Machst du deinen Schüleraustausch in Utah? Weißt du noch nicht so recht, was dich dort erwarten wird und wie du dich darauf einstellen sollst? In diesem Hangout spricht Friederike mit Verena über ihren Schüleraustausch in Utah. Verena berichtet von wunderschönen Berglandschaften, den freundlichen Mormonen Utahs und wie sie mit der Religiosität des US-Staates umgegangen ist. Definitiv ist dieser Hangout eine super Vorbereitung auf dein Austauschjahr in Utah!

Friederike: Hallo, liebe Schüleraustausch-Community! Ich begrüße euch ganz herzlich zu unseren Schueleraustausch-Hangouts. In unseren Hangouts bringen wir zukünftige, aktuelle und ehemalige Austauschschüler zusammen, die ihre Erfahrungen mit euch teilen. Ich bin Friederike, ich war 2014/2015 in den USA und ich freue mich heute Verena als Gast zu unserer ganz neuen Staatenserie begrüßen zu dürfen. Verena, stell dich doch am besten einfach mal vor.

Verena: Hi, ich bin Verena und ich war 2014/2015 in Utah und zwar in Murray und Taylorsville. Das ist in der Nähe von Salt Lake City.

Friederike: Alles klar, dann fangen direkt mit unserer ersten Frage an: Verena, wenn du Utah hörst, an was denkst du da als erstes?

Verena: Als erstes denke ich an die ganzen Berge, die dort sind, weil die echt wunderschön sind. Dann denke ich auch noch an Mormonen, weil ja fast jeder dort Mormone ist. Und ich denke auch an diesen Mormonen-Tempel, der in Salt Lake City ist. Ich war ja auch dort und der ist wunderschön! Im Winter sind dort voll viele Lichter und da ist alles voll schön geschmückt. Also, das ist echt schön! Außerdem denke ich an diese roten Berge im Süden, da ist also Wüste. Ich find die Unterschiede von Norden und Süden ganz cool.

Friederike: Sehr schön! Als du gehört hast, dass du nach Utah gehst, hattest du doch bestimmt auch irgendwie Vorurteile oder irgendwelche Vorstellungen wie es wohl sein wird. Wie hat sich das letztendlich herausgestellt? Haben sich Vorurteile bewiesen oder hast du auch gesehen „Hm, da lag ich wohl ziemlich falsch.“?

Verena: Als ich hörte, dass ich nach Utah komme, dachte ich mir nur so: „Oh, ich komme sicher zu Mormonen und die werden sicher total streng sein.“ Mormonen sind ja auch lange in der Kirche, also jeden Sonntag. In Österreich gehe ich gar nicht in die Kirche und davor hatte ich schon sehr Angst, aber dann als ich dort war, war alles eigentlich ganz anders. Mormonen sind eigentlich total liebe Menschen. Ich meine, es gibt schon ein paar, die wirklich sehr streng religiös sind, aber viele dort waren auch nicht so streng religiös. Meine Familie, die war zum Beispiel voll cool drauf. Ok, meine erste war schon ein bisschen strenger, ich habe ja auch Gastfamilien gewechselt. Aber meine zweite war total cool und Kirche war eigentlich auch nicht so schlimm. Es ging halt immer drei Stunden, aber es kam einem gar nicht so lange vor, weil man dort auch sehr viel Spaß hat. Man wird da auch in so Gruppen aufgeteilt und ist dann mit Leuten im gleichen Alter zusammen. Dort findet man auch gut Freunde.

Friederike: Ok, und hast du noch andere coole Facts über Utah, die du da jetzt herausgefunden hast und die für andere Leute spannend sein könnten?

Verena: Ja, ich fand es einfach cool, als der Winter angefangen hat. Da gibt es einfach mal Tage, wo zum Beispiel an einem Tag Schnee liegt und es ist eiskalt und am nächsten Tag kann es dann schon wieder voll heiß sein und man kann mit Shorts rumlaufen und kurzen Ärmeln. Sowas finde ich einfach total cool, wenn sich das Wetter einfach so vom einen Tag auf den anderen so verändert.

Friederike: Siehst du irgendwie Parallelen oder Unterschiede zu Österreich? Du wohnst ja jetzt in Österreich und nicht in Deutschland. Aber hast dort auch Sachen gesehen, die da vielleicht ganz anders waren oder vielleicht auch komplett gleich?

Verena: Als erstes: Es ist alles viel religiöser dort. In jedem Haus hängt zum Beispiel ein Kreuz und auch Missionary-Spruch. Die Mormonen gehen ja nach der High School auf ihre Mission. Es ist außerdem einfach eine ganz andere Stimmung dort, auch wenn man mit den Leuten dort redet, weil die ja ein bisschen religiöser sind. Noch eine Sache: In Utah bin ich auch das ganze Jahr über viel brauner geworden als zum Beispiel hier in Österreich im Winter. In Österreich bin ich immer voll weiß und so und habe keine Farbe. In Utah dagegen habe ich einfach viel mehr Farbe bekommen, auch als es Winter war. Die Sonne dort ist einfach viel stärker!

Friederike: Findest du, dass deine Freunde, die jetzt noch jünger waren als ihre Eltern, diesen Glauben auch stark angenommen haben und dass denen auch wichtig war, diesen Weg weiter zu führen? Und findest du, das hat sich irgendwie unterschieden zu deinen deutschen Freunden oder war das doch relativ ähnlich zu deinen deutschen Freunden?

Verena: Meinst du jetzt die Freunde von Utah und meine Freunde hier in Österreich?

Friederike: Ja.

Verena: Also bei meinen Freunden in Utah, habe ich das eigentlich jetzt nicht so stark gemerkt. Es gab schon welche, die religiös waren und zum Beispiel keine Schimpfwörter gesagt haben und gar nichts. Da musste ich auch aufpassen, dass ich nicht irgendwie was Schlimmes sage. Aber ich hatte dort auch Freunde, denen das egal war, die überhaupt nicht religiös sind. Meine Freunde hier in Österreich sind alle überhaupt nicht religiös. Das ist schon so ein Unterschied.

Friederike: Ok, dann die letzte Frage: Was haben künftige Austauschschüler in Utah zu erwarten?

Verena: Eine ganz nette Familie! Jedenfalls wenn sie zu Mormonen kommen, weil die einfach sehr familiär sind. Ich habe mich dort total aufgehoben gefühlt und wie ein richtiges Familienmitglied. Ich meine, wir haben dort auch gebetet und immer bevor wir schlafen gegangen sind, hat meine Gastfamilie gesagt, wie glücklich sie wären, dass ich dort bin.

Austauschschüler in Utah können auch erwarten, dass es im Sommer sehr heiß ist. Im Winter kann es aber auch kalt sein. Sehr, sehr kalt! Aber es kommt auch drauf an, wo man ist. Zum Beispiel oben im Norden wird es eher kälter und unten im Süden, in St. George, da ist es auch im Winter noch warm. Also, es kommt echt drauf an. Wenn man weiter oben ist, hat man auch diese schönen Berge. Wenn man in Salt Lake City ist, dann sieht man die einfach immer im Hintergrund. Und zum Beispiel im Sommer, wenn es warm ist, ist auf den Bergen noch Schnee. Meine Gastfamilie hat gesagt, dass es dort oben so einen Platz gibt, wo man campen kann. Man kann dort aber nur im Juli rauf, weil die ganzen anderen Monate über nur Schnee liegt.

Friederike: Ja, damit sind wir auch schon wieder am Ende des Hangouts angekommen. Ich danke dir, Verena, vielmals, dass du deine Erfahrungen mit uns geteilt hast und ich danke euch da draußen fürs Zuhören! Bis zum nächsten Mal! Verena: Tschüss!

Bist du neugierig auf Verenas Schüleraustausch in Utah geworden? Dann schau doch einfach auf Verenas YouTube-Kanal vorbei: https://www.youtube.com/user/verenawiesermusic. Hast du noch Fragen an Verena? Dann geh in unser Forum auf schueleraustausch.de. Dort ist das Video auch zu finden und du kannst deine Fragen direkt unter das Video in das Forum posten. Verena steht dir gerne Rede und Antwort! Willst du selbst mal bei einem unserer Hangouts mitmachen? Dann freuen wir uns, wenn du uns an info@schueleraustausch.de eine Mail schreibst oder unserer Facebookgruppe ‚Schüleraustausch Hangouts‘ beitrittst. Wir freuen uns sehr, wenn du deine Erfahrungen mit uns und der Schüleraustausch-Community teilst!