bewertete am 22.08.19 den "Schüleraustausch USA" mit GIVE Gesellschaft für Internationale Verständigung

Familie
Schule
Vorbereitung
Betreuung
Ansprechpartner

Ich habe mein Auslandsjahr 2018/19 mit GIVE in Oregon verbracht. Meine Erfahrungen mit GIVE sind sehr positiv da ich von Anfang an das Gefühl hatte gut unterstützt zu sein und immer einen Ansprechpartner an meiner Seite zu haben.

Die Vorbereitung auf mein Auslandsjahr lief sehr organisiert und gut ab. Bei Fragen stand mir stets eine Kontaktperson zur Seite die sehr bemüht war eine gute Hilfe zur Vorbereitung zu sein. Einige Monate vor der Abreise fand ein 2-tägiges Vorbereitungsseminar in Berlin statt, bei dem Mitarbeiter von GIVE sowie ehemalige Austauschschüler viele Tipps und Ratschläge geben konnten. Es wurden auch viele Ängste und Zweifel, nicht nur der Schüler sondern auch der Eltern, genommen und aufgeklärt. Der Hinflug wurde auch durch eine Betreuerin begleitet und man ist in einer kleinen Gruppe in die Staaten geflogen.

Die Betreuung vor Ort durch ASSE ist auch empfehlenswert. Regelmäßig wurde durch E-mails von der Organisation gefragt wie es mir geht und ob ich Fragen oder Probleme habe. Jeder Austauschschüler hat einen Local-Rep der für ein bestimmtes Gebiet zuständig ist und der auch der erste Ansprechpartner bei Problemen ist. Mein Local-Rep war ein Lehrer an meiner Schule weshalb ich ihn mehrmals in der Woche gesehen habe und immer wieder kurze Gespräche mit ihm geführt habe. Bei Fragen und Problemen stand er mir immer zur Seite und hat stets versucht mir zu helfen. Glücklicherweise hatte ich keine schwerwiegenden Probleme wie einen Gastfamilienwechsel oder ähnliches. Zudem haben wir mehrmals etwas mit anderen Austauschschülern unternommen, unter anderem der Besuch eines Basketballspiels, Whale watching, und ein Asiatischer Lunch zum chinesische Neujahr.

Meine Schule war eine sehr kleine Schule mit nur knapp 200 Schülern in der High School. Ich persönlich habe es sehr genossen in einer kleinen Schulgemeinschaft zu sein, da dadurch jeder jeden kannte und die Gemeinschaft in der Schulfamilie sehr groß geschrieben wurde. Glaube ist ein sehr großes Thema an meiner Schule gewesen, da es eine Christliche Privatschule war. Dies wurde unter anderem geprägt durch täglichen Religionsunterricht, wöchentliche Gottesdienste und das allgemeine Schulleitbild, das stark im christlichen Glauben verankert war. Neben der Religion spielte auch Sport und der sogenannte “School Spirit” eine große Rolle. Egal ob es sich dabei um das anfeuern der Footballmannschaft, die Choreos der Cheerleader, oder auch der Teamgeist im eigenen Sport-team handelt. Ich habe in der Herbstsaison Fußball und im Frühjahr Softball, ähnlich wie Baseball, gespielt, und es hat mir sehr viel Spaß gemacht. Durch den Sport habe ich schon vor Schulbeginn viele Freunde gefunden und konnte dadurch guten Anschluss finden. Ein weiteres Highlight an amerikanischen High Schools ist Homecoming und Prom. An meiner Schule gab es im Dezember einen Winter Formal, bei dem die Jungs die Mädchen mit Plakaten zum Tanz einladen. Im März gab es dann das ganze umgekehrt. Beim Sadies fragen die Mädchen die Jungs, bei uns war dieser Tanz nicht formell und stand unter dem Motto “Country-night”. Leider konnte ich nicht mit zum Prom gehen, da es an meiner Schule die Regel gab, dass nur Juniors und Seniors beim Prom teilnehmen dürfen, und ich war ein Sophomore. Dennoch hat mir das Schuljahr in einer amerikanischen High School sehr gut gefallen.

Meine Familie bestand aus zwei Elternteilen, einem Gastbruder der noch zu hause lebte, und drei weiteren Gast Geschwistern die schon ausgezogen waren. Meine Gastfamilie hat schon sehr viel Erfahrung mit Austauschschülern und sie nahmen mich wie einen Teil ihrer Familie auf. Anfangs ist es natürlich noch ein komisches Gefühl bei einer fremden Familie zu wohnen, jedoch gewöhnt man sich schnell an die neue Situation. Schon nach kurzer Zeit fühlte ich mich wie zu Hause und wurde als richtiges Familienmitglied gesehen. Ich bin mit meiner Familie viel gereist und habe viel mit ihnen unternommen, was nicht bei jeder Gastfamilie so ist. Wir sind zu allen Footballspielen meines Gastbruders gefahren, machten einen Roadtrip nach Arizona, sind nach Seattle gefahren und haben auch viel von Oregon gesehen. Mein Gastvater hat versucht zu jedem meiner Fußballspielen zu kommen und mit meiner Gastmutter bin ich des öfteren Einkaufen und Kaffee trinken gefahren. Mein Gastbruder hat mich in die Schule und auch zu meinen Freunden gefahren. Ich bin sehr dankbar für meine Familie und mein zweites Zu Hause in den USA. Ich bin froh dieses Auslandsjahr mit GIVE gemacht zu haben und dass ich diese einzigartigen Erfahrungen gesammelt habe.