Die Welt entdecken mit dem Abenteuer Schüleraustausch: Claus-Daniel Bartel hat in seinem Buch “The best year of my life. Ein Jahr als Gastschüler“ persönliche Erfahrungen als Austauschschüler in den USA zusammengefasst. Gerade bist du in dein Austauschjahr Richtung USA gestartet: Irgendwie ist alle anders, als du es dir vorgestellt hast. Hier gibt’s Tipps den Kulturschock zu überwinden.

„Ich will wieder nach Hause, hier ist alles doof.“ Meistens drückt sich ein Kulturschock nicht so einfach aus. Es ist weitaus komplizierter. Für viele Austauschschüler ist es verwirrend, in einem fremden Land zu sein. Andere Regeln, andere Umgebung, andere Landessprache, andere Erwartungen. Das Bild, das man sich vorgestellt hat, war ganz anders. Das alles schafft Unsicherheit. Und nun muss man ein Jahr damit zurechtkommen! Diese Panik nennt man gewöhnlich Kulturschock oder Kulturmüdigkeit. Dieser Kulturschock ist jedoch nicht leicht zu erkennen. Er entwickelt sich meist langsam. Vielleicht ist es dir unangenehm, wie die Leute bestimmte Dinge anders bewerten und dass sich die Leute im Gastland aus deiner Sicht „falsch“ benehmen. Du fühlst dich „in einer anderen Welt“. Das ist ein Kulturschock.

Weitere Anzeichen sind:

  • Abneigung gegenüber deinem Gastland
  • Gedanken, was zu Hause alles besser ist
  • du regst dich über Kleinigkeiten auf
  • Heimweh, Liebeskummer
  • du sitzt oft alleine im eigenen Zimmer
  • du sprichst weniger mit deiner Gastfamilie
  • du willst nach Hause – alles ist grausam und „doof“.

Abhilfe schaffen: Höre auf dein Gefühl! Wenn du bemerkst, dass du dich auf einmal anders verhältst, frage, warum das so ist. Gegebenenfalls verstehst du die Situation und bist nur etwas überempfindlich.

Möglichkeiten, um mit dem Kulturschock fertig zu werden, sind:

  • Beschäftige dich und vermeide es, alleine zu sein. Somit vergeht die Zeit schneller.
  • Sprich offen mit Gasteltern, Freunden und Betreuern.
  • Vermeide, deine negativen Gedanken offen kundzutun viele verletzend wirken.
  • Versuche zu verstehen, warum etwas so ist, wie es ist.
  • Vergleiche deine Gastfamilie nicht mit anderen Familien.
  • Ruf nicht deine Eltern oder Freunde an! Du wirst sie nur noch mehr vermissen, und deine Eltern werden sich unnötig Sorgen machen.
  • Schreibe lieber einen Brief mit deinen Gedanken. Warte ein paar Tage. Somit hast du die Möglichkeit, den Brief vielleicht doch nicht wegzuschicken.

Aus: The Best Year of my Life Daniel Bartel