Erfahrungsberichte - Kanada von iSt

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Austauschorganisation iSt In­ter­na­tio­na­le Sprach- und Stu­di­en­rei­sen

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Erfahrungsberichte - Kanada

Reisebericht von Florian

Gastland: Kanada, Burnaby - British Columbia Austauschjahr: 2025/26

Schon lange hatte ich den Wunsch, ein Auslandsjahr zu machen, so wie man es sich vorstellt. Ich habe mich für den Schuldistrikt Burnaby entschieden, weil er sehr nah an Vancouver liegt und ich unbedingt in einer größeren Stadt leben wollte. Besonders attraktiv fand ich, dass der Distrikt viele sportliche Aktivitäten anbietet, was mir sehr gefallen hat. Für meinen Austausch habe ich mich für iSt entschieden, da sie mich während des gesamten Aufenthalts unterstützten und begleiteten. An der Burnaby Central High School konnte man pro Semester vier Fächer wählen, und die Auswahl war groß. Ich entschied mich für Composition 11, Weightlifting 12, Foundations 12 und Economics 12. Der Unterricht hat mir sehr viel Spaß gemacht, da die Lehrer/innen nicht nur kompetent, sondern auch freundlich waren, man konnte mit ihnen auch mal Spaß haben. Oft bekommt man Assignments, die entweder im Unterricht oder zu Hause erledigt werden müssen, abhängig vom Fach. Einige meiner Freunde hatten Biologie, wo man etwas mehr lernen musste. Neben dem Unterricht trat ich dem Fußballteam der Schule bei. Wir hatten zwei Spiele pro Woche, dienstags und donnerstags. Obwohl wir in den Playoffs ausgeschieden sind, habe ich viele Freundschaften geschlossen und das Team hat mir sehr viel Spaß gemacht. Die Schule organisiert außerdem eigene Events, oft vom Student Government, wie Motto Wochen oder Filmabende. Solche Aktivitäten machten den Schulalltag spannend und erleichterten es, neue Leute kennenzulernen.

Meine Gastfamilie bestand aus einem Ehepaar, beide etwa 60 Jahre alt, und einem Hund. Ihre Kinder lebten nicht mehr zu Hause. Sie waren nett und hilfsbereit, was mir das Ankommen erleichterte. Mein Tagesablauf war angenehm, da ich immer erst zur zweiten Stunde Schule hatte: Aufstehen gegen 8:30, mit dem Bus drei Stationen zur Schule. Unterricht war bis 15:40, danach ging es entweder mit Freunden in die Stadt oder ich verbrachte Zeit mit meiner Gastfamilie. Durch die Schule konnte ich viele Freundschaften schließen nicht nur mit Kanadiern, sondern auch mit Deutschen, Mexikaner, Italiener und Brasilianer. Ich habe eine große Gruppe enger Freund/innen gefunden. Die Schule war genauso, wie ich es mir vorgestellt habe: alle waren freundlich, man hatte Spaß beim Lernen und in den Pausen. Natürlich gab es Tage mit Tests, aber das gehörte einfach dazu und minderte den Spaß nicht. Mit der Sprachbarriere hatte ich vor allem am Anfang etwas zu kämpfen, besonders im Umgang mit Kanadier*innen. Aber da sie wissen, dass man Austauschschülerin ist, war es meist kein Problem, wenn man etwas nicht wusste, wurde es oft sogar lustig. Heimweh kam vor allem abends auf, wenn man über den Tag nachdenkt oder etwas nicht lief wie gewünscht. Insgesamt gab es aber so viele neue Erfahrungen und positive Erlebnisse, dass man selten lange darüber nachdenkt. Die Partnerorganisation vor Ort war jederzeit erreichbar, und ich konnte offen über solche Dinge sprechen, was mir sehr geholfen hat.

Ein Highlight meines Aufenthalts war definitiv die Stadt selbst Burnaby und das nahegelegene Vancouver. Besonders spannend waren die Eishockey und Fußballspiele der Canucks und Whitecaps, die ich besucht habe. Außerdem besichtigte ich die Universitätscampusse der University of British Columbia (UBC) und Simon Fraser University (SFU), was für mich ein besonderes Erlebnis war. Die Burnaby Central High School, die Menschen dort und die Atmosphäre alles war perfekt für mich. Ich war ein bisschen neidisch auf die Schüler/innen vor Ort, weil ich mir vorstellen konnte, immer auf diese Schule zu gehen und später auf diese Unis zu kommen. Die Natur in der Umgebung war atemberaubend. Ich war Skifahren, Golfen und habe viele andere Aktivitäten ausprobiert. Meine kanadischen Freund/innen spielten in der Eishockeymannschaft, und ich durfte ihnen zuschauen. Mir fiel auf, dass an der Schule fast jeder aktiv ist, sei es im Sport oder bei anderen Aktivitäten. Diese Energie machten den Aufenthalt unvergesslich. Mein Auslandsaufenthalt in Kanada war bisher die beste Entscheidung meines Lebens. Ich kann mir sogar vorstellen, später in Kanada zu leben. Die Menschen vor Ort waren unglaublich nett und hilfsbereit. Mein Tipp an zukünftige Teilnehmer/innen: Geht offen auf die Schüler/innen zu. Für sie ist es inzwischen normal, dass jedes Jahr Austauschschüler/innen kommen, aber ihr könnt die Erfahrung besonders machen, wenn ihr Initiative zeigt. Auch zwei Monate nach meinem Aufenthalt habe ich noch regelmäßig Kontakt zu meinen Freunden Freundschaften fürs Leben, lassen sich hier wirklich schließen. Ich werde sie auf jeden Fall wieder besuchen. Die Partnerorganisation war stets hilfsbereit, es gab keinerlei Probleme.

Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass die Betreuung durch iSt und ihre Partnerorganisationen eine sehr gute Wahl ist.

Gastland: Kanada, Maple Ridge - British Columbia Austauschjahr: 2017 (3 Monate)

Knapp ein Jahr zuvor fing alles an: mein Entschluss einen Auslandsaufenthalt zu machen, nahm immer mehr Gestalt an, Kanada als Zielland stand von Anfang an fest und bald war auch iSt als passende Organisation gefunden. Im April fuhr ich dann nach Düsseldorf zu dem Orientierungsseminar und traf die anderen Jugendlichen, die sich ebenfalls entschlossen hatten, einen Auslandsaufenthalt zu machen. Am 31. August sahen wir uns dann alle am Frankfurter Flughafen wieder, unser großes Kanada-Abenteuer konnte beginnen. Tatsächlich kann ich sagen dass der Abschied mir gar nicht so schwer viel, ich war viel gespannter darauf, was mich erwarten würde. Nach zehn Stunden Flug kamen wir alle sehr müde am Flughafen in Vancouver an und mussten eine Stunde auf unsere Busse warten, die uns nach Maple Ridge bringen würden. Am Riverside Center in Maple Ridge holten uns dann unsere Gasteltern ab. Meine Gastfamilie bestand aus zwei Frauen um die 60, einem kleinen Hund und meiner italienischen Gastschwester. Gleich am ersten Tag organisierte der Schuldistrikt einen Ausflug für alle International Students an den Alouette Lake, einem nahen Badesee. So konnte man gleich Kontakte zu den neuen Mitschülern knüpfen und fühlte sich am ersten Schultag nicht so alleine. An meiner Schule, der Westview Secondary School waren knapp 130 International Students aus der ganzen Welt, die alle sehr nett und offen waren und mit denen man sich sehr schnell anfreundete. Um mit den Kanadiern Freundschaften zu schließen, benötigte es manchmal etwas Selbstengagement, es lohnte sich aber wirklich, denn die waren auch total freundlich und lustig. Der Stundenplan war so aufgebaut, das ich vier Pflichtfächer hatte (Englisch, Mathe, Sience, Social Studies) und noch vier weitere Fächer, die schon für mich ausgewählt waren, ich aber noch wechseln konnte (Foods, PE, Music Concert Band, Französisch). Nachmittags spielte ich Volleyball in der Schulmannschaft oder ging in den Weight Room. In den Schulteams teilzunehmen ist eine super Möglichkeit mehr Kontakt zu den Kanadiern aufzubauen und es macht echt Spaß gemeinsam zu den Spielen zu fahren und für die Schule zu kämpfen. Das Niveau der Schule kann man nicht mit dem einer bayrischen Schule vergleichen. Den Stoff, den die Kanadier in der zehnten Klasse durchnehmen, macht man hier teilweise in der sechsten oder siebten Klasse. Dennoch wird selbstverständlich erwartet, dass man zuverlässig die Hausaufgaben erledigt und sich auf die vielen kleinen Tests vorbereitet. In meiner Freizeit war ich sehr aktiv: Fast jeden Nachmittag habe ich nach dem Sport noch etwas in Maple Ridge gemacht. Wir waren oft bei Tim Hortons, Starbucks, im Kino und abends im Youth Center oder haben Filmeabende gemacht. Am Wochenende standen dann die größeren Ausflüge nach Vancouver, Coquitlam, Granville Island, Kitsiliano, wandern, zum Hockey Game, Stanley Park etc. an. Ende November konnten wir sogar noch einmal nach Grouse Mountain, um mit einer traumhaften Aussicht auf Vancouver und den Pazifik Ski zu fahren. Aufgrund der guten Bus-und Bahnverbindungen war man komplett unabhängig und konnte sich frei bewegen. Nach all diesen tollen Erfahrungen und Erlebnissen fiel es mir sehr schwer von Kanada Abschied zunehmen. Doch ich weiß, ich habe so viel gelernt und diese Zeit kann mir niemand mehr nehmen. Wie man so schön sagt: Es ist kein „Mach´s gut“, es ist ein „Auf Wiedersehen“!