bewertete am 09.10.20 den "Schüleraustausch Australien" mit GIVE Gesellschaft für Internationale Verständigung

Familie
Schule
Vorbereitung
Betreuung
Ansprechpartner

Bevor es für mich nach Australien ging mussten hier in Deutschland noch einige Sachen geplant und vorbereitet werden. GIVE hat uns einerseits bei der eigenen Vorbereitung zuhause mit immer neuen Briefen versorgt und unterstützt, andererseits hatte ich ein gutes, allererstes Gespräch mit einer der Ansprechpartnerinnen und ein sehr gutes Vorbereitungsseminar, welches von Freitag bis Sonntag in einer Jugendherberge statt fand. Am Anfang des Seminars waren die Eltern noch mit dabei und jeder hatte die Möglichkeit Fragen zu stellen, Schüler aber auch die Eltern. Gegen Abend sind die Eltern dann gegangen und wir Schüler haben angefangen uns besser kennenzulernen. Der Vorteil an diesem Treffen mit anderen Austauschschülern ist, dass man auch schon nette Kontakte knüpfen kann. Mir persönlich hat das sehr viel gebracht, ich habe zwei Mädchen kennengelernt, die beide, genauso wie ich, die Singapur Experience mitgemacht haben. Das bedeutet, dass wir zusammen geflogen sind, natürlich hatten wir auf der Hinreise einen Sammelflug mit Betreuung. Wir waren dann aber auch in Singapur zu dritt auf einem Hotelzimmer.
Meiner Meinung nach ist die Experience-Tour am Anfang, bevor es dann ins Zielland geht, sehr empfehlenswert. Ich habe wunderschöne Sachen gesehen und erlebt, wie zum Beispiel das Feuerwerk des chinesischen Neujahrs von dem bekannten Hotel ‘Marina Bay Sands’ aus anzuschauen.
Die Betreuung, die wir von GIVE aus hatten hat mir sehr gut gefallen. Die Mitarbeiterinnen, die ich kennenlernen durfte, sind super nett und bemühen sich sehr, dass alles wie gewünscht verläuft und kümmern sich, sollte es irgendwelche Probleme geben, egal womit. Die Betreuer, auch Ansprechpartnern, in Australien waren auch sehr gut. An meiner Schule, dem Kawana Waters State College an der Sunshine Coast, gab es einen Kooridinator, der zwischen der Schule und den Internationals vermittelt hat und eine Koordinatorin, die für die Vermittlung zwischen den Gastfamilien und Internationals zuständig ist. Hatte man also Probleme musste man in das International-Office gehen und die beiden haben sich Zeit genommen um zu reden und um Lösungen zu finden.
Für meine Schule, also KWSC, habe ich mich entschieden, da ich unbedingt Surfen als Schulfach haben wollte. Die Schule liegt sehr nah am Meer, weshalb es möglich war, dass sich unser Surfkurs (auch Einheimische) Montags morgens am Strand treffen konnte und wir dann mit ausgeliehen Surfboards oder auch eigenen zwei Stunden lang dort geblieben sind. Des weiteren habe ich die Schulfächer Chemie, Fußball, Kochen und Design belegt. Mathe und Englisch hatte ich auch, die waren Pflicht. Das Schulleben in Australien sieht ganz anders aus, wenn man es mit dem in Deutschland vergleicht. Die Schule fängt später an, die Pausen sind länger und die Gebäude sind völlig anders aufgebaut. Häufig hat man weitläufige Anlagen und jedes Fach beziehungsweise jeder Fachbereich hat sein eigenes Gebäude.
Ich hatte eine Schuluniform, was für mich ein neues Erlebnis war. Hier an meiner Schule kann ich anziehen was ich möchte und habe das auch lange als sehr gut angesehen, aber ich muss ehrlich sagen: ich vermisse es die Uniform zu tragen. Meiner Meinung nach gibt sie ein Gefühl der Verbundenheit, da alle das gleiche anhaben und sieht einfach sehr schön aus.
Als letztes möchte ich zu den Gastfamilien kommen. Ich habe sechs Monate in Australien verbracht und haben nach ca. 2 1/2 Monaten die Gastfamilie gewechselt. Es hat zwischen uns einfach nicht so gut gepasst, aber auch das ist gar nicht schlimm, denn ich habe mich getraut mit meiner Koordinatorin darüber zu reden und auch GIVE wusste davon bescheid. Gemeinsam haben wir uns dazu entschlossen, dass es das beste wäre die Familie zu wechseln. Meine zweite Gastfamilie war super. Ich habe direkt am Meer gewohnt, konnte innerhalb fünf Minuten die Schule zu fuß erreichen und hatte auch eine Bushaltestelle sehr nah an meinem Haus. Im Großen und Ganzen geht es bei den Familien immer um Kommunikation und ich habe noch niemanden kennengelernt, der am Ende unglücklich in seiner Familie war, da man immer die Möglichkeit hat zu tauschen.
Ich kann garantieren und auch aus eigener Erfahrung berichten, dass sich ein Auslandsaufenthalt mit GIVE sehr lohnt und man sehr gute Unterstützung erhält, wenn man sie überhaupt braucht. :)