#48 Schulsysteme in verschiedenen Ländern - Ein Vergleich mit Lisa & Nina

Andere Länder, andere Sitten, dies gilt auch für Schulsysteme. Wie Schule in den USA, Australien, Frankreich oder Estland so abläuft erzählen euch Karolina, Jolina, Lisa & Nina.

Australien (Jolina): Das Schuljahr fängt im Februar an, endet im November und ist im Gegensatz zu Deutschland in vier Terms aufgeteilt. Die Schullaufbahn beginnt mit „primary school“ bis zur 7. oder 8. Klasse, danach folgt „high school“ bis zur 12. Klasse und wenn man die 12. nicht bestanden hat ist es üblich auf einer anderen Schule noch ein 13. Jahr dranzuhängen. Viele Schulabbrecher gibt es nicht, denn jeder muss versuchen das äquivalente zum Abitur zu machen und ganz wenige gehen dann auf eine Berufsschule. Jolinas Schule war im Zentrum einer Großstadt und hatte somit sehr viele SchülerInnen. In der „Oberstufe“ wird dort das Kurssystem angewendet, somit kann man sich seine Fächer selbst wählen. An australischen Schulen ist es sehr üblich, viel über den Laptop zu erledigen, somit waren die Umstellungen während Corona ein viel geringeres Problem als in anderen Ländern. Ausserdem ist das Schulfach „outdoor education“ sehr typisch für Australien, das gibt’s bei uns so nicht. „Down under“ gibt es sehr viele „only girls“ und “only boys” Schulen und meistens wird eine Schuluniform getragen.

Estland (Lisa): Dort fängt die Schule eigentlich schon im Kindergarten an. Man hat eine Vorschule, die jeder Este machen muss. Danach folgt die Grundschule, die Sekundarstufe 1 (5.-9. Klasse), danach kann man entweder auf ein Gymnasium (10.-12. Klasse) oder auf eine Berufsschule. Für estnische Verhältnisse war Lisas Schule sehr groß, mit etwa 1300 SchülerInnen. Es ganze Klassen die dann wiederum in kleinere Lerngruppen aufgeteilt wurden, denn mit 66 Schülern in Lisas Klasse waren auch diese sehr groß. Während ihrer Zeit in Estland musste sie immer mal wieder in das Distance Learning, aber da estnische Schulen im Bezug auf Digitalität sehr fortschrittlich sind, war das kein Problem. Die Auswahl der Fächer war nicht groß, aber Lisa konnte Dinge wie Theater auswählen. Sie hatte Fächer wie Estnisch, Musik und Englisch. In Estland meldet man sich in der Schule nicht und kann einfach anfangen loszusprechen, das Verhältnis zwischen Schüler und Lehrer ist sehr locker. Jedoch ist es üblich, nicht mit Strassenschuhen und Regenmänteln in die Klassenzimmer zu gehen und jeder hat Hausschuhe. An Lisas Schule gab es nie wirklich große Klausuren sondern viele kleine Tests bei denen man auch das Recht hate, diese zu wiederholen um eine bessere Note zu bekommen. Das Notensystem dort geht von 5 bis 1 mit 5 das Beste und 1 das Schlechteste. Am Ende des Schuljahres gibt es dann zwei große Klausuren die jeder machen muss.

Frankreich (Nina): Man beginnt mit der Vorschule (École matternèlle) welche mit zwei oder drei Jahren schon beginnt. Ein großer Unterschied zu Deutschland ist, dass man dort schon lesen und schreiben lernt. Dann kommt die École primaire oder École elementaire (1.-4. Klasse) und das Collège (5.-9. Klasse). Zum Schluss der Laufbahn kommt das Lycée (10.-12. Klasse). Abitur heißt in Frankreich „Bac“ und dort unterscheidet man zwischen verschiedenen Arten wie zum Beispiel das Bac professionelle (Fachabitur). Schulpflicht besteht in Frankreich bis 16 Jahren. Nina hat ihr Auslandsjahr in einem Dorf verbracht, somit war ihre Schule auch vergleichsmäßig sehr klein. Genauso wie in Deutschland hatte sie ein Klassensystem mit keiner eigenen Auswahl der Kurse. Aufgrund von Corona hatte jedoch jeder Einzeltische und das Freunde finden wurde dadurch erheblich erschwert. Dafür fand so gut wie kein Onlineunterricht statt. Ninas Schuljahr war in drei Trimester unterteilt. Ninas Herausforderung war Physik auf Französisch, denn auf Deutsch ist dieses Fach ja auch schon schwer. Bezüglich Wissensevaluierung fanden jede Woche Montag Kontrollen statt, also sozusagen Tests, somit hatte man nie Wochenenden, an denen man nicht lernen musste. In Frankreich ist es normal, dass es direkt neben der Schule meist ein Internat gibt, welches auch tatsächlich leistbar ist. Die Lehrer waren auf Ninas Schule sehr streng und das Verhältnis war überhaupt nicht locker. Der Unterricht in Frankreich ist auch sehr frontal und es gibt keine mündlichen Noten und somit ist es nicht üblich, aufzuzeigen. Leistungsdruck war an Ninas Schule auf jeden Fall ein großes Thema.

USA (Karolina): Man beginnt mit „nursery school“ bzw. „kindergarten“. Von 5 bis 11 geht man auf die „elementary school“, 11 bis 14 auj eine „middle school“ bzw. „junior high school“ und dann von 15 bis 18 die „high school“. Schulabbrecher gibt es überall, aber in den USA werden diese nicht gerne gesehen. Karolinas High School hatte ungefähr 500 SchülerInnen, jeder kannte jeden. In den USA ist es üblich, nach dem Kurssystem zu lernen. Es gibt keine fixen Klassen und die Schüler gehen von Lehrer zu Lehrer. Die Auswahl an Fächern ist meist sehr groß und es gibt viele Fächer, die man in Deutschland und Österreich nicht so kennt. Töpfern als Beispiel. Oft werden jedoch von den Orgas oder den Schulen im Heimatland Fächer vorgegeben wie zum Beispiel Mathe oder Englisch. Auch Karolina hatte ein sehr gutes Verhältnis zu dem Lehrern. Die Länge der Schulstunden sind in den USA ganz unterschiedlich aber Karolina hatte Schulstunden mit einer Länge von 90 Minuten, was am Anfang sehr ungewohnt und anstrengend war.

Wie der Stundenplan aufgebaut ist, kann sich auch von Land zu Land unterscheiden. In den USA und Frankreich sind A- und B-days bzw A- und B-weeks üblich, dort ändert sich der Stundenplan abwechselnd. In Frankreich ist der Unterricht meist sehr lang, Nina hatte jeden Montag bis halb 6 Unterricht. Dafür ist es üblich, dass die Schüler Mittwochs nur bis Mittag Schule haben. Lisa in Estland hatte einen Stundenplan pro Semester, Jolina nur einen, jedoch sehr viele Freistunden.

Lunch war bei Lisa in Estland sehr gestaffelt und fing teilweise schon um 9:30 Uhr an. In Frankreich war dieser immer um 12 Uhr. Es gab zu Mittag verschiedene Optionen aus denen man wählen konnte, darunter auch vegetarische Gerichte. Das Essen war nicht immer lecker und auch die Qualität nicht die beste, aber es könnte auch schlimmer sein wie zum Beispiel Lunch bei Karolina. Sie hatte 30 Minuten lunch was oft knapp war, denn das Essen in der Cafeteria hat niemandem geschmeckt. Lisa hatte sogar nur 20 Minuten und Jolina ganze 40 Minuten. Das ist vermutlich aber auch von Schule zu Schule unterschiedlich.

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