Aufregung vor dem Bewerbungsgespräch zum Schüleraustausch? Das ist völlig normal! Damit du aber weißt, was auf dich zukommt und du dich besser vorbereiten kannst, bekommst du hier fünf Tipps, welche dich entspannter in ein erfolgreiches Bewerbungsgespräch gehen lassen.

1. Sei pünktlich!

Nicht nur, dass Pünktlichkeit eine positive Eigenschaft in Deutschland ist – sie verrät auch viel über deine Motivation. Du zeigst damit Respekt gegenüber dem Bewerbungsgespräch und den Interviewern. Außerdem werden die Interviewer es bestimmt positiv bewerten, wenn du schon einige Minuten früher da bist. Tipp: Sei ca.10-15 Minuten vor dem Interview vor Ort – somit kannst du oft in ungezwungener Atmosphäre mit den Interviewern plaudern und damit eigene Aufregung abbauen.

2. Habe alle nötigen Unterlagen dabei!

Was bringst du mit? Generell solltest du folgendes dabei haben:

  • Deine kompletten Bewerbungsunterlagen – falls der Interviewer deine Bewerbungsunterlagen nicht dabei hat, kannst du diese nochmal vorlegen oder dich im Zweifel darauf beziehen. Außerdem wichtig: Du solltest wissen, was du in den Bewerbungsunterlagen geschrieben hast, damit es keine Unstimmigkeiten zwischen deinem Aussagen in Gespräch und den Unterlagen gibt.
  • Zeugnisse – oft möchten Interviewer diese sehen. Denke daran, dass viele Austauschorganisationen einen gewissen Notendurchschnitt fordern. Erreichst du diesen? Gut! Falls nicht, kannst du als Kompromiss anbieten, diesen Notendurchschnitt bis Jahresende zu erreichen. Zur Glaubwürdigkeit gehört dann natürlich auch, dass du gleich sagst, wie du dies schaffen wirst!
  • Eine Uhr - denn falls du während des Bewerbungsgespräches etwas Schriftliches in wenigen Minuten verfassen musst, solltest du die Zeit im Blick haben.

Beachte bitte, dass die Auswahlgespräche zwischen den Organisationen zum Teil sehr unterschiedlich sind. Schaue deshalb in jedem Fall auch nochmals in deine Einladung. Somit weißt du auch, ob du ein Einzel- oder Gruppeninterview haben wirst und kannst dich besser darauf einstellen und vorbereiten. Einige Organisationen bitten dich zum Beispiel, einen Gegenstand mitzubringen, der dich genauer beschreibt. Dann musst du vorher natürlich in Ruhe überlegen, was das sein kann.

3. Was ziehst du an?

Wichtig bist du als Mensch und nicht so sehr, wie du aussiehst. Einen gepflegten Eindruck solltest du dennoch machen. Anzug und Krawatte sind nicht nötig, Jeans und ein sauberes T-Shirt hingegen völlig ausreichend. Es könnte auch sein, dass ein rot gefärbter Irokese abschreckend wirkt, genauso steht es mit zahlreichen Gesichtspiercings. Das Interview ist deine persönliche Bewerbung an die Austauschorganisation, das solltest du immer bedenken. Aber vor allem solltest du dich in deinem Klamotten wohlfühlen, denn dies lässt dich entspannter wirken und außerdem spiegeln sie deine Persönlichkeit wider.

4. Achte auf deine Sprache

Auch wenn du dir vorher einen noch so coolen oder witzigen Spruch zurechtgelegt hast – sobald ein Schimpfwort oder sogar eine Obszönität darin vorkommt, machen sich die Organisationsmitarbeiter automatisch in ihren Köpfen ein dickes Minus hinter deinem Namen. Auch „Slang“ ist bei diesen Gesprächen out, egal ob im Deutschen oder in der Sprache deines Gastlandes! Denn wer möchte schon Austauschschüler präsentieren, die eine schlechte Wortwahl haben?

5. Bereite dich gut vor

Um die Interviewer zu beeindrucken, solltest du dich gut vorbereiten. Überlege dir Redewendungen auf Englisch/Spanisch/Französisch und denke darüber nach, welche Fragen auf dich zukommen könnten. Und natürlich gleich auch, welche Antworten dir dazu einfallen. Frage dazu auch mal einen Freund/ eine Freundin oder jemanden aus deiner Familie wie sie dich charakterlich einschätzen. Auch solltest du ein Grundwissen über die deutsche Geschichte, sowie die deines Gastlandes haben. Informiere dich außerdem vor dem Bewerbungsgespräch nochmal gründlich über dein Gastland, denn es kann sein, dass dir Fragen zu deinen Erwartungen, deinen Gründen für die Wahl dieses Landes und ähnliche gestellt werden können.