Die Welt entdecken mit dem Abenteuer Schüleraustausch: Claus-Daniel Bartel hat in seinem Buch “The best year of my life. Ein Jahr als Gastschüler“ persönliche Erfahrungen als Austauschschüler in den USA zusammengefasst. Daniel Bartel zeigt dir welche Erwartungen die Organisation und deine zukünftige Gastfamilie haben und du bekommst hilfreiche Tipps.

Falls deine Bewerbung akzeptiert wurde, solltest du dich auch so verhalten, wie du es in deinen Bewerbungsunterlagen geschrieben hast. Du repräsentierst Deutschland im Gastland und dein Gastland in Deutschland. Wenn man sich nicht „am Riemen“ reißen kann, dann verbaust du es automatisch anderen Austauschschülern, ihren Traum zu erfüllen. Stattdessen werden neue Vorurteile rumerzählt, dass die Deutschen zum Beispiel „unfreundlich“ sind. Behandle deine Mitmenschen und die Gastfamilie also so, wie du auch behandelt werden möchtest. Rassisten und Gewaltbereite sind also fehl am Platz! Es wird sicher dazu kommen, dass dich Menschen mit Vorurteilen und Beleidigungen konfrontieren – am besten lächelst du und erklärst auf sachliche Weise, dass die Meinungen über dein eigenes Land nicht stimmen. Akzeptiere die Sitten und Gebräuche deines Gastlandes! Viele Organisationen verlangen auch gute Leistungen im Unterricht. Es heißt ja auch „High-School-Jahr“ und nicht „ein Jahr Urlaub“! Oftmals reicht ein „C“ aus, also befriedigende Leistungen. Wer sich aktiv am Unterricht beteiligt, wird schnell gute Noten schreiben und den Lehrern besser folgen können. Kleine Aufgaben im Haushalt (Chores) sind natürlich zu erledigen, wie zum Beispiel den Müll rausbringen oder die Spülmaschine leeren. Als Au-pair hast du natürlich noch weitere Duties. Wichtig sind auch:

  • Wissbegier und Toleranz
  • Anpassungsfähigkeit: Du musst dich dem Lebensstil deiner Gasteltern anpassen, nicht anders herum.
  • Stelle Fragen, wenn du etwas nicht verstehst, denn „wer nicht fragt,bleibt dumm“.
  • Pünktlichkeit ist ein wichtiges Gebot. Amerikaner sind zwar selbst nicht immer pünktlich, schauen aber umso kritischer, wenn andere unpünktlich sind.
  • Zahle für deine persönlichen Ausgaben, denn deine Gasteltern sind nicht verpflichtet, für Unterhaltung, Freizeitaktivitäten, Hygiene und Ähnliches aufzukommen.
  • Leihe dir kein Geld und unterschreibe niemals Verträge.
  • Eine positive Einstellung: Denke ans Bitte- und Dankesagen.
  • Lass deine Gasteltern wissen, wo du bist und was du vorhast.
  • Überrasche deine Gasteltern ruhig ab und an mit kleinen Dankeschöngesten.
  • Gehe sparsam mit Internet und Telefon um.
  • Persönliche Motivation: Mach mit bei neuen Herausforderungen und Aktivitäten.
  • Sprich mit deiner Familie über dich und dein Land.
  • Natürlich erwartet eine Organisation auch, dass du sie bei Problemen als erste informierst und du die vereinbarte Vertragssumme bezahlst.

Aus: The Best Year of my Life Daniel Bartel