X-CHANGE - Der Schüleraustausch Podcast | Folge 240 | 20.03.2026
#240 Das BEREUEN wir an unserem Auslandsjahr ✈️🙈
Welche Entscheidungen würden wir im Nachhinein anders machen? – von überpackten Koffern über zu viel „Ja sagen“ in der Gastfamilie bis hin zu verpassten Chancen bei Freundschaften und Integration. Maltes und Malins ehrliche Erkenntnisse, die jedem helfen, das eigene Auslandsjahr noch bewusster zu gestalten. Perfekt für alle, die bald gehen oder gerade mittendrin stecken!
Dieses Podcast wurde moderiert von:
Vom Auslandsjahr in Paraguay zur Content-Produktion bei Schueleraustausch.net
Malte's ProfilKapitelmarken
[00:00:00] Intro
[00:00:47] Packen
[00:03:34] Gastfamilie
[00:08:27] Freunde
[00:11:26] Englisch sprechen
[00:12:31] Freunde treffen
[00:14:36] Sport und Fake Friends
[00:16:48] ATS Freunde
[00:19:04] Kultur
[00:22:06] Sprache lernen
[00:23:54] Organisation
[00:25:42] Outro
Das Transkript ist aktuell nicht verfügbar.
Über diese Folge
In dieser offenen und sehr persönlichen Folge des Podcasts sprechen Malin und Malte ganz ehrlich darüber, was sie in ihren Auslandsjahren bereuen – und was sie gleichzeitig auf keinen Fall missen möchten.
Beide haben sehr unterschiedliche Destinationen erlebt: Malin war 18 Monate im Schüleraustausch in Neuseeland und Malte ein Jahr in Paraguay. Trotz der großen kulturellen Unterschiede tauchen erstaunlich viele Parallelen auf, die für jedes Auslandsjahr relevant sind.
Beide erzählen, wie viel Kopfzerbrechen das Kofferpacken verursacht hat. Malte hatte mit 26 kg zu kämpfen (bei erlaubten 23 kg) und hat extra einen Jutebeutel mit „nicht so Wichtigem“ mitgenommen – für den Fall, dass er am Schalter etwas rausnehmen muss.
Am Ende kam er durch, weil die Dame am Schalter selbst mal Austauschschülerin war und ein Auge zugedrückt hat. Seine Theorie „vor Ort einfach neu kaufen“ scheiterte allerdings kläglich: Klamotten, die Malte cool fand gab’s in Paraguay kaum preiswert und passend.
Malin hatte mit 30 kg keine Probleme, bereut aber den riesigen 60-Liter-Wanderrucksack, den sie mitschleppte – unnötig, weil sie sich vor Ort problemlos einen hätte leihen können. Tipp von ihr: Fragt einfach die Gastfamilie nach Winterjacken, Rucksäcken oder anderen Dingen – das spart enorm Platz und Gewicht!
Ein großes Thema: Das automatische „Ja, klar!“ zu allem am Anfang. Malin hat sich anfangs zu fast allem bereit erklärt inklusive Filmabende, die sie nicht wirklich interessierten oder einem riesigen Corona-Einkauf im Supermarkt, bei dem sie komplett überfordert war. Es wurde lustig, aber sie hätte öfter mal „Nein, danke“ sagen können.
Malte erlebte Ähnliches: Seine Gastfamilie betrieb eine Pizzeria – abends waren immer alle in der Pizzeria, er saß oft allein zu Hause. Rückblickend bereut er, nicht früher angesprochen zu haben, ob er mithelfen oder mitkommen kann.
Beide betonen: Man darf und soll seine Meinung äußern – man ist nicht nur Gast, sondern Teil der Familie.
Ein Gastfamilienwechsel kam bei beiden vor – und beide sagen: Es war mega wertvoll, eine zweite Perspektive zu erleben. Die Regeln, der Alltag, die Freiheiten – alles komplett anders, auch wenn die Entfernung nur wenige Kilometer betrug. Malte plante, in jeden Club und Sport einzutreten, um Leute kennenzulernen – blieb dem Plan aber nicht treu. Die Schule war lang, Angebote überschaubar, Fußball/Futsal war nichts für ihn.
Stattdessen schnitt er viel YouTube-Videos (was ihm half, Heimweh fernzuhalten), bereut aber rückblickend, nicht mehr Gelegenheiten genutzt zu haben. Auch das viele Englischsprechen in der ersten Familie machte es schwerer, ins Spanische reinzukommen.
Malin probierte später Sport aus, aber bereut Sportarten, die sie uninteressant fand, nicht wenigstens versucht zu haben.
Beide landeten letztendlich bei einer guten Mischung aus Einheimischen und Austauschschüler-Freunden. Austauschschüler-Kontakte halfen enorm, um Frust und Heimweh zu teilen – wer sonst versteht einen so gut? Gleichzeitig öffneten einheimische Freunde Türen zu echter Kultur wie Marae-Besuche bei Malin oder eine Rinderfarm im Chaco bei Malte.
Am Ende bereuen beide fast nichts Grundsätzliches – im Gegenteil: Das Auslandsjahr war wunderschön, lehrreich und prägend. Die „Reue-Momente“ waren Wachstumsmomente.
Wichtigste Tipps:
- Packt bewusst und leiht euch vor Ort viel
- Sagt öfter Ja – aber bleibt euch treu
- Sucht aktiv Kontakte (auch zu anderen Austauschschülern!)
- Nehmt die Kultur an, ohne euch zu verbiegen
- Nutzt die begrenzte Zeit – meldet euch bei Leuten, anstatt abzuwarten
Viel Spaß beim Hören! 🚀
Mehr zum Thema!
Dieser Artikel wurde geschrieben von: