 den "Schüleraustausch USA" mit Ayusa Intrax

Familie
Schule
Vorbereitung
Betreuung
Ansprechpartner
Geprüfte Bewertung - Schueleraustausch.Net

In den USA habe ich viel über mich und meine Stärken und Schwächen gelernt.
Wegen der "pädagogischen" Unterstützung meiner Gastfamilie konnte ich dementsprechend daran arbeiten, meine Schwächen (z.B. langfristiges Planen zur Bewältigung von Problemen oder auch ein gewisses Maß von Organisation) los zu werden und mich durch meine Stärken in meinen Sportmannschaften (jeweils Fußball, Wrestling, Leichtathletik), der Gemeinschaft und meiner Schule dementsprechend einbringen konnte.
Als erster Austauschschüler habe ich es geschafft, ein Diplomen mit Auszeichung (Honors Diploma) abzulegen und das, obwohl ich eigentlich mit der Erwartung angereist war, eher sehr bequemliche Kurse zu belegen. Dem wurde dann schnell durch meine Gastfamilie Einhalt geboten und stattdessen mein Ehrgeiz entfacht, das Ziel des Amerikanischen Abschlusses zu erreichen.
Außerdem war ich zum ersten Mal teil einer Theatergruppe und dadurch einer der Darsteller in einem Musical - schlichtweg eine Position, in der ich mich niemals gesehen hätte.
Durch den Sport und vor allem durchs Wrestling, welches in dem Ort in dem ich wohnte, eine essentielle Freizeitbeschäftigung war, habe ich darüber hinaus viel über meine körperlichen Grenzen und nötige Disziplin gelernt, weshalb ich diese Erfahrung auch sehr schätze.
Jetzt ein paar Monate später kann ich diese Erfahrungen auf mein Leben zurück in Deutschland anwenden. In der Klausurphase, die grade ansteht, kann ich (ganz im Gegensatz zu früher), mir Gedanken machen, wie ich mein Lernen plane und gleichzeitig meine Physis nicht vernachlässige (da ich in Amerika gelernt habe, dass es wichtig ist ein gewisses Gleichgewicht zwischen Körper und Geist herzustellen, um vor allem in stressigen Situationen nicht den Kopf zu verlieren) und in beiden Strängen meines Lebens möglichst gute Ergebnisse erziele und dabei auch mein soziales Leben nicht zu kurz kommt. Außerdem weiß ich, dass es auch außerhalb Europas Leute gibt, die darauf hoffen, dass ich die richtigen Entscheidungen treffe und auf das aufbauen kann, was ich mit deren Hilfe erreicht habe.
Ich glaube, dass ein Auslandsjahr für jeden eine solche Chance bietet, der spontan genug ist, einfach Mal in einem Musical mitzumachen und das Durchhaltevermögen hat, ein viermonatiges Westling-Programm durchzustehen.
Das lässt sich nämlich leicht auf die zwei wichtigsten Qualitäten eines Austauschschülers übertragen, die meiner Meinung nach aus Weltoffenheit und der Fähigkeit, sich für Neues zu begeistern und aus der Bewusstheit, dass man egal wie schwer es ist, man trotzdem weitermachen muss und an vielen Stellen bis an seine Grenzen gelangen muss, um danach zu wissen, auf welche Eigenschaften von sich selbst, man sich in schwierigen Situationen verlassen kann, bestehen. Solche Situation könnten dann eventuelles Heimweh oder sprachliche Schwierigkeiten, so wie andere normale Teenager-Probleme sein, den man auch in den USA nicht aus dem Weg gehen kann.
Ein anderer wichtiger Tipp ist noch alles mitzunehmen, das nur irgendwie möglich ist. Einfach einen bequemen Sonntag-Nachmittag mit Netflix nicht einem Nachmittag, den man aktiv mit anderen Menschen verbringen kann, vorziehen, sondern sich immer wieder aufmachen!

Vorbereitung:
Das Vorbereitungswochenende war sehr aufregend, da die Interaktion mit Gleichgesinnten besonders spannend und lustig war und wir so gegenseitig die Aufregung des anderen lindern konnten.
Ich hätte mir nur gewünscht, dass die "Unterrichtseinheiten' auf Englisch absolviert worden wären, um ein gewisses Feeling gegenüber dem Austauschjahr zu aktivieren.

Betreuung:
Meine Betreuerin hat sich sehr nett um mich gekümmert und stand in monatlichem Kontakt mit mir, der damit verbunden war, dass ich ihr versichert habe, dass ich noch am Leben bin und auch ordentlich zu Essen kriege etc.

Ansprechpartner:
Aufgrund meiner Betreuerin hätte ich zu jedem Zeitpunkt jemanden gehabt, den ich im Notfall benachrichtigen hätte können.

Familie:
Eine Garantie für eine perfekte Gastfamilie gibt es nicht, aber meine war garantiert perfekt.

Schule:
Ebenso hat es mir meine Schule einfach gemacht, mich in den School-Spirit einzugliedern und dadurch viele tolle Erfahrungen zu machen.