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bewertete am 28.11.19 den "Schüleraustausch Indonesien" mit AFS Interkulturelle Begegnungen

Familie
Schule
Vorbereitung
Betreuung
Ansprechpartner

Vorbereitung

Die Vorbereitung durch AFS war unglaublich wichtig und umfangreich. Die qualitativ gute Vorbereitung hat schon in Deutschland viel Spaß gemacht, aber erst in Indonesien wurde mir klar, wie wichtig sie war. Natürlich bin ich trotzdem in viele Fettnäpfchen getreten, aber ich konnte damit besser umgehen. Wir haben nicht nur gelernt, in anderen Kulturen zurechtzukommen, sondern auch gelernt, was unsere Kultur ausmacht und was "normal" ist. Außerdem gab es tolle und hilfreiche länderspezifische Tipss, so dass ich optimal auf Indonesien vorbereitet war. Auch die Nachbereitung nach dem Auslandsjahr hat mir maßgeblich geholfen, die Erfahrungen zu reflektieren und wieder in Deutschland anzukommen. Mit den anderen AFSer*innen, sowohl Betreuerinnen als auch Teilnehmerinnen bin ich bis heute gut befreundet. Ich finde es toll, dass alles ehrenamtlich organisiert ist!

Betreuung

Die Betreuung im Auslandsjahr war hervorragend. Ich hatte zwei Kontaktpersonen, an die ich mich durchgängig und rund um die Uhr melden konnte, sollte irgendetwas sein. Sie haben mir gerade am Anfang viel mit der Sprache geholfen und hatten auch bei Problemen wie etwa Heimweh immer ien offenes Ohr für mich. Sie haben mich auch teilweise mit zu Aktivitäten genommen, so waren wir beispielsweise auf einem kleinen Festival, im Kino, Campen und Essen. Auch mein Hosting Coordinator in Indonesien hat sich gut um mich gekümmert und ich hatte zu jeder Zeit das Gefühl, gut aufgehoben zu sein. Auch die Camps vor Ort mit anderen Austauschschüler*innen waren gut betreut und haben viel Spaß und Sinn gemacht.

Schule

Die Schule war der Ort, wo ich fast alle meine sozialen Kontakte geknüpft habe. Es war nicht nur unglaublich interessant, ein anderes Bildungssystem kennenzulernen, ich hatte auch Fächer, die ich hier nicht belegen könnte. Dazu gehörten zum Beispiel Staatsbürgerkunde, Indonesisch, Religion Islam, Japanisch und noch viel mehr. Mit meinem Schulleiter habe ich mich gut verstanden und auch meine Klassenlehrerin hat oft darauf geachtet, mich mit einzubeziehen. Ich hatte eine Lehrerin, an die ich mich wenden konnte, sollte ich in der Schule Probleme haben, was aber nicht der Fall war. Auch das Notensystem und das Umgehen mit Lehrkräften war für mich erst einmal ungewohnt. Meine Klasse hat mich sehr willkommen aufgenommen, wir haben viel über meine anfangs sehr spärlichen Indonesisch Kentnisse gelacht und es sind einige Freundschaften bis heute erhalten geblieben, so dass ich sogar zu einigen Hochzeiten wieder eingeladen wurde!

Familie

Meine Familie nahm mich als erste Gastschülerin auf und war dementsprechend noch unerfahren. Was ich so schön fand, war dass sie kein Geld für meine Aufnahme bekommen haben - sie waren einfach am interkulturellen Austausch interessiert. Ich weiß, dass sie es auch mit mir nicht immer ganz einfach hatten, aber auch sie hatten eine Kontaktperson und konnten sich an AFSer wenden. Da meine Brüder viel beschäftigt waren, habe ich viel Zeit mit Cousins und Cousinen jeden Alters verbracht - vom Baby, das erst in dem Jahr geboren wurde bis zur 32 Jährigen. Mit ihnen habe ich viel erlebt und sie sind mir alle ans Herz gewachsen! Auch zu meinen Eltern habe ich eine ganz besondere Beziehung aufgebaut, so hätte ich eine Kultur nie erleben können. Vor Allem mein Gastvater hat mir alles erklärt, was mir am Anfang merkwürdig oder seltsam vorkam. Mit meiner "Mama" habe ich am Meisten Zeit verbracht, da wir nachmittags oft zu zweit zu Hause waren. Sie hat mir viel geholfen, zum Beispiel, indonesisch zu lernen oder wir haben uns gegenseitig Geschichten erzählt. Ich bin besonders froh, meine Großfamilie kennengelernt zu haben, wie meine beiden Omas, die mir sehr ans Herz gewachsen sind. Auch meine Familie habe ich nach 3 Jahren noch einmal besucht - das Wiedersehen war für uns alle wunderschön!