GIVE Gesellschaft für Internationale Verständigung mbH

  • Organisation: HiCo
  • Organisation: GYG
  • Organisation: DFSR
  • Organisation: Do it!
  • Organisation: Stepin
  • Organisation: IMB
  • Organisation: ASSE
  • Organisation: Experiment
  • Organisation: AFS
  • Organisation: AIFS
  • Organisation: YFU
  • Organisation: ISKA
  • Organisation: IE
  • Organisation: team
  • Organisation: CAMPS
  • Organisation: STS
  • Organisation: IHF
  • Organisation: iSt
  • Organisation: TravelWorks
  • Organisation: SouthernCross
  • Organisation: Ayusa
  • Organisation: Partnership
  • Organisation: ODI
  • Organisation: TREFF
  • Organisation: GIVE
  • Organisation: Xplore
  • Organisation: EF

Reisebericht von Christian

Gastland: Australien, Sunshine Coast

Ich hatte schon öfters von der Möglichkeit gehört, ein halbes oder ein ganzes Jahr im Ausland zu verbringen. Ich hatte aber nie vor, so etwas zu machen. Denn ich konnte mir nicht vorstellen, einfach aus der gewohnten Umgebung „auszubrechen“ und in einen, mehr als 17 Tausend Kilometer entfernten, Ort zu gehen ohne wirklich zu wissen, was einen dort erwartet. Auch ein halbes Jahr ohne Eltern (so gerne ich mal eine oder zwei Wochen Abstand hatte) und ohne meine Freunde aus Deutschland, konnte ich mir nicht vorstellen. Doch es kam anderes. In der Schule gab es einen Infoabend und danach war mir klar, dass ich gehen wollte. Zunächst nur drei Monate, doch als ich sah, dass ich quasi nur die Sommerferien dort bin und direkt zum Schulbeginn (3 Wochen danach) wieder hier gewesen wäre, verlängerte ich auf 6 Monate. Meine Wahl für Australien war schnell getroffen, denn Australien ist so weit weg, dass es sich für einen normalen Urlaub nicht lohnen würde. Außerdem war mir klar, wenn ich das mache, dann gehe ich so weit weg wie nur möglich. Irgendwann, ich glaube so 4 Wochen vor der Abreise, bekam ich meine Gastfamilie zugewiesen. Ich nahm natürlich sofort den Kontakt auf - per E-Mail. Wir hatten eigentlich auch vor zu Skypen, dies wurde wegen der Zeitverschiebung allerdings nichts. Knapp zwei Wochen vor den Sommerferien ging es dann los. Ich bin von Frankfurt über Singapur nach Brisbane geflogen. Vor dem Flug hatte ich Lampenfieber, das ist aber - glaube ich - auch normal, da es mein erster Langstreckenflug und auch mein erstes Mal außerhalb Europas war. Meine Eltern und meine Großeltern begleiteten mich noch bis zum Flughafen, ab dort war ich auf mich alleine gestellt. Da wir nur vier Jugendliche waren, war unser Flug nicht begleitet, zu mindestens bis Singapur. Dort trafen wir die Gruppe, die die Singapur Experience gemacht hatte. Ab dann war unser Flug auch begleitet. Als wir in Australien ankamen, wurde ich und ein paar andere Schüler von unserer Homestay Koordinatorin abgeholt, da wir auf die gleiche Schule gingen. In dieser Zeit erklärte sie uns alles was wir wissen wollten und mussten. Als wir an der Schule ankamen, wurde ich direkt von meinen Gasteltern abgeholt. Meine Gasteltern haben mir dann alles gezeigt und nach und nach habe ich dann auch meine Gastgeschwister kennengelernt. Nach etwas Schlaf, hat mir meine Gastmutter die Umgebung gezeigt und mein Gastvater den Weg zur Schule. Ich bin die ganze Zeit mit dem Fahrrad in die Schule gefahren, da es schneller ging und es auch günstiger war. Am Sonntag habe ich dann das erste Mal die ganzen anderen „Internationals“ getroffen, die meist auch gerade erst gekommen waren. Montag war dann der erste Schultag. Wir haben die Schule gezeigt bekommen und mussten uns unsere Schuluniform kaufen. Dann haben wir unsere Schulfächer ausgewählt und sind in die Klassen gegangen. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich in den ersten zwei Wochen immer nach den Klassenräumen gesucht habe, da es viele ziemlich kleine Gebäude gab. Das machte es sehr kompliziert, das richtige Gebäude zu finden. Nach und nach wurde es zum normalen Rhythmus. Ich habe Freunde gefunden, mit denen ich nach der Schule zum Strand gehen oder die Umgebung anschauen konnte. Dann fingen die Aktivitäten von der Schule an, wie Surfen oder Ausflüge. Das mussten wir allerdings alle selber bezahlen, das Geld hat sich aber allemal rentiert. Nach 10 Wochen Schule hatte ich 2 Wochen Ferien, hier hatte ich die Möglichkeit im Land in einer Gruppe rumzureisen, z.B. ging ein Trip die ganze Ostküste entlang, ein anderer ging nach Sydney. Ich entschied mich aber für die Northern Territory Safari. Die Tour fing in Adelaide an (im Süden von Australien) und ging durch die Simpson Desert nach Darwin (die nördlichste, größte Stadt in Australien). Das sind ungefähr 4.000 Kilometer, die wir in zwei Wochen mit einem Bus durchquert haben. Das ist wirklich eine Reise wert, denn die Landschaft war atemberaubend. Wir sahen bekannte Orte wie z.B. Ayers Rock (Uluru), Kings Canyon, Kathrin River und natürlich, Städte angefangen mit Adelaide über Alice Springs (eine Stadt die einfach mal im Nirgendwo liegt) bis zu Darwin. Nicht zu unterschätzen ist auch das Klima, denn zwischen knappen 20°C in Adelaide bis zu 45°C und über 90% Luftfeuchtigkeit ist alles möglich! Als dieser Trip vorbei war, blieben mir noch 8 Wochen Schule bis zu den Zeugnissen. Es wurden noch ein paar „exam´s“ geschrieben, die allerdings alle ziemlich einfach waren. Nach diesen 8 Wochen Schule kamen meine Eltern nach Australien, da wir uns noch Sydney, Cairns/ Port Douglas und die Whitsundays (Pfingstinseln) anschauen wollten. Als erstes aber habe ich meinen Eltern die ganze Umgebung gezeigt, nach drei Tagen musste ich mich dann von meiner Gastfamilie verabschieden. Nach einem halben Jahr war das Abenteuer leider zu Ende und es ging wieder zurück nach Deutschland. Es war bisher die beste Erfahrung meines Lebens!

Back