Die Welt entdecken mit dem Abenteuer Schüleraustausch: Claus-Daniel Bartel hat in seinem Buch “The best year of my life. Ein Jahr als Gastschüler“ persönliche Erfahrungen als Austauschschüler in den USA zusammengefasst. Während deines Schüleraustauschs in den USA ist Alkohol tabu. Daniel Bartel sagt dir warum.

Alkohol ist ein wichtiges Thema. Unsere Kultur geht damit ganz anders um als die Amerikaner. In den USA ist das Trinken erst mit der Vollendung des 21. Lebensjahres (legal drinking age) erlaubt. Wer vorher schon mit dieser Droge in Berührung kommt, wird kräftig bestraft. Während wir den Konsum von Alkohol in der Öffentlichkeit ganz normal empfinden, ist das in Amerika aufgrund vieler Gesetze unterbunden. Der Transport darf meist nur in Papiertüten erfolgen, am Sonntag werden vielerorts erst gar keine Spirituosen verkauft. Alkoholische Getränke dürfen nur mit einer speziellen Lizenz verkauft werden – und nur in abgetrennten Bereichen, um Jugendlichen sogar das Betrachten der bunten Flaschen zu erschweren.

Bei deinem Vertrag mit einer Austauschorganisation hast du garantiert, dich an das Gesetz des Gastlandes zu halten. Sollten diese nichteingehalten werden, so ist dir der vorzeitige Rückflug fast garantiert! Ein Beispiel gab es in meiner Gegend: Eine junge Dame aus Australien verbrachte ihren ersten Abend mit ein paar netten amerikanischen Jungs im Park. Hier und da kreiste eine Dose Bier von Hand zu Hand. Doch die Ordnungshüter sahen dies sehr schnell. Ihr wurde nicht einmal der Alkoholkonsum nachgewiesen, doch musste die Australierin die Nacht im Gefängnis verbringen. Ein Schock für jede Gastfamilie. Zu der Scham müssen die Gastfamilien unzählige Dokumente unterschreiben. Natürlich bleibt auch der Anruf bei den leiblichen Eltern nicht erspart. 24 Stunden später war die Schülerin schon wieder zu Hause. Ein teurer Kurzurlaub, sag ich da nur – denn die Organisation erstattet keinen Cent! Überhaupt werdet ihr feststellen, dass die Polizeipräsenz in den USA stärker ist als bei uns und man sich keinen Fehler erlauben sollte...

Aus: The Best Year of my Life Daniel Bartel