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Erfahrungsbericht - Columbus

Lass dich nicht unterkriegen von kleinen Problemen oder Heimweh-Attacken... - Michael Hug, USA

Wie sieht Dein Gesamturteil über Dein High-School-Jahr aus?

Ich würde diese Frage erst nach allen anderen stellen, da es sehr viel mit meinen folgenden Antworten zu tun hat. Mein Austauschjahr war ein sehr einschneidendes Erlebnis und hat mich in sehr vielen Dingen weiter gebracht. Meine Persönlichkeit, natürlich meine Englischkenntnisse aber auch vieles andere wurde sehr davon geprägt. Ich sehe ständig auf meine Erfahrungen zurück und bin sehr froh, diesen Schritt getan zu haben!

Wie gefiel es Dir bei Deiner Gastfamilie?

Natürlich ist die Gastfamilie einer der wichtigsten Faktoren, damit das Jahr eine gute Erfahrung wird. Meine Familie war ein großes Geschenk für mich und ich denke nicht, dass es ein Zufall war, dass ich bei ihnen sein durfte. Uns hat so vieles verbunden, ganz besonders natürlich unser Glaube an Jesus Christus. Meine Familie war nicht nur eine Gastfamilie sondern wie meine richtige Familie. Nach 2 Tagen habe ich angefangen meine Eltern dort Mom und Dad zu nennen. Mein Kontakt zu ihnen wird noch sehr lang anhalten!

Wie hat es Dir an Deiner High School gefallen?

Als aller erstes möchte ich sagen: Hey, es ist eine Schule. Es kommt immer darauf an, was man daraus macht! Ob man im Unterricht mitkommt und ob man schnell Freunde findet hängt immer an mir selbst. Und meine Highschool, die New Hope High School in Columbus MS gefiel mir sehr. Sicherlich auch, weil ich mich auf das dortige Leben und Lernen eingelassen habe. Ich habe teilgenommen an den Angeboten und war u.a. in unserem Soccer-Team. Ein Mannschaftsgefühl wie dort habe ich hier in Deutschland noch nicht erlebt. Es war so schön durch die Schule zu gehen und etwas zu hören wie: Good luck for the game tonight! oder Good game last night!. Außerdem war die Atmosphäre in meiner Schule sehr offen und einladend!

Welche Probleme waren für Dich in der Anfangszeit Deines Aufenthalts am größten?

Anfangs war es für mich natürlich schwer alles zu verstehen was gesagt wurde. (Vermutlich auch, auf Grund des Southern-Slang) Aus diesem Grund war es Anfangs auch schwierig in der Schule gute Noten zu schreiben. Doch ich muss sagen, dieses Problem erledigte sich wirklich von selbst, da ich mich schnell an die Sprache gewöhnt habe (was bleibt mir auch anderes übrig, wenn ich nichts anderes höre) und die war letztendlich sogar sehr einfach. Weitere Probleme gab es bei mir überhaupt nicht. Ein Grund hierfür waren sicherlich meine Freunde und mein Umfeld.

Wie was die Haltung der Lehrer den exchange students gegenüber?

Meine Lehrer dort waren sehr entgegenkommend. Sie bemühten sich es mir am Anfang so leicht wie möglich zu machen. Es kommt vor allem aber auch darauf an wie ich mit meinem Lehrer umgehe und ob ich den einen oder anderen Scherz über meinen deutschen Akzent übelnehme oder mitlache. Was ich dort erlebt habe war auf jeden Fall, dass die meisten Lehrer dort sehr freundlich waren und sich freuten mit mir zu sprechen und mir zu helfen. Außerdem hatte ich dort besseren Kontakt zu meinen Lehrern als hier in Deutschland.

Welchen Tipp würdest Du zukünftigen exchange students geben?

Ich habe 2 Tipps für alle zukünftigen exchange students:

  1. Deine Bewerbung macht sehr viel aus! Nach deinen Angaben wird nach einer passenden Gastfamilie gesucht. Je mehr du von dir Preis gibst, desto passender kann deine Familie dort sein. Nur musst du dir die Frage stellen, beharrst du auf deinen kleinen Wehwehchen (z.B. du magst keine Kartoffeln, keinen Reis, keine Tomatensoße, musst unbedingt immer Make-up tragen... usw.). Sollte das aber wirklich einfach zu dir gehören, dann stell dich auch so vor. Stell dich vor, wie du wirklich bist!
  2. Bring dich ein, sei offen und lass dich auf vieles ein. Was ich meine ist z.B. Das Fußball-, Baseball-, Footballteam, ein Chor, eine Theater Gruppe, eine Band, eine Kirche,...usw. Wenn du dich dort in dir selbst versteckst und deinen Freundeskreis versuchst klein zu halten, dann wird dieser Austausch nicht so endrucksreich, wie er sein könnte.

Das zusammen gefasst ist also: Toleranz. Sei tolerant und offen für Neues. Lass dich nicht unterkriegen von kleinen Problemen oder Heimweh-Attacken. Ich hoffe meine Antworten sind nicht zu lang! Aber sie sind ehrlich ;)

Erfahrungsbericht - USA

Ein besonders tolles Erlebnis für mich war Thanksgiving... - Hannah Dehmel, 2008/09 USA

Ich war in den USA im Schuljahr 2008-2009. Mein Flug ging am 18. August 2008. Das war schon ein ganz besonderer Tag für mich. Erst musste ich Good Bye zu meiner Familie und meinen Freunden sagen, dann über 17 Stunden fliegen und dann als Krönung noch mit einer Familie nach Hause fahren die ich noch nie persönlich gesehen hatte und mit denen ich ein ganzes Schuljahr leben sollte. Ich war auch dementsprechend nervös als ich die Rolltreppe am Flughafen runter fuhr. Aber zum Glück gab es keine Schwierigkeiten an diesem Tag.

Nach drei Tagen in Amerika war mein erster Schultag an der High School. Am Anfang war alles etwas schwer, da ich nicht alle Fachbegriffe wusste. Meine erste Stunde war Chemie und alle anderen hatten schon zwei Stunden Vorsprung, da musste ich mich erst mal hinsetzen und diese Stunden aufholen. Auch in anderen Fächern hatte ich meine Schwierigkeiten aber nur weil man manche Wörter nicht im Englischunterricht in Deutschland lernt. Das Beste was ich machen konnte war am Sport teilzunehmen. Sport ist so gut wie alles in den USA. Man steht jeden Tag mit den gleichen Leuten auf dem Platz, wodurch auch sehr gute Freundschaften entstehen. Am Anfang spielte ich also Volleyball und ich tanzte auch im Formations- Team der Schule, die Mitglieder wurden zum Schluss auch meine besten Freunde. Am Ende des Jahres wurde Leichtathletik angeboten woran ich auch teilnahm. Ein besonders tolles Erlebnis für mich war Thanksgiving. Typisch für diesen Feiertag ist, dass man ihn mit der ganzen Familie gemeinsam verbringt und so fuhr auch ich mit meiner Gastfamilie zu Besuch zu deren Verwandtschaft. Wir hatten ein riesengroßes Familienessen. Alle hatten Spaß und wir haben sehr viel gelacht. Nach dem Essen mussten wir aber erst mal eine kleine Pause einlegen, da wir so viel gegessen hatten, dass es uns schwer fiel uns zu bewegen. Zum Abend hin war davon allerdings nicht mehr viel zu bemerken und alle haben zusammen gesessen und verschiedene Spiele gespielt. Ich wünsche mir das Fest auch in Deutschland weiter zu feiern, da es mir so viel Freude gemacht hat.

Auch das Weihnachtsfest war interessant, da die eigentliche Bescherung erst morgens am 25. Dezember stattfindet. Am Heiligabend hat unsere Familie die Weihnachtsgeschichte nachgespielt. Kekse für den „Santa Claus" haben wir auch gebacken und sie vor den Kamin gestellt. Danach haben wir uns alle einen Platz im Wohnzimmer ausgesucht und unser Handtuch ausgebreitet. Das klingt erst einmal komisch, war aber eine Tradition meiner Gastfamilie. Denn auf dieses Handtuch legt der Weihnachtsmann dann ein unverpacktes Geschenk, damit man es schon sehen kann bevor die eigentliche Bescherung losgeht. Wir hatten natürlich, wie jede amerikanische Familie, Socken am Kamin aufgehängt, die gleich nach dem ersten Geschenk dran waren. Auch ich hatte von meiner Familie eine eigene Socke bekommen, damit ich vom Weihnachtsmann nicht vergessen werde. Meine amerikanische Weihnachtssocke habe ich mir mit nach Hause genommen.

Wenn ich mit meinen Freunden zusammen war hatten wir immer sehr viel Spaß. Meistens haben wir Filme geschaut oder im Sommer auch Wasserschlachten gemacht. Was mich auch besonders bei den kleinen Partys, die wir ab und zu hatten, beeindruckt hat, war dass Alkohol, Rauchen oder gar Drogen nie ein Thema waren. Dies war bestimmt auch zum Teil auf die Religion zurückzuführen. In den USA leben viele Christen. Die meisten, wenn nicht alle von meinen Freunden, gehörten dieser Religion an. Auch meine Familie, und ich musste jeden Sonntag mit ihnen in die Kirche gehen. Im Großen und Ganzen kann ich sagen dass ich in diesem Jahr viel Spaß hatte und neben der Sprache viel gelernt habe. Ein Schuljahr im Ausland? Ja, immer wieder!

Erfahrungsbericht - USA

Learning for Life! - Maike Müller, 2008/09 USA

„Mom...Why is she talking so funny? Why don't I talk like that, too?" How often have I heard little kids saying that after they heard me talking? How many times have people been wondering what I am doing here? And how often have I had to answer questions about me being here in America, what I am doing here, what it means to go to America and to be an exchange student.

For most people, being an exchange student means going to another country and going to school there. They think all exchange students have lots of money and a great time during their exchange year. For me, being an exchange student means so much more than having a fun time. We probably do not even have half of the fun everybody expects us to have. Being an exchange student means more. It means learning, learning how to stand on your own feet, learning how to get along without having Mommy and Daddy, who can always get you out of trouble. It means learning how to become responsible and learning, that there is more to life than spending all weekend partying.

Maybe some of us have lots of money, but some of us do not. And some of us exchange students need financial support. Whether we need that financial support or not, what we all need is the mental support, and the support the organizations have been giving us since we made that decision to leave our old life behind for almost a year and discover a new life in a place that is new for us, with people we have never met before.

Now, my exchange year has come to an end. Almost ten months have passed by very quickly, I am about to leave the United States, to leave behind the life I built up in the past months. We have all come together for one last time and there are a few things I would like to say to you and I would like to thank you for.

I want to thank you, those people from the organizations, those who give us the opportunity of getting financial support if our efforts are only big enough, those who work long and hard enough to find families for us, to check those families, to make sure we go somewhere we are welcomed.

I want to thank you, those, who make sure we are fine, who check whether or not everything is going well, and if not, help us to make things better.

I want to thank you, those who believe that exchange is important and an experience neither the students nor their host families will ever forget.

I want to thank you, those who keep the exchange of students all over the world going. Those who see the value of being an exchange student and what exchange students can bring to others.

We are given an opportunity by you that not many people have, and we are doing something not everybody can do. We grow up, we learn, we change, but at the same time we stay who we are. When I first came here, I was the kind of person who always took everything for granted. I was the spoiled girl who – for the most part – had what she wanted. For me, life was all beer and skittles. When I came here, I expected things to turn out the way I wanted them to turn out. I was the naive girl who thought that things would always be easy for me. I did not take a long time to realize I was wrong, as wrong as a person could be. It was not easy, it was not easy to accept the bad things. To accept that life was getting harder. That I suddenly did not have everything anymore. That making friends was harder and more complicated than I thought it would be. That being homesick is worse than it sounds. As an exchange student, you learn how to deal with those things. You learn that being fastidious is nice when you are a little kid or a teenager, but it is not going to get you anywhere in your life. You learn that you come to this point in your life when you have to work hard to accomplish what you want to achieve in your life. Exchange is about learning about those things, learning about life, and learning in a way that is not as simple as being taught in school.

Putting things that way - it sounds like being an exchange student is all about growing up and not having fun. And in many cases, people do not have the best time of their life as everybody expects them to, but what they do have is the most important time of their life. Once an exchange students has overcome the difficulties, once an exchange student has made friends, once an exchange student has started to accept that things in the world are not the same, and once an exchange student has accepted that the way people think and act in his or her host country is neither better nor worse than the way people act in his or her home country, an exchange year becomes more wonderful than it can be put in words.

As much as I and other exchange students never wanted to admit it, we all thought in stereotypes. Somebody who likes rock music cannot like hip hop. If your first boyfriend was a trouble-maker, you cannot date somebody who is a teacher's pet. If you are usually dressed up, how dare you wear a sweatshirt today?

As much as everybody always tried to accept people who were different, in fact, we did not. When I look back at some of the people I was friends with, the way I judged people without knowing them, the way others and I talked about people behind their backs about things that are simply none of our business, I wonder why I was that person because thinking back at so many of the things I did, I do not even like that person anymore. Does it really matter if somebody is not dressed up? Is it even important what clothing size somebody fits in? Is it any of my business if people wear Wal-Mart clothes instead of brand names? Why did we always try to tell ourselves we were not superficial, but judged people by the way they looked?

On the one hand I have learned to accept differences and to accept that people are the way they are, whether I like it or not. On the other hand, I have realized that I should be thankful for the things I have in my life and I have learned who I am.

For some part, it were the small things in life I never appreciated. The delicious and home made food standing on the table everyday when I came home from school, the laid-back parents who never really forbade me anything, the fact that I always found excuses not to do chores and my parents simply accepting it, the opportunity to go anywhere whenever I wanted to. Those were some of the things I never realized I had, but for me most part, there were things I realized that are even more important:

Now, I know that I have my mom and my dad who always back me up, who I know are always there for me. I have a brother who loves me more than he would ever admit. I have friends who tell me how they cannot wait for me to be home again – how they cannot wait to have me back again.

I know that I do not want to be the person I used to be. I have learned that my friends and family are the most important things in my life, although I have not gotten along with my parents for years. I am happier with my life, and although there will always be people who do not like me, although I know that the girl I am in Germany and the one I am in the US are different from each other, I know who I want to be or to put it in better words: I know the person I do not want to be.

I have been here for almost ten months now. I have learned to accept, I have realized I can be thankful for what I have and I have changed, but there is one thing that is equally important, maybe even more important than those changes I have been going through: I have found another place I can call home. I have found a place where I feel like I belong. I have a host mother who is like a mom to me. So many times I even found myself referring to her as ‚Mom'. I have a little host brother who I fight with just in the same exact way my real brother and I used to fight with each other when we were younger. I have a little sister who is just the kind of sister I always wanted when I was younger. I have made some friends that I will never forget, some that I might never see again, but I know I will always remember them and the times we have had together.

I would have never found this place that I like to call my American home, if you were not doing the job you are doing. I cannot say how much I appreciate it, how much I appreciate what you are giving us exchange students and some of the people who become our friends and family here in USA. All I can say is thank you. Thank you for everything. I have realized that it is true what so many former exchange students have told me before: „Exchange is about learning. It is about learning how to live."

Once again, THANKS to ISKA!

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