X-CHANGE - Der Schüleraustausch Podcast | Folge 258 | 28.08.2026

#259 Erster Schultag & erstes Football Game 🎓🇺🇸 So war der Start ins Highschool-Leben

Wie fühlt es sich an, zum ersten Mal an einer amerikanischen Highschool zu stehen? Emilia und Josie nehmen euch mit in ihre ersten Tage in den USA und erzählen von neuen Fächern, ungewohnten Schulregeln, spannenden Begegnungen und natürlich ihrem ersten Football Game. Zwischen Nervosität, völlig neuen Eindrücken und typischem amerikanischem School Spirit verraten sie, was sie überrascht hat und warum der erste Schultag oft ganz anders läuft als erwartet.

Dieses Podcast wurde moderiert von:

Emilia Scharninghausen

Ehemalige Austauschschülerin & Stimme im Podcast-Team

Emilia's Profil

Kapitelmarken

00:00:00: Intro
00:01:15: Wann war der erste Tag?
00:05:43: Emilias Charter School
00:07:19: Schulgröße
00:09:33: Fächer
00:15:40: Unterichtsstruktur
00:16:20: Lehrer
00:17:42: Erwartungen an den 1. Tag
00:21:42: Englische Sprache
00:23:02: Football Games
00:30:53: Outro

Das Transkript ist aktuell nicht verfügbar.

Der erste Schultag an einer amerikanischen Highschool gehört für viele Austauschschüler zu den Momenten, auf die sie sich während ihres Auslandsjahres besonders freuen. In dieser Folge erzählen Emilia und Josie, wie sie diesen besonderen Start erlebt haben und wie unterschiedlich ihre ersten Schultage tatsächlich waren.

Emilia verbrachte ihren Schüleraustausch in Kalifornien, Josie war im selben Zeitraum in South Dakota. Schon bei ihrer Anreise waren die Voraussetzungen ganz unterschiedlich: Während Josie bereits eine Woche vor Schulbeginn bei ihrer Gastfamilie ankam und dadurch Zeit hatte, sich einzuleben, bekam Emilia ihre Gastfamilie erst sehr spät und flog erst Anfang September in die USA.

Dadurch hatte die Schule bei ihr bereits begonnen und auch eine Orientation konnte sie nicht mehr mitmachen. Trotzdem war die Freude groß, dass ihr Auslandsjahr endlich starten konnte.

Josie erzählt dagegen von ihrem entspannten Einstieg in den amerikanischen Schulalltag. Ihre Gastfamilie organisierte sogar, dass sie die Schule schon vor dem ersten Schultag kennenlernen konnte.

Drei Schülerinnen aus ihrer Stufe holten sie ab und zeigten ihr das Schulgebäude. Eine typische Tradition durfte dabei natürlich nicht fehlen: das Foto am ersten Schultag auf der Veranda der Gastfamilie.

Aber natürlich lief auch bei Josie nicht alles perfekt. Gleich am ersten Schultag bekam sie wegen ihres Outfits eine Dresscode-Ermahnung. Emilia hatte dagegen an ihrer Schule mit einem ganz anderen Schulgefühl zu tun. Ihre Charter School in Kalifornien war vergleichsweise klein und stark auf Kunst, Musik und Theater ausgerichtet.

Klassische amerikanische Schulsportarten wie Football, Cheerleading oder Tennis gab es dort nicht. Für Emilia war das zunächst ungewohnt, da sie sich für ihr Auslandsjahr eigentlich genau diese typischen Highschool-Erfahrungen gewünscht hatte.

Ein weiteres großes Thema der Folge ist deshalb die Wahl der richtigen Fächer. Die beiden erzählen von ihren unterschiedlichen Stundenplänen und von Fächern, die es so in Deutschland nicht unbedingt gibt. Neben klassischen Fächern wie Englisch, Economics oder US History konnten sie unter anderem Digital Art, Piano, Orchestra, Choir, Kochen, Töpfern und Human Development belegen.

Besonders ungewöhnlich war Josies „Baby Class“, in der sie mithilfe einer elektronischen Puppe lernen musste, wie die Versorgung eines Babys funktioniert – inklusive eines ganzen Wochenendes, an dem sie für ihr „Baby“ verantwortlich war.

Auch die Organisation des Unterrichts unterscheidet sich vom deutschen Schulalltag. Die beiden sprechen über unterschiedliche Stundenlängen, A/B-Tage, die sogenannte Study Hall und den Bellringer, mit dem manche Unterrichtsstunden beginnen.

Besonders positiv ist ihnen aufgefallen, wie persönlich die amerikanischen Klassenzimmer gestaltet sind. Lehrer haben häufig ihren eigenen Raum und dekorieren ihn individuell. Dadurch entstand für die beiden eine deutlich gemütlichere Atmosphäre als sie es aus deutschen Schulen kannten.

Natürlich geht es auch um die ersten sozialen Kontakte und Freunde im Schüleraustasuch finden. Was macht man, wenn man niemanden kennt? Und wie überwindet man die anfängliche Unsicherheit?

Emilia und Josie berichten ehrlich, dass der erste Schultag zunächst vor allem dazu dient, sich zu orientieren und die neue Situation auf sich wirken zu lassen. Man muss nicht direkt am ersten Tag eine komplette Freundesgruppe finden. Gespräche ergeben sich häufig ganz automatisch – etwa bei Gruppenarbeiten, im Unterricht oder beim gemeinsamen Lunch.

Besonders spannend wird es, als die beiden von ihrem ersten Football Game erzählen. Für Emilia war das zunächst eine Möglichkeit, trotz ihrer Schule ohne Football doch noch ein Stück typischen amerikanischen School Spirit zu erleben.

Ihre Local Coordinatorin schlug vor, gemeinsam mit anderen Austauschschüler zu einem Football Game einer anderen Schule zu gehen. Dort lernte sie direkt weitere amerikanische Schüler kennen.

Josie konnte dagegen an ihrer eigenen Schule den Football-Spirit erleben. Mit Freunden zog sie passend zum Motto des Spiels in Neon-Outfits los. Cheerleader, Schulfarben, Rufe aus der Crowd, Snacks und eine riesige Stimmung machten das Erlebnis für sie zu einem echten Highlight. Gleichzeitig geben beide zu: Die Regeln des Footballs zu verstehen, war am Anfang gar nicht so einfach.

Trotzdem bleibt vor allem das Gemeinschaftsgefühl in Erinnerung. Die Schule feuert ihre Mannschaft gemeinsam an, Namen werden gerufen und die gesamte Crowd fiebert mit. Genau dieses Gefühl, Teil einer Gemeinschaft zu sein, empfanden die beiden gerade zu Beginn ihres Auslandsjahres als besonders schön.

Ihre wichtigste Botschaft: Nicht jede Erfahrung wird genauso aussehen wie auf Pinterest oder in amerikanischen Highschool-Filmen – und das ist völlig okay. Der erste Schultag und das erste Football Game sind trotzdem besondere Erlebnisse, die viele neue Eindrücke, Begegnungen und Erinnerungen mit sich bringen.

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